| gestaltet und ausgeführt im Jahr 2006 aktualisiert
am 28.11.2006 Oktober 
(Wichtelkinder
im goldenen Herbst, gemalt von Madeleine im September 2006) *** Puppenkind
"Wichtelmädchen" 
*** Vom
Bäumchen schüttelt`s Hellerlein, Goldschüsselein und Tellerlein. Es
raschelt und es rollt, es raschelt und es rollt, golden, golden Da
spricht der Wicht im Birkenwald, es herbstelt schon, es fröstelt bald. Vom
Bäumchen schüttelt`s Gold, vom Bäumchen schüttelt`s Gold, golden,
golden *** Was
wir im Oktober machen Blätterkronen
im Oktober zeigt
sich uns die Welt "golden". Die Bäume lassen Früchte und Laub
fallen und überall auf den Wegen liegen uns viele, viele Blätter zu
Füßen. Gewiss macht vielen kleinen und großen Menschen so viel
Freude wie mir und meinen Kindern, ganz bewusst durch das raschelnde Laub am Boden
zu gehen. Am Abend hören wir nun auch wieder "unseren" Igel draußen
im Garten, wie er durch das Laub raschelt. Wir haben ihm vor gut einem Jahr das
Leben gerettet und ihn etwas aufgepäppelt, damit er wohl genährt seinen
Winterschlaf halten kann. Seitdem ist er oft um unser Haus zu sehen und vor allem
zu hören (auch schmatzend). Die Farben orange und rot herrschen nun in
der Natur draußen vor, bevor alles erdig braun wird und man hat doch immer
das Gefühl, diese Farbenpracht noch einfangen zu wollen, bevor es in den
kommenden Monaten sehr viel eintöniger um uns herum wird. Überall leuchtet
es uns entgegen, bald jedoch zieht sich die Natur sehr zurück, um zu ruhen
und dann wieder Kraft zu schöpfen für neues Leben. Wir fangen diese
Farbenpracht, das "Gold" des Oktobers (oder auch noch zu Beginn des
Monats November) auf sehr schöne Weise ein. Die bunten Blätter schmücken
nicht nur unseren Jahreszeitentisch, wie man auf den folgenden Bildern erkennen
kann:
Unser
großer Sohn Maxim wurde im Herbst 1993 geboren und so haben wir beide früher
schon, als er noch ganz klein war, an seinem Geburtstag zusammen Blätterkronen
gemacht. Auch unsere anderen drei Kinder mögen diese Herbstbastelei sehr
gerne. Ich fand Blätterkronen immer auch eine schöne Idee für
Maxims Kindergeburtstage, denn es ist eine wunderschöne Tätigkeit, bei
der die kleinen Gäste, je nach Alter, beinahe alles selbst machen können. Nun
ist Maxim schon groß, aber Maris, sein kleiner Bruder, hat ihm nun zum Geburtstag
eine solche Blätterkrone als Geschenk mit mir zusammen gemacht. Maxim hat
sich sehr gefreut, denn sicher erinnert er sich auch gerne noch an die Zeit zurück,
als wir beide sie immer zusammen gemacht haben und hat sie zu Maris Freude auch
in diesem Jahr gerne getragen, wie man auf dem Foto unten sehen kann. Aber
auch ohne einen Herbstgeburtstag ist eine solche Blätterkrone ein wunderschöner
Kopfschmuck, denn besonders kleine Kinder sehr gerne tragen. Die Blätterkronen
können z.B. auch den Tisch, bzw. die Teller der Geburtstagsgäste dekorieren
(siehe Bild links), solange sie noch nicht auf dem Kopf getragen werden, das sieht
sehr schön aus und sind feine Mitnachhausegebmitbringsel :o)
Anleitung: Bei
einem gemeinsamen Spaziergang durch den bunten Herbst können die Kinder zunächst
Blätter sammeln und sich daraus dann, zurück in der warmen Stube zu
Hause, ihre Herbst-Kronen machen.
