Jedes meiner Puppenkinder
ist neben der Schäfchenwolle
auch mit ganz viel Liebe gefüllt
Michèle

Erdbeerle Mila

WICHTIG:

aus Familiären Gründen (wir haben im Februar 2009 Zwillinge bekommen) kann ich derzeit leider keine Puppenkinder für Euch herstellen. i
Ich kann momentan auch noch nicht sagen, wann dies wieder möglich sein wird. Vielleicht wagt Ihr doch einen eigenen Versuch (es wäre für Euch und Eure Kinder die allerschönste Möglichkeit) oder schaut Euch bei anderen Puppenmacherinnen um (siehe auch in meine Linkliste)

Meine Puppenkinder

Jedes meiner Puppenkinder* wächst mir in der Zeit, in der es in meinen Händen entsteht, ans Herz. Es ist ein kleines Geschöpf, das ich am Ende meiner Arbeit im Arm halte und dieses kleine Wesen reiche ich wiederum von Herzen in die Arme eines Kindes weiter.

Wenn Du Geschichten von Astrid Lindgren kennst, dann weißt Du sicherlich auch, was Madita über Herzensgeschenke denkt - Madita bezeichnet
Geht leise
Es ist müde von der Reise
Es kommt von weit her
Vom Himmel übers Meer
Vom Meer den
dunklen Weg ins Land
Bis es die kleine Wiege fand
Geht leise

solche Herzensgeschenke als Seligkeitsding.
Meine Puppen sind für mich ein Seligkeitsding. Mein innigster Wunsch wäre es, wenn ich nicht nur meine Puppenkinder weiterreichen würde, sondern mit diesem auch das Gefühl, das man ein richtiges Seligkeitsding bekommen hat.

Ich nähe jede einzelne meiner Puppen mit viel Liebe und großer Sorgfalt. Ja, in jeder Puppe steckt neben der Schäfchenwolle auch ganz viel von dem Menschen, die diese näht - davon bin ich überzeugt. Vielleicht sollte man sich als Mama dessen immer bewusst sein?

Eine mit Liebe erfüllte Puppe soll so sein, dass sie ein Kinderherz berührt, sie soll nicht nur ein oberflächlicher und austauschbarer Spielgefährte sein. Wenn eine Puppe ins Herz eines Kindes gefunden hat, dann kann sie sehr wertvoll sein, für lange, lange Zeit. Eine Puppe ist das zweite Ich eines Kindes, eines Menschen, ein Wegbegleiter durch die Kindheit, Freund, Tröster - sie muss in guten, wie auch in schwierigen Zeiten da sein. All das habe ich Dir ja bereits in der Rubrik Lesenswertes beschrieben.


Ich habe Dir auch schon erzählt, wie ich zum Puppenmachen gekommen bin (Rubrik wie alles begann) und Du weißt nun auch, worauf es mir bei einer Puppe allgemein ankommt (Rubrik Lesenswertes, Spielsachen und Puppen). Zwar darf ich meine Puppe, für die ich persönlich eine Entlohnung bekomme nicht mehr als Waldorfpuppe bezeichnen (siehe Info unten), dennoch sind sie im Herzen das, was man in ihnen erkennt. Vielleicht wird das der neue Name einmal noch mehr verdeutlichen, den ich in Zukunft für meine Puppen gerne verwenden möchte....

Nun möchte ich aber etwas von meinen Puppenkindern berichten, sie Dir beschreiben und zeigen.
Wie heimlicher Weise
Ein Engelein leise
Mit rosigen Füßen
Die Erde betritt

Zu Beginn stelle ich Dir das unterschiedliche Wesen meiner Puppengeschöpfe vor. Ich nähe kleine Püppchen für kleine Kinder und große Puppenkinder für größere Kinder. Jedes Kind hat andere Bedürfnisse und Wünsche, meine Puppenkinder sollen diesen so nah wie möglich kommen.

Ich beginne mit den kleinsten Puppenwesen und möchte gleich von Herzen alle Mamas ermutigen, dieses erste Püppchen für ihr Kind selbst zu nähen - vielleicht mag das sogar der ein doer andere Papa übernehmen oder eine Oma, Patentante, Freundin...? Das erste Püppchen ist twas ganz Besonderes im Leben eines Kindes. Vielleicht wird es genau dieses Püppchen noch mit sich tragen, auch wenn es längst kein Kind mehr ist....zu wissen, dass ein lieber Mensch dieses Püppchen genäht hat ist auch etwas Besonderes.
Vielleicht sind Dir die Bilder, die Beschreibung dieser Püppchen usw. als Anregung nützlich? Das würde mich sehr freuen.


Erstlingspüppchen und Schlamperle

Ein kleines Menschenkind braucht ein kleines, handliches Püppchen. Es soll mit Liebe gemacht sein, sich warm anfühlen, weich und kuschelig sein.
Wäre es nicht schön, wenn das Kind sein Köpfchen nachts bequem auf das Puppenbäuchlein legen dürfte?
Das kleine Puppenkind soll freundlich aussehen und trotzdem offen für alle Gefühlsregungen sein. Es soll Platz im Kinderbettchen oder im Kinderwagen haben und ganz geschwind unter das Kinderärmchen geklemmt werden können, damit es gewiss überall dabei sein kann und nicht verloren geht.
Wenn das Püppchen Gerüche des Kindes annehmen könnte, oder die von zu Hause, das wäre doch wunderbar. Dann wäre überall ein wenig Zuhause, egal, wo man mit seinem Püppchen gerade ist.
Das Püppchen soll aus natürlichen Materialien und "gesund" sein. Es soll vor Freude feste gedrückt werden dürfen und Kullertränchen auffangen und trocknen können.
Wenn es denn unbedingt sein muss, dann soll es auch mal ein kurzes Bad oder besser eine kleine Katzenwäsche mit dem Waschlappen vertragen - das ist schon alles, oder habe ich etwas vergessen?
Ein weiches Püppchen aus Stoff, gefüllt mit ganz viel Liebe und dazu warmer Schäfchenwolle, vermag all das zu vereinbaren, was ich oben beschrieben habe.

