gestaltet und ausgeführt im Jahr 2006

aktualisiert am 18. November 2008

Neu: Socken zocken

November

Laternen- und Zwergenzeit


("Laternenkinder", gemalt von Madeleine im November 2006)

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Laterne, Laterne, leuchtest wie die Sterne.
Was klimmt und klettert durchs Gestein,
ein, zwei, drei, vier klein`Brüderlein.
Purzmurzel heißt der erste Wicht,
der geht voran mit der Latücht.
Der zweite, der heißt Kiekinpott,
der wandert wacker mit im Trott.
Der dritte heißt Klasklumdibum,
der guckt sich nach dem vierten um.
Der vierte, der ist lüelütt
und heißt Hans Jochen Winzelpütt


Puppenkind "Laternenmädchen"

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November-Augenblicke

NEU: Zwergenhäuschen bauen

Zwerge, Wurzelwichte Gnome... die kleinen, geheimnisvollen und menschenscheuen Naturgeister, haben in der Kindheit auch heute noch oft ihren einen festen Platz. Vor allem in Waldorfkindergärten bekommen die Kinder noch ganz, ganz viele sinnreiche Geschichten, Liedchen, Reime und dergleichen zu hören. Sie tauchen ein in diese Welt, mit ihrem ganzen Herzen.
Früher waren die Menschen allerorts sehr verbunden mit all den Elementarwesen, die Feuer, Wasser, Luft und Erde zugeordnet wurden. Bei den Isländer gehören die Elementarwesen aber auch heute noch ganz fest zum Alltag dazu. Dort gibt es sogar Elfensachverständige oder Elfenbeauftragte, die zu Rate gezogen werden, bevor man in die Natur eingreift, um dort z.B. Platz zu schaffen für Gebäude u.ä. Nie würden man in Island an einem Ort eine Straße bauen, wo ein Elfenbeauftragter Behausungen von Naturgeistern vermutet....

In unserer Welt dagegen gehören Zwerge und Elfen meist nur noch zu Märchen und Sagen. Andererseits könnten wir Menschen, die heutzutage doch so aufgeklärt und wissend zu sein scheinen die Elementarwesen zumindest als Sinn-Bild anerkennen und sie auf diese Weise achten, schätzen und an unserem Leben teilhaben lassen: Zwerge, Elfen, Gnome usw. verkörpern Naturkräfte, die im Verborgenen walten. Wir wissen sicherlich nicht alles....

Egal wie man sich denkt, was man glaubt oder auch nicht - wer einen Bezug zu Naturwesen hat (wie auch immer dieser aussehen mag), zollt seinen Respekt vor der Natur. Für Kinder sind auch in diesem Hinblick Geschichten von Zwergen sehr feinsinnige Wegweiser und macht sie auf behutsame und kindliche Weise sensibel für eben diese Naturkräfte, die zweifellos im Verborgenen wirken.