Man benötigt dazu neben
dem frisch gesammelten Laub
gelbes
(alternativ orangefarbenes oder rotes) Tonpapier, eine Schwere (besonders schön
mit einer Schere, die Muster schneidet), evtl. Lineal und Stift, evtl. einen
Tacker, bzw. Büroklammern und Klebstoff. Aus dem Tonpapier schneidet
man einen langen doppelt gelegten Streifen (Länge, je nach Kopfumfang + Zugabe,
Breite ca. 5-6 cm (ungefaltet). Besonders hübsch wird es, wenn der Rand nicht
gerade geschnitten ist, sondern mit einer Bastel-Schere geschnitten wird, die
den Rand z.B. mit Wellenschnitt, Zickzackmuster o.ä. schneidet. Den
Tonpapierstreifen dann der Länge nach in der Mitte falten. Dann auf die obere
Hälfte Klebstoff verteilen. Die Kinder können nun entlang der gefalteten
Mittellinie ihre Blätter auflegen (manche Blätter evtl. unten etwas
gerade schneiden). Nun auch auf die untere Hälfte Klebstoff auftragen
und den Tonpapierstreifgen nach oben in Richtung der Blätter falten - das
Laub liegt nun mitten zwischen den 2 Tonpapierseiten und muss noch etwas trocknen.
Man kann die Krone dann entweder mit einer Büroklammer schließen
(Größe ist dann noch etwas variabel), festtackern oder einfach auch
kleben. Für alle Varianten benötigt man daher die Längenzugabe
beim Tonpapierstreifen.
Vogelfutter ernten/sammeln
im
Monat Oktober wird noch kräftig geerntet. Die Kinder erleben das heutzutage
leider immer weniger in ihrem eigenen Umfeld. Wir können sie jedoch immer
wieder darauf aufmerksam machen und zusammen beobachten, was auf den Wiesen und
Feldern geschieht. Wer selbst einen Garten hat oder ein "Stückle"
mit Bäumen, Beeren, Gemüse usw.,
der hat das Glück und kann seine Kinder selbst teilhaben lassen an dem schönen
Gefühl wie es ist, durchs Jahr fleißig gearbeitet zu haben, um dann
vor allem im Herbst die vielen Früchte zu ernten und so auch im Winter noch
eingelagerte Äpfel zu haben, Kartoffeln, Möhren und vieles andere mehr.
Aus den Früchten, die man durchs Jahr so sammelt (alternativ mit den Kindern
zusammen einkauft), können wir uns auch Leckereien machen, an denen wir uns
auch im Winter noch laben können: Marmelade z.B. oder getrocknete Apfelringe. In
der Naturgruppe unseres Kindergartens habe ich dankbar viele Dinge miterlebt und
-gestaltet, was ich nun teilweise auch für uns zu Hause aufgegriffen habe.
Dazu gehört, den Vögeln für den Winter Vogelfutter zu bereiten. Wir
denken in der Erntezeit nicht nur an uns Menschen, sondern auch an die Tiere -
mit den Kindern zusammen können wir einen Futtervorrat für die Vögel
sammeln, damit diese im Winter genug zu essen haben, wenn die Erde mit Schnee
bedeckt ist. Man muss dazu nicht einmal keinen eigenen Garten haben, sondern findet
alles draußen in der Natur bei gemeinsamen Spaziergängen. Generell
gilt, dass alles, was gesammelt wird zunächst gut getrocknet werden sollte! Schon
im Sommer kann man damit beginnen, Grassamen zu sammeln oder auch ein paar Johannisbeeren
als besonderer Leckerbissen. Aber gerade jetzt in der Herbstzeit finden wir noch
reichtlich Winterfutter für unsere Vögel: übrig gebliebene Maiskörner
auf den Feldern, Nüsse, Hagebutten, Holunderbeeren, Bucheckern, stehen gebliebene
Getreideähren, Samen aus Zapfen u.ä. All das wird wie bereits erwähnt
nach dem Sammeln zunächst gut getrocknet und dann bis ca. November in in
einem luftigen Korb aufbewahrt - was dann damit geschieht, erzähle ich Dir
im Monat November *** Kürbis
schnitzen  unseren
Kinder macht das Kürbisschnitzen immer ganz viel Spaß. Früher
haben wir das meist zu Hause im Garten gemacht, die letzten Jahre war es aber
nun so, dass genau in der Kürbiszeit in unserer Schule Herbstfest ist
und hier Kürbisschnitzen angeboten wird. Alles ist vorbereitetn, Umengen
an leuchtend orangefarbenen Kürbissen in allen Größen stehen bereit,
viele Heuballen, auf denen man sich gemütlich niederlassen kann, Löffel,
Schüsseln, Messer.... Wir nutzen die Gelegenheit dann gerne und schnitzen
unsere Kürbisse in der Schule und stellen sie dann zu Hause auf die Treppe
vor der Türe. Dieses Jahr haben wir keine Gesichter geschnitzt, sondern mit
dem Kernhausentferner ganz viele Löcher in den Kürbis gestochen - das
sah dann wunderschön aus. Maris hat in diesem Jahr seinen Kürbis
das erste Mal ganz alleine ausgehöhlt. Und das Tole daran: mit dem Kürbisfleisch
lässt sich eine leckere Kürbissuppe machen.