Erstlingspüppchen

 

Meine Erstlingspüppchen sind winzig kleine Puppen (ca. 25-30 cm), die ich für die Allerkleinsten nähe. Häufig liegt ein solches Püppchen bereits von Anfang an in der Wiege eines Neugeborenen oder sogar bereits bevor das Kindchen geboren ist (es wärmt sozusagen schon mal das Bettchen vor). Manchmal kann ein solches Püppchen dort bis ins Jugendalter oder länger liegen, auch wenn natürlich längst nicht mehr damit gespielt wird (es "duftet" jedoch nach Kindheit) und vermittelt lange Zeit Geborgenheit, Erinnerungen ...

 


Meine Erstlingspüppchen haben ein weiches Köpfchen, ein aufgesticktes, liebes Gesicht (manchmal mit einem Näschen), rote Bäckchen, eine fest angenähte Zipfelmütze, an der das Baby gerne nuckeln darf und ein ebenso fest angenähtes Schlafsäckchen. Um den Hals trägt es ein feines, pflanzengefärbtes Seidentuch.
Ich verwende gerne Nicki von Westfalenstoffe für Mützchen und Schlafsäckchen, weil er zum einen schön weich ist und dem Kuschelbedürfnis des kleinen Kindes nachkommt, zum anderen auch, weil Westfalenstoffe ungiftig sind und das Baby sorglos, z.B. an der Zipfelmütze, nuckeln darf.

Anfangs können kleine Babys natürlich noch gar nichts mit einem Püppchen anfangen. Es ist ganz einfach immer da, wird bald angeschaut, berührt, es wird zu etwas Vertrautem für das kleine Kind.
Die meisten Kinder beginnen irgendwann einmal auch mit dem Püppchen zu kuscheln und spielen, später wird es vielleicht in den Arm genommen und gedrückt, es vermittelt Geborgenheit, wenn man eine zeitlang von zu Hause weg ist oder anderswo übernachten muss.
Für manche Kinder ist das kleine Püppchen einfach auch "nur" ein stiller und doch treuer Begleiter, ohne den es vielleicht gar nicht mehr schlafen mag und nach dem es sucht, sobald es am Morgen die Augen aufschlägt.

Bei meinem kleinsten Söhnchen konnte ich erleben, wie er in seinen ersten Lebenswochen zwar noch längst nicht dazu fähig war, etwas bewusst in seine Händchen zu nehmen, er aber deutlich erkennbar die Augen seines roten Zipfelpüppchens, das in der Wiege lag, "fand" und sehr lange anzusehen versuchte. Babys erkennen schon recht bald ein Gesicht.

Ich empfehle bei Erstlingspüppchen immer eine fest angenähten Zipfelmütze statt aufgestickter Haare. Mit Haaren sehen die Püppchen möglicherweise für Erwachsene hübscher aus, aber ein Zipfelmützchen kommt dem Baby viel eher entgegen. Es braucht noch keine Haare an seinem Püppchen, sie können sogar stören. Manchmal geht das so weit, dass die kitzeligen Haare des Püppchens so unangenehm werden, dass ein Kind die Puppe irgendwie gar nicht mehr mag, es ist ihm evtl. zu "ungemütlich".
Eine Zipfelmütze dagegen kann es mit seinen kleinen Händen greifen, sich damit das Näschen reiben, am Knoten nuckeln, die Puppe daran überall mühelos "herumschleifen". Ich finde eine Zipfelmütze kurzum für das Kind besser - und darauf sollten wir doch in erster Linie achten!

Nun, fändest Du es nicht auch schön, so ein Püppchen für Dein Kind selbst zu nähen? Es ist wirklich gar nicht sooo schwer, wenn ich kann, dann versuche ich Dir gerne zu helfen.
Ich bin gerade dabei, ein Erstlingspüppchen-Nähset vorzubereiten, mit Bildern, einer Anleitung, mit Puppentrikot, Nicki, Stickgarn, Schäfchenwolle....bitte hab` Geduld

 

Schlamperle



meine Schlamperle sind genauso weich und kuschelig, wie die Erstlingspüppchen. Ein Schlamperle unterscheidet sich nur wenig von diesem - ist ein bissle größer (ca. 35-40 cm) und hat statt einem fest angenähten Schlafsäckchen eben Beine.
Auch die Zipfelmütze fehlt in der Regel, dafür hat es aufgestickte Haare - kurze Haare, kleine Zöpfchen, lange Zöpfchen, blond, braun....

Manchmal nähe ich jedoch auch Schlamperle mit Zipfelmütze, wie Du unten auf dem Bild sehen kannst.

 


Der fest angenähte Anzug ist zugleich der Körper, angedeutete Hände und Füße sind fest in diesen mit Schafwolle gefüllten Anzug eingenäht.
Den Anzug nähe ich wie beim Erstlingspüppchen gerne aus weichem Westfalen-Nicki, alternativ aber auch aus hübsch gemusterten Baumwollstoffen.

Auch das Schlamperle trägt um seinen Hals ein pflanzengefärbtes Seidentuch, wie all meine Puppen.

 

Diesem Kuschelpüppchen kann das Kind, wenn es möchte, auch zusätzlich etwas anziehen - eine gestrickte Mütze, einen kleinen Schal, vielleicht sogar ein einfaches Kleidchen...
Ein Schlamperle gesellt sich gerne zu Kindern ab ca. 1 - 2 Jahre - ich reiche es gerne Kindern, die für eine große Puppe einfach selbst noch ein wenig zu klein sind und das Erstlingspüppchen eher ein Schlafbegleiter ist, als eine Spielpuppe, bzw. wenn das Kind zuvor noch gar keine Puppe hatte.
Man muss als Mama wohl selbst abschätzen, wann es Zeit für welche Art von Puppenkind ist - keiner kennt Dein Kind besser als Du.


Variationsmöglichkeiten gibt es ja beinahe immer - so habe ich für meinen kleinen Sohn Maris zum 1. Geburtstag eine "Mischung" aus Erstlingspüppchen und Schlamperle genäht - es hat eine Zipfelmütze wie der Erstling, jedoch schon einen etwas ausgeformteren Körper mit Beinchen und abgebundenen Händen und Füßen - Du siehst es auf dem Bild, das Püppchen in rot mit den weißen Punkten.

Für einen Kindergarten habe ich einmal Schlamperle als Schlafpüppchen genäht. Statt der Sternchenaugen hat es Schlafäuglein aufgestickt bekommen und schlummert nun sehr gerne zusammen mit den Kindern beim Mittagschlaf.

Für unseren Kindergartenbazar habe ich mal ein Zwergen-Schlamperle genäht. Ich fand den kleinen Wicht mit dem weißen Bärtchen so süß und konnte mich kaum von ihm trennen. Du kannst ihn ebenso hier sehen.
Mit seinen Sommersprossen hat er sogleich das Herz einer Oma erobert, die ihn freudenstrahlend für ihren kleinen Enkel mitgenommen hat.

 

Auch ein Schlamperle-Püppchen ist nicht so schwierig zu nähen, wie es vielleicht aussieht.
Ich bin wie auch auch beim Erstlingspüppchen dabei, ein Schlamperle-Nähset vorzubereiten, mit Bildern, einer Anleitung, mit Puppentrikot, Nicki, Stickgarn, Schäfchenwolle....auch hier bitte, bitte noch Geduld.

***

Puppen-Baby und Puppen-Kind

Kinder im Kindergartenalter haben schon ganz eigene Vorstellungen und Wünsche, wenn es um eine Puppe geht. Mit zunehmendem Alter verändert sich auch sein Spielverhalten. Meist beginnt diese Veränderung, wenn das Kind in den Kindergarten kommt, also mit ungefähr 3 Jahren. In Rollenspielen tauchen die Kinder nun mehr und mehr in die Welt der Erwachsenen ein. Sie haben es gerne, selbst einmal Mama und Papa sein zu dürfen und umsorgen in der Weise ihre Puppenkinder, wie wir es tun. Es ist schön auch für uns Eltern, sie hier zu beobachten - manchmal erkennen wir uns in ihnen wieder...
Ein Puppen-Baby oder ein Puppen-Kind kann sich in diesem Alter zu Deinem Kind gesellen. Eine Puppe aus Naturmaterialien ist sehr viel wärmer und weicher, als eine Puppe aus Kunststoff. Eine Naturpuppe liegt wunderbar weich und geborgen im Arm eines Kindes.

Es gibt zierliche Kinder und kräftige Kinder, es gibt Kinder, die eine Freundin/einen Freund an ihrer Seite brauchen und Kinder, die sich nach einem "eigenen" Baby sehnen, weil die Mama vielleicht gerade ein Geschwisterchen zur Welt gebracht hat.
Soll es eine kleine Puppe sein, die sehr handlich ist oder ein großes Puppen-Baby, dem die Babywäsche des Geschwisterchens passt? Soll es ein Junge oder ein Mädchen sein oder soll die Puppe so aussehen, dass beides möglich ist?
Es ist nicht immer so einfach zu entscheiden,, welche Puppe eher zu seinem Kind passt. Tröstet es Dich ein wenig zu wissen, dass die Fantasie eines Kindes meist groß genug, um aus einer Puppe genau das werden zu lassen, was es in der jeweiligen Situation gerade braucht?

 

Puppen-Baby

 

Mein Puppen-Baby wirkt wirklich wie ein kleines Baby - es hat gekrümmte Arme und Beine, die Proportionen sind die eines sehr kleinen Menschenkindes und die Körperhaltung ist ebenso die eines Säuglings.
Seine Geste ist deutlich: nimm mich, halte mich, versorge mich, beschütze mich....
Es möchte das Menschenkind einladen, es zu umsorgen.
Gerade wenn ein Kind ein Geschwisterchen bekommen hat ist ein Puppen-Baby eine schöne Möglichkeit, das nun große Geschwisterchen mit in die Pflege des Babys einzubeziehen, es einzuladen, sich mit der neuen Situation zu verbinden und das Versorgen eines Babys selbst nachahmen zu können.
Auf jeden Fall aber ist es eine wunderbare Möglichkeit, ältere Geschwisterkinder neben der eigentlichen Mithilfe bei der Versorgung des richtigen Babys in die neue, aufregende Situation spielerisch mit einzubeziehen.
Wenn die Mama das Baby wickelt, dann wickelt das Kind das Puppen-Baby, wenn die Mama das Baby stillt, dann stillt das Kind auch seine Puppe....Vielleicht muss es dann auch gar nicht so eifersüchtig sein, denn ganz so einfach ist es sicherlich nicht, wenn man die Mama plötzlich teilen muss. Eine kleine Puppe kann bestimmt ein wenig auffangen.
eine schöne Gelegenheit für das große Geschwisterkind,