***
Kraut
stampfen

seit
2 Jahren gehen wir im Oktober immer auf den Demeterhof des Bruders von Madeleines
Klassenlehrerin zum Krautstampfen. Er liegt ganz idyllisch in der Nähe
von Maulbronn gelegen, allein die Fahrt dorthin ist schon eine Reise wert.
Über
einige Wochen hinweg hat man dort die Möglichkeit, selbst Kraut zu stampfen.
Es stehen Holzkübel, Wannen, eine rießengroße Schneidemaschine,
Schneidwerkzeug, Strunkentferner, viele, viele Krautstampfer, Meersalz und alles
bereit, was man benötigt - samt einer sehr hilfsbereiten Oma, die bestens
Bescheid weiß. Wir nehmen dann unseren 10 l-Sauerkraut-Topf mit und
helfen dann alle zusammen. Den Kindern macht es großen Spaß, das Kraut
nach dem Putzen und Schneiden zu stampfen. Maris hat bisher immer einen ganz kleinen
Stampfer bekommen, der nicht so schwer ist und so stehen wir um das Fass oder
die Wanne herum und stampfen feste im Takt, bis das Kraut schäumt. Nach
getander Arbeit bekamen wir dieses Jahr leckeren Apfelkuchen aus dem Holzbackofen
und Madeleine hat es sehr genossen, bei ihrer Klassenlehrerin mit am Tisch zu
sitzen, ein Schwätzle zu halten, Kuchen zu essen und warmen Kakao zu trinken. Vielleicht
gibt es auch anderswo die Möglichkeit Sauerkraut zu machen? Ein solches Erlebnis
ist besonders für Kinder sehr empfehlenswert. Der ein oder andere kann das
vielleicht auch zu Hause bei sich selbst machen. Uns reicht der gefüllte
Krauttopf dann den ganzen Winter über, wir essen das Kraut gerne abends oft
als Salat mit etwas Öl und Pfeffer und machen natürlich zusammen auch
liebend gerne Schupfnudeln, wie ich es schon früher bei meiner Oma oft gegessen
habe.
*** Rezepte
im Oktober:
(gefilztes Apfelmäuschen) Michèle`s
Kürbissuppe (für ca. 4-6 Personen):
1 kleiner (oder 1/2 Hokkaido-Kürbis) 1/2-1
Bund Petersilie 3 kleine Kartoffeln 1 Karotte 1 Stange Lauch 1 Schuss
Sojasoße Wasser (Gemüse soll gut bedeckt sein) Gemüsebrühe Pfeffer evtl.
Salz Sahne oder Sauerrahm/Creme Fraiche
Den Kürbis aushöhlen
und klein schneiden (mit Schale bei Hokkaido-Kürbissen!!!). Auch die Kartoffeln
nach dem waschen und schälen in Stücke schneiden, ebenso die Karotte. Lauch
in feine Ringe schneiden und zusammen mit Kürbis, Karotte und Kartoffeln
in einen Topf geben, mit Wasser gut bedecken. Gemüsebrühe (Brühwürfel
oder lose) und Pfeffer dazu, aufkochen lassen. Auf kleiner Flamme köcheln
lassen, bis das Gemüse weichgekocht ist. Etwas Sojasoße, frisch
gemahlenen Pfeffer und geschnittene Petersilie beimengen, umrühren und kurz
aufkochen lassen. Etwas geschnittene Petersilie beiseite legen für später! Nun
das Ganze mit dem Pürierstab schön sämig pürieren (so essen
es oft auch die Kinder, die sonst keine Gemüsesuppe essen!). Falls die
Suppe zu dick ist mit etwas Wasser verdünnen. Alles nochmal abschmecken/evtl.
nachwürzen (Salz? Pfeffer?) Vor dem Servieren (oder driekt im Teller)
etwas Sahne oder noch besser (finde ich) Sauerrahm/Creme Fraiche beigeben, feine
Petersilie drüber streuen - guten Apetit  gefilztes
Nadelkissen
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