Ich habe meiner Tochter Madeleine ein Puppen-Baby geschenkt, als Noëlle zur Welt kam. Madeleine war damals gerade 4 Jahre alt geworden und genau im richtigen Alter für so ein Puppen-Baby.
Schon zuvor haben wir beide zusammen Babywäsche gerichtet - für das kleine Geschwisterchen, aber auch für Madeleines Puppen-Baby.
Ich fand ein schönes Köfferchen aus Weide, in das ich klitzekleine Babysachen legte, die ich mit Madeleine zuvor von Hand gewaschen habe. Das war z.B. eine zartgrüne Wollhose, die Madeleine trug, als sie klein war (und die durch zu heißes Waschen ein wenig eingegangen war), ein naturfarbenes Wollmützchen, ein Strampler, ein rosa Bindejäckchen, eine Stoffwindel. All diese Sachen trug Madeleine oder Maxim schon, als sie so klein waren. Ich erzählte ihr davon und es freute sie sehr. Wenn man so kleine Babywäsche in den Händen hält, dann kann man sich doch kaum vorstellen, dass man da einmal hineingepasst hat.
Ich strickte noch einen rosa Schal und kleine Strümpfe - alles wurde sorgfältig in das Köfferchen gelegt. Madeleine beteiligte sich eifrig beim Herrichten der vielen Sachen, die man für den Neuankömmling so brauchte. Die Vorfreude war groß, besonders, als im Herbst 1999 nicht nur eine kleine Schwester zu uns kam, sondern in der Wiege auch noch ein kleines Puppen-Baby lag - Hannah. Madeleine freute sich unsagbar über ihr Baby und umsorgte es beinahe so innig wie ich unsere kleine Noëlle. Das Puppen-Baby wurde im Tragetuch spazierengetragen, es wurde gestillt, gewickelt, an- und ausgezogen, in den Schlaf gesungen, liebevoll gewiegt...Madeleine ging in ihrer Mutterrolle auf, es war so schön, das mit anzusehen.

Puppen-Babys nähe ich in verschiedenen Größen, weil auch die Kinder so verschieden sind, die eine soclhe Puppe brauchen oder sich wünschen.

Die "schönste" Größe für Kinder beim Puppen-Baby ist meinem Empfinden nach die Größe von ca. 40 cm - es ist nicht zu klein, nicht zu groß - es ist gerade recht.
Ein wenig schade ist zwar, dass diesem kleinen Baby keine richtige Babywäsche passt (bis auf kleine Frühchenwäsche). Aber selbstgemachte Puppenkleider sind doch auch etwas ganz Besonderes. Welche Oma strickt nicht gerne kleine Puppenmützchen und -strümpfe und Pulloverchen? Auch ein kleines Puppenkleidchen oder eine Hose aus schönen Stoffen ist nicht so schwer zu nähen.
Selbstgemachte Puppenkleider sind willkommene Geschenke für ein Kind zu Geburtstagen, Weihnachten...oder einfach so!
Seine erste Ausstattung bringt das Puppen-Baby ja schon mit und wer mehr haben möchte, dem kann ich bei Bedarf gerne etwas zusätzlich nähen und stricken.

Das Puppen-Baby mit 50 cm ist schon recht groß, das Kind darf also nicht zu klein und zierlich sein, sonst wird ihm die Puppe vielleicht zu unhandlich. Das wäre schade. Für ein Kind, was gerade ein Geschwisterchen bekommen hat, ist diese große Babypuppe natürlich ideal, weil man ihm genau das anziehen kann, was auch dem richtige Baby passt.
Es ist auch schön zu wissen, dass die Puppe die Wäsche trägt, die das Kind selbst einmal getragen hat, als es noch so so klein war...
Auch vielen Hebammen habe ich schon solche Puppen-Babys gemacht, manchen auch die etwas größere Babypuppe, die mit rund 55 cm wirklich zu groß für ein Kind zum Spielen ist.

- Mehr Bilder vom Puppen-Baby findest Du in der Galerie und in der Rubrik Details & Preise-

 

Puppen-Kind

 

Die Gliedmaßen sind bei meinem Puppen-Kind gerader, haben also keine angewinkelten Arme und Beine wie beim Puppen- Baby. Auch die Proportionen sind natürlich wie auch bei richtigen Kindern etwas anders verteilt, längere Arme und Beine wie beim Baby, ein etwas kleineres Köpfchen - man sieht dem Puppenkind an, dass es eher Kind als ein Baby ist.
Die Geste eines Puppen-Kindes ist etwas anders, als beim Puppen-Baby. Nicht das Umsorgen steht im Vordergrund, das Puppen-Kind möchte eher ein Freund des Kindes sein, sein Begleiter und Weggefährte.
Die Kindheit ist ein langer Weg, auf dem das Puppen-Kind gewiss stets an der Seite des Kindes ist, mit ihm durch Dick und Dünn geht und da ist, wann immer man es braucht.
Freunde sind immer füreinander da, Tag und Nacht, hören sich gegenseitig zu und lassen einem niemals alleine - wenn man mag, bleibt man für immer und ewig zusammen. Ist das nicht wunderbar?

Ob das Kind nun ein Puppen-Baby oder ein Puppen-Kind haben möchte, das kannst Du als Mutter am Besten erspüren. Wie ich oben schon beschrieben habe ist ein Puppen-Baby z.B. hilfreich und siivoll, wenn ein kleines Geschwisterchen zur Welt kommt. Andererseits kann sich eine Puppe auch wandeln, auch ein Puppen-Kind kann im Spiel ein Baby sein.

Mein kleiner Sohn Maris hat einen kleinen Puppenjungen bekommen (siehe Bild links). Samuel ist sein Freund, den er z.B. gerne mit in den Kindergarten nimmt. Samuel darf auch dabei sein, wenn Maris zusammen mit seiner großen Schwester Vater-Mutter-Kind spielt. Meist sind dann alle Puppen dabei, die wir so haben, eine große Familie, wie im richtigen Leben bei uns.

Meine Puppen-Kinder nähe ich in ganz unterschiedlichen Größen. Es gibt kleinere Puppen-Kinder für zierliche Kinder und größere für diejenigen, die gerne etwas mehr an der Hand haben möchten.
Ich nähe am liebsten Puppen-Kinder, die ca. 40 cm groß sind. Diese Größe ist sehr handlich, das Puppen-Kind ist auch kleineren Kindern nicht zu üppig und findet auch im Kinderbett meist prima ein Plätzchen.
Eltern wünschen sich für ihre Kinder gerne eine Puppe fürs Leben. Die Puppe sollte also für einige Jahre, nach Möglichkeit für den Rest der Kindheit einziger Weggefährte bleiben dürfen. Es ist auch nicht unbedingt nötig, allzu viele Puppe zu Hause zu haben. Eine Kindergärtnerin sagte einmal, sie möchte auch im Kindergarten nur so viele Puppen, wie die Kinder versorgen, bespielen können. Ich rate daher, je kleiner das Kind ist, desto kleiner/zierlicher sollte auch die Puppe sein. Wenn ein Kind z.B. schon 5 oder 6 Jahre alt ist (oder an sich ein kräftiges Kind ist), dann wäre ein Puppen-Kind mit ca. 50 cm sicherlich denkbar. Bei Kindern, die in die Schule kommen ist diese Größe oft gefragt.
Ist das Puppen-Kind (oder auch ein Puppen-Baby) für das Kind zu groß, zu unhandlich, dann kann es sein, dass dies ein Grund sein kann, weshalb das Kind ungerne mit seiner Puppe spielt. Die Puppengröße sollte also vor allem in der Anfangszeit (wenn das Kind die Puppe bekommt) mit dem Kind harmonieren.
Ich selbst habe meiner kleinen Tochter zum Schulanfang eine Schulkindpuppe genäht. Sie ist fast 50 cm groß und ist neben dem 40 cm kleinen Puppen-Baby Noëlles 2. Puppe, die sie nun zu versorgen hat. Maris`Puppenjunge ist 40 cm groß.

 

- Mehr Bilder vom Puppen-Kind findest Du in der Galerie und in der Rubrik Details & Preise-

 

 

Ich möchte Dir noch gerne erzählen, woher den Name Puppenwiege kommt, bzw. wieso ich diesen für meine Website ausgesucht habe

die Puppenwiege ist eigentlich eine Babywiege - unsere Babywiege in unserem Zuhause. Meine Kinder lagen in ihrer ersten Zeit in einer wunderschönen geflochtenen Weidenwiege, die an der Decke hängt und frei schwingt. Mit selbst pflanzengefärbten rosa-blauem Seidenschleier, weichem Fellchen darin und einer selbstgenähten mit Wolle gefüllten und bestickten Decke. Auf dem Bild rechts kannst Du sie sehen.
in unserer WiegeMein Mann hat aus dem Garten vom alten Kirschbaum einen schön geschwungenen, dicken Ast ausgesucht, ihn entrindet, geschliffen, eingeölt - daran an dicken Sisal-Bändern aufgehängt ruht die Wiege seit vielen Jahren mitten in unserem Wohnzimmer. Du siehst sie hier auf dem Bild links.
Ich habe unsere Wiege seitdem niemals das ist unsere Wiegeabgehängt (außer während dem Hausumbau) - bisher kam ja immer noch jemand nach, der darin in den Schlaf gewiegt werden wollte.
Nach dem kleinen Maris wird nun denke ich keiner mehr nachkommen, der darin liegen wird (höchstens mal unsere Enkel), dennoch mag ich unsere Wiege einfach nicht mehr abhängen - ich werde es auch nicht tun. Sie ist einfach Teil von unserer Einrichtung geworden und wird es immer bleiben. Die Weidenwiege ist mir sehr, sehr wichtig und uns allen hier ans Herz gewachsen.

Es hat sich so ergeben, dass in dieser Wiege nun oft die Puppen unserer Kinder liegen, natürlich auch solche Puppen, die ich für andere Kinder genäht habe. Ich kann diese kleinen Geschöpfe nicht einfach in einen Schrank oder Karton legen - das wäre doch für ein Seligkeitsding, eine Herzenspuppe kein geeigneter Ort.
In der Wiege ist es warm, gemütlich und einfach sooo schön.

Oft wird die Wiege von unseren Kindern als Ort der Ruhe und Geborgenheit heimgesucht. Auf dem Bild rechts siehst Du meine kleine Tochter Noëlle. Das sanfte Schaukeln hat sie vor einiger Zeit einmal so müde gemacht - als ich ins Wohnzimmer kam, lag sie ganz zusammengerollt zwischen Kuscheltier und Kissen und Büchern und Decken in der Wiege und hat selig geschlafen.

Links auf dem Bild siehst Du die Wiege mit einigen Puppenkindern darin.
Auch Maris setzt sich gerne in die Wiege hinein um Bücher anzuschauen oder einfach zu schaukeln und seinen träumen nachzugehen.
Und weil es sich immer wieder auch meine Puppenkinder in dieser Wiege gemütlich machen, kam ich auf den Namen Puppenwiege'

Wie und wo werden meine Puppenkinder geboren? Ich erzähle es Dir auch gerne...

Meine Puppen bedeuten mir viel und ich nehme meine Aufgabe als Puppenmacherin sehr ernst. Wie ich schon beschrieben habe ist für mich eine Puppe nicht einfach nur ein Spielzeug und so habe ich auch ein großes Augenmerk darauf, jedes einzelne Puppenwesen mit Liebe, Sorgfalt, mit Bedacht und Hingabe entstehen lassen.
Ich nähe meine Puppenkinder einzeln, ein jedes ganz für sich alleine, bis ich es fertig in meinen Armen halte und es mich mit seinen Sternchenaugen anblickt.
Meine Kinder haben mich bei meiner Arbeit immer begleitet, egal, ob ich eine Puppe für sie genäht habe oder für ein anderes Kind. Meine Kinder waren und sind immer und mich herum, wenn ich an einer Puppe nähe und sie freuen sich mit mir, wenn wieder eines in der Wiege liegt.

Von weit hinter den Sternen
Einst engelgleich
In Welten fernen
Ist angekommen bei uns
Ein Menschenkind
Auf wunderbare
Stille Weise

Meine Puppen entstehen alle in der Umgebung, in der ich mich wohl fühle, bei uns zu Hause, mitten im Familienleben. Am wohlsten fühle ich mich, wenn meine Kinder um mich herum sind.
Als sie noch ganz klein waren, da habe ich mich meist zu ihnen auf die Krabbeldecke gesetzt, mit einem Berg Wolle neben mir und all den anderen Dingen, die ich zum Puppenmachen brauchte. Meine Kinder haben gespielt, ich habe Puppen gemacht. Ich erinnere mich gut Noëlle, wie sie aus der Wolle Schmetterlinge und kleine Vögelchen formte und dann mit ihnen spielte.

Es ist auch heute noch so, dass ich meist bei den Kleinen im Wohnzimmer auf dem Boden sitze, während sie im Puppenhaus spielen oder am kleinen Kindertisch sitzen und malen. Noëlle und Maris haben hier sämtliche Spielsachen um sich herum und spielen umso lieber, wenn ich neben ihnen sitze.

Mache ich es mir auf dem Sofa gemütlich, mit Wolle und Stricknadeln in den Händen, um Puppenstrümpfe und -mützchen zu stricken, so gesellen sich gerne Madeleine und Noëlle mit ihrem Handarbeitskörbchen dazu. Den beiden Mädchen macht Stricken nämlich auch sehr, sehr viel Freude und sie haben es gern, wenn wir beieinander sitzen, stricken und ein Schwätzchen halten. Das ist so gesellig - ich weiß noch, dass ich mit meiner Oma auch immer so auf dem Sofa saß, wir beide mit unseren Stricknadeln in der Hand.

Oft sitze ich im Frühling und Sommer auch im Garten, dann nehme ich meinen Puppenkorb mit allem, was ich brauche mit nach draußen.. Hier im Sonnenschein macht es große Freude für meine Puppen zu stricken und dabei den Kindern zuzusehen, wie sie im Sandkasten spielen oder die vielen Blumen, Käfer, Raupen, Vögel usw. im Garten bewundern.
Auf dem Tisch steht eine Tasse Tee, mein Mann arbeitet hin und wieder im Garten, immer wieder setzen sich auch Nachbarskinder zu mir auf die Gartenbank und freuen sich, mir ein Weilchen zusehen zu können - ja, so gefällt es mir gut.
Familiäre Gesellschaft beim Puppenmachen schätze ich sehr und ich möchte es gar nicht anders haben. Ein eigenes Puppenarbeitszimmer brauche und möchte ich nicht. Mein Mann dachte einmal mir eine Freude zu machen, wenn er mir eines einrichten würde....er weiß nun, dass es nicht nötig sein wird.

Wir kommen aus dem Mondenland,
mit einem Sack voll Silbersand.
Wir steh`n am Bettchen in der Nacht,
dann wird das Säcklein aufgemacht.
Mach Deine Augen ruhig zu,
und schlummre gut,
Du Kindlein Du.....


Je nachdem, in welchem Alter meine Kinder sind, achte ich darauf, das sie nicht alle Details sehen, wenn ich an einer Puppe nähe. Ich mag es z.B. nicht, wenn die beiden Kleinen zusehen, wie ich das Gesicht aufsticke oder die Haare auf den Kopf nähe. Es ist nicht schön, sie das mitansehen zu lassen. Sobald meine Kinder ein Puppenköpfchen sehen, und sei es auch noch nicht einmal mit Trikot überzogen, so ist es für sie bereits eine Puppe. Wenn sie dann sehen, dass ich mit der Nadel in den Kopf stechen muss.....das möchte ich nicht. Sonst aber dürfen meine Kinder mir immer über die Schulter schauen. Ich glaube, es erfüllt alle vier mit Freude zu sehen, welche kleinen Geschöpfe ich immer wieder erschaffe. Mein Großer, - Maxim - er hat mir kürzlich ein Lob ausgesprochen als er meinte, meine Puppen könnten nun gar nicht mehr schöner werden. Ich schätze eine solche Aussage eines 13jährigen sehr :0)

Genauere Details zu meinen Puppen findest Du auf der folgenden Seite

***

 

* Info zur namensrechtlichen Bedeutung der Waldorfpuppe:

Im Jahr 2001 wurde die Puppenwiege eröffnet. Meine Puppen bezeichnete ich damals und bis Anfang 2007 mit gutem Gewissen noch als Waldorfpuppen. Ein Jahr darauf, im Jahr 2002, wurde die Bezeichnung Waldorfpuppe namensrechtlich geschützt. Das wusste ich jedoch lange nicht. Ich erfuhr es erst, als ich im Februar 2007 von einer Kollegin erfahren habe, dass wir Puppenmacherinnen den Namen Waldorf/Waldorfpuppen nicht mehr als Bezeichnung für unsere Puppen verwenden dürfen. Die Kollegin, die ihre Puppen wie ich und viele andere auch mit Waldorfpuppe bezeichnet hat, bekam eine schriftliche Abmahnung.

Inhaber des Namensrechtes ist der Bund der freien Waldorfschulen. Bisher hat sich niemand über die Nutzung des geschützten Namens im Bereich der Puppen beschwert, was sich nun wohl ändert.
Ich habe mich direkt mit dem Bund der freien Waldorfschulen in Verbindung gesetzt und genauer nachgefragt, sowie mir zudem Infos aus Puplikationen der pädagogischen Forschungsstelle besorgt. Das wichtigste in Kürze:

in der vergangenen Geschichte gab es wohl immer wieder Fälle, in denen der Name Waldorf missbraucht wurde. So bestand z.B. vor vielen Jahren die Gefahr, dass eine Sekte eine Schule unter dem Namen Waldorf gründen wollte, in einem asiatischen Land wurde gar ein Kinderheim unter dem Deckmantel von Waldorf eröffnet - man erfuhr einige Zeit später jedoch, dass hinter den Türen dieses so vertrauensvoll klingenden Kinderheims Organhandel betrieben wurde. Nach wenigen Wochen Aufenthalt hatten die zuvor aufgenommenen elternlosen Straßenkinder nur noch eine Niere....es ist schrecklich, zu was Menschen fähig sind. Man mag es nicht glauben.

Je bekannter Waldorf (weltweit) wird, desto größer ist auch das öffentliche Interesse, desto mehr Nutznieser finden sich, die sich das Wort aneignen, um damit z.B. Vetrauen bei anderen zu wecken oder seine Umsätze zu steigern, selbst wenn man an sich mit "Waldorfs" gar nichts zu tun hat.

Selbst wenn es bei Waldorfpuppen keine derart menschenunwürdigen Probleme geben würde, wie bei der traurigen Geschichte von dem Kinderheim o.ä., so kann ich nun irgendwie doch verstehen, dass ein Dachverband wie der Bund der freien Waldorfschulen sich generell in sämtliche Richtungen absichert und sich Namensrechte sichern MUSS, auch wenn dadurch manche Menschen (wie jetzt gerade wir Puppenmacherinnen) enttäuscht sind und sich (verständlicherweise) ungerecht behandelt fühlen. Vielleicht gibt es keine andere Möglichkeit?

Einen Namensmissbrauch gab und gibt es natürlich auch im Bereich von Waldorfpuppen. Ich weiß aus eigener Erfahrung, dass manche Menschen zwar größte Vorurteile gegenüber "Waldorfs" haben, im Grunde jedoch nicht wirklich etwas darüber wissen, aber dennoch das Wort Waldorf, bzw. Waldorfpuppe gerne für sich in Anspruch nehmen nur, um daraus einen Nutzen zu ziehen.

Der Bund der freien Waldorfschulen schloss vor wenigen Jahren mit der Puppenmanufaktur Käthe Kruse einen Lizenzvertrag. Käthe Kruse hat folglich die Erlaubnis, Puppen mit der Bezeichnung Waldorfpuppe zu verkaufen. Die damit verbundenen Lizenzgebühren kommen der Waldorfinitiative zugute, die leider viel zu wenig öffentliche Zuschüsse bekommt (ich weiß das aus eigener Erfahrung) und daher auch auf anderweitige finanzielle Mittel angewiesen ist.
Die erste Zeit war mir nicht wohl dabei zu wissen, dass eine so große Firma Waldorfpuppen verkaufen darf, wir "kleine" Puppenmacherinnen nun jedoch nicht mehr. Ich war unglaublich enttäuscht und richtig wütend, vor allem auch deswegen, weil meiner Meinung nach diese Puppen nicht immer wie eine Waldorfpuppe aussehen und sie zudem nicht individuell gestaltet sind, jedes einzelne Modell gibt es hundert- oder tausendfach.
Für meine Gefühle sollte jede Waldorfpuppe doch eine ganz eigene Individualität und Seele bekommen, wie auch die Kinder sie haben, denen eine solche Puppe ans Herz gelegt wird. Das ist doch eigentlich neben den "vorgegebenen" natürlichen Materialien, der erwarteten zurückhaltenden Ausstrahlung usw. auch einer der markanten Unterschiede, die eine Waldorfpuppe von vielen anderen Puppenarten unterscheidet.

Für mich war der Begriff Waldorfpuppe bisher so etwas wie ein "Gemeinschaftsgut", solange man gewisse Maßstäbe achtete und auch die Waldorfpädagogik an sich respektierte, bzw. unterstützte.

Nun weiß ich, dass gerade eine solche Firma nötig war, um auch rechtlich den Begriff Waldorfpuppe zu sichern. Ohne eine Firma hätte sich der Bund der freien Waldorfschulen markenrechtlich den Bereich Spielzeug (also Puppen) in Verbindung mit dem Namen Waldorf gar nicht schützen lassen können!!! Es gibt klare rechtliche Vorgaben, die man hierbei einhalten muss. Es MUSSTE eine Firma gefunden werden, die den Bereich von Spielzeug (hier Waldorfpuppen) ausfüllt. Dasselbe gilt auch für die Bereiche Instrumente, Schulbedarf usw.
Ohne eine solche Lizenzvergabe wäre es für andere Firmen z.B. möglich gewesen, eine Barbie als Waldorfbarbie o.ä. auf den Markt zu bringen.
Fakt ist , dass der Bund der freien Waldorfschulen nur sehr, sehr wenige Ausnahmen in bezug auf das Namensrecht machen kann und möchte, denn sonst würde es ins uferlose gehen.

Eine Ausnahmeregelung gibt es nur für Waldorfkindergärten und -schulen: Waldorfpuppen, die dort von Müttern genäht und dann auf den hauseigenen Bazaren angeboten werden, dürfen nach wie vor als solche benannt und verkauft werden. Der Grund ist, dass sich zum einen allgemein diese Mütter natürlich an den erwarteten Maßstäben orientieren, zum anderen ist es natürlich wünschenswert, dass solche Puppen auch wirklich von Müttern genäht werden und das als unterstützenswert betrachtet wird. Zudem fließt der Erlös aus dem Verkauf dieser Puppen gänzlich den Waldorfschulen, bzw. Waldorfkindergärten zu - eine Konkurrenz ist nicht erwünscht.
Selbst wenn ich meine Puppenkinder hier in der Puppenwiege nicht mehr als Waldorfpuppe bezeichnen darf, so darf ich sie weiterhin wenigstens auf unseren Bazaren als Waldorfpuppen bezeichnen - immerhin :0)
Am allerschönsten und -wünschenswertesten ist es natürlich, wie ich es schon immer auch in der Puppenwiege schreibe, wenn eine Mutter die Puppe nach Möglichkeit für ihr Kind selbst näht, also gar nicht erst kauft - dies sind die wahren Waldorfpuppen!
Ich finde es jedoch trotz aller Schwierigkeiten mit der Bezeichnung wichtig und richtig, dass ich wie viele andere Puppenmacherinnen auch diese beseelten Puppen so vielen Kindern wie nur möglich ans Herz legen, ob sie nun in einen Waldorfkindergarten gehen oder nicht, das spielt überhaupt keine Rolle. Im Gegenteil, vielleicht sollten gerade Kinder, die nicht in einen Waldorfkindergarten gehen, umso mehr mit solchen Puppen und anderen Spielsachen in Berührung kommen können.
Leider ist es nicht immer möglich, dass diese Puppen von Müttern selbst gemacht werden. Es gibt Mütter, die es sich einfach nicht zutrauen, sei es zeitlich oder auch von ihren Fertigkeiten und ihrem Zutrauen her gesehen.
Diese kostbaren Puppen sollen überall zuhause sein dürfen und versuchen einen Gegensatz zu dem zu schaffen, was Kindern heutzutage sonst alles begegnet. Kunst, Ästhetik, Natürlichkeit, Liebe, Wärme...all das fehlt den Dingen heute doch so oft, die Kindern in die Hände gegeben werden. Sie kommen weitaus mehr mit Gegenständen, Spielsachen usw. in Berührung, die ihnen keineswegs gut tun, die ihre Sinne überfluten, nicht pflegen und sie selbst seelisch abstumpfen lässt.

 

Für uns Puppenmacherinnen ist es natürlich sehr, sehr schade und traurig, unsere Puppen nun anders benennen zu müssen - man nimmt ihnen damit ihre Identität. Es ist sicherlich vor allem für diejenigen von uns traurig, die wir auch im Alltag hinter der Waldorfpädagogik selbst stehen, die sich täglich für diese einsetzen, die wir uns hier finanziell, ideell und mit praktischem Tun engagieren und aus voller innerer Überzeugung letztlich auch so besondere Puppen in die Welt und zu den Kindern und in deren Herzen ziehen lassen möchten.

Es gibt so viele unterschiedliche Motivationen, so viele verschiedene Beispiele und Geschichten, warum und weshalb jemand eine solche Puppe näht und diese dann anbietet. Ich für mich habe kein schlechtes Gewissen, die Bezeichnung bisher genutzt zu haben - ich ahbe den begriff nie missbraucht.
Auch ich mag, wie viele anderen Puppenmacherinnen auch, diese Puppen "einfach", ihre Lieblichkeit, ihre Wärme....es macht mir große Freude, diese Puppen zu erschaffen, ich arbeite sehr viel Liebe mit in meine Puppen ein. Es ist wichtig, solche Puppen vielen Kindern zu ermöglichen - diese kreative Tätigkeit erfüllt mich sehr. Natürlich verdiene ich auch ein wenig Geld durch den Verkauf meiner Puppen. Dennoch habe ich auch diesbzgl. kein schlechtes Gewissen, denn dieses Geld kommt indirekt auch wieder der Waldorfschule, bzw. dem Waldorfkindergarten zugute. Ich habe die bisherige Bezeichnung niemals einfach ausgenutzt , meine Gründe, die Motivation, aus der heraus ich meine Puppen nähe widersprechen sich meines Erachtens nicht mit den Idealen der Waldorfinitiative. Im Gegenteil, ich fühle mich hier eingebunden.

Seit 1997 (seit nunmehr 10 Jahren!!!) engagieren wir uns ideell, wie finanziell und auch praktisch, neben den sehr hohen monatlichen Beiträgen z.B. auch in Form meiner ehrenamtlichen Mitarbeit als Kindergärtnerin in unserem Waldorfkindergarten. Mittlerweile gehen zudem 3 unserer 4 Kinder in die Waldorfschule, die wir in ähnlicher Weise unterstützen.
Die Waldorfpädagogik selbst ist meine größte Motivation, in vielen Bereichen, so auch beim Puppenmachen. Durch die Waldorfpädagogik bin ich erst zu diesem "Beruf" gekommen, der mir sehr ans Herz gewachsen ist, wie hoffentlich auch meine Puppen ausdrücken.

Selbst wenn ich meine Puppen nun nicht mehr so benennen darf, wie ich es bisher getan habe, so bleiben sie in meinem Herzen doch das, was sie sind.
Ein neuer Name, den ich für meine Puppen auswähle, wird das hoffentlich auch in Zukunft ausdrücken, das wünsche ich mir.

Die Puppenwiege wurde aus den oben genannten Gründen in den Monaten Februar und März 2007 umgearbeitet. Ich hoffe, dass ich meine Worte richtig gewählt habe und gegen nichts verstoße, was nicht zulässig ist. Meine Puppen nehmen nur einen Teil der Puppenwiege ein, einen mindestens genauso großer Teil nehmen andere Dinge ein, die mir am Herzen liegen, als Mutter, aber auch als Kindergärtnerin.
Meine Ausbildung am Waldorfkindergartenseminar hat mir verdeutlicht, dass es auch zu meiner Aufgabe gehört, Türen zu öffnen. Es gibt, was die Waldorfpädagogik angeht, so viele Vorurteile, denen ich sehr gerne entgegenwirken möchte. Den Wunsch, der Waldorfpädagogik Türen öffnen kann ich sicherlich zum einen mit meinen Puppen verwirklichen, vielmehr jedoch wohl mit meiner Idee, mit dem Konzept der Puppenwiege an sich. Es liegt mir sehr am Herzen die Puppenwiege nicht allzu sehr verändern zu müssen, sie soll ihre Seele, die sei seit 2001 birgt, behalten dürfen.
Hoffentlich bin ich auf dem richtigen Weg, all meine Wünsche zu vereinen und die Puppenwiege im Grunde so zu belassen, wie auch meine Gäste sie die letzten Jahre mochten. Oft durfte ich lesen, dass die Puppenwiege Balsam für die Seele sei. Es streichelt wiederum meine Seele, solche Zeilen lesen zu dürfen.

Ich weise daher an dieser Stelle deutlich darauf hin, dass ich meine Puppenkinder aus der Puppenwiege aus markenrechtlichen Gründen leider nicht mehr als Waldorfpuppen bezeichnen darf

 

 in meiner Pzuppenwiege findest Du mit Liebe genähte Puppenkinder aus Naturmaterialien. L

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