Ein schönes Ritual ist es, mit den Kindern in den Wald zu gehen, wo wir doch viele, viele Zwerge vermuten und wo sie sicherlich wirken. Sie freuen sich, wenn wir uns bei ihnen für ihre mühevolle Arbeit ein wenig erkenntlich zeigen, indem wir den kleinen Gesellen eine gemütliche Behausung bereiten. Baumaterial findet sich in Hülle und Fülle und zusammen mit den hoffentlich reichen Phantasiekräften unserer Kinder entstehen wunderschöne Zwergenhäuschen.
Ich bin unendlich dankbar, das Zwergenhäuschenbauen nicht nur mit meinen eigenen Kindern, sondern auch als Kindergärtnerin mit vielen Kindern aus unserem Waldorfkindergarten erlebt haben zu dürfen. Es ist eine unglaublich "seelige" Tätigkeit, man kann sich auch als Erwachsener auf ganz besondere Weise mit seinem Tun verbinden, ich zumindest.
Ich habe nicht lange gebraucht, um völlig in das einzutauchen, weswegen wir in den heimischen Wald gestapft sind. Gerade jetzt in der Herbstzeit, wo es schon bald Winter geworden ist, findet sich am Waldboden unendlich viel Laub, lange schon am Boden liegenden Baumstämmen weiches Moos und allüberall Zweige, Äste und Rinde. Innerhalb kurzer Zeit sind Kinder, in denen noch ein Fünkchen Phantasie zu finden ist imstande, aus all diesem Naturmaterial wunderschöne und sehr gemütliche Häuschen zu gestalten - der Erdboden wird mit weichem Moos ausgelegt, das Dach aus Zweigen und Rinde geformt und am Ende mit Laub und Moos bedeckt, damit es nicht hereinregnet oder -schneit. Und schau nur wie schön der Eingang geworden ist mit den leuchtendroten Blättern. Ich bekomme jetzt noch Gänsehaut, wenn ich an diese Stunden im Wald denke. Es war so beseelend, so umhüllend, so besonders, nicht nur für die Kinder.
In unserem Kindergarten hat das Zwergenhäuschenbauen eine besondere Tradition - die Häuschen werden am Morgen des Laternenlaufes von uns mit den Kindern bereitet und alle können am Abend, wenn man gemeinsam mit den hell erleuchteten Laternen durch den dunklen Wald zieht erkennen, ob Zwerge in die liebevollen Behausungen eingezogen sind. Haben sie es getan, so leuchten nämlich in der Dunkelheit kleine Lichtlein darinnen. So war es denn auch in diesem Jahr....
Schon von weitem erblickten wir im Dunkeln hier und da verstreut kleine Lichtlein, wie Sternlein, die sich am Waldboden verloren haben. Kam man jedoch näher, so erkannte man, dass es kleine Kerzlein waren, die da brannten - zweifellos war wirklich jedes Zwergenhäuschen bewohnt. Meine Herzklopfen bei diesem Anblick kannst Du Dir gewiss vorstellen. Es war wunderschön....
Immer, wenn ich mit meinen Kleinen im Wald spazieren gehe, suchen wir nach den Zwergenhäuschen. Und ist etwas nicht mehr ganz in Ordnung, fehlt z.B. ein Teil vom Dach, weil es gar zu fest gewindet hat oder ist zu wenig Moos auf dem Zwergenhäuschenboden, so richten wir es geschwind. Manchmal legen wir auch ein Nüsslein aus der Hosentasche oder ein Stück Vesperbrot vor den Eingang. Bestimmt mögen sie auch Apfelschnitze.....

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Bienenwachskneten - plastizieren mit Bienenwachs
Das Plastizieren mit Bienenwachs kenne ich aus unserem Waldorfkindergarten und vor allem auch aus meiner schönen Zeit am Waldorfkindergartenseminar. Ich empfinde es als eine Bereicherung für unsere Sinne.
Im Waldorfkindergartenseminar haben wir nicht nur mit Bienenwachs, sondern auch mit Ton plastiziert. Beim Plastizieren mit Kindern geht es mir nicht in erster Linie darum, die Kinder mit dem warmen Wachs etwas darstellen zu lassen - das kommt für mich erst an zweiter Stelle. Das Wahrnehmen selbst, fühlen, berühren, freies formen, riechen usw. des kostbaren Bienenwachses selbst ist schon eine Bereicherung und Wohltat zugleich - der besondere Duft des Wachses, das, was die Hände spüren dürfen, die angenehme Wärme, das gemeinsame Tun, die Stille, die Besinnung....allein wegen diesen Dingen ist das Plastizieren mti Bienenwachs eine Kostbarkeit für den Menschen jeden Alters. Wenn ich mit meinen Kindern plastiziere, dann spüre ich das ganz deutlich. Es sind ganz ruhige Momente, man kann zwischenzeitlich auch in sich gehen, seine Gedanken schweifen lassen, loslassen...und sich mitunter natürlich auch mit dem Verbinden, was man in seinen Händen hält udn entstehen lassen möchte, weich und warm. Ich persönlich habe immer das Bedürfnis, weiche und rundliche Formen zu gestalten. Den Kindern tut es gut, gemeinsam mit uns Mamas/Eltern zu plastizieren. Meine Kinder genießen diese Momente, wenn wir zusammen am Tisch sitzen mit einem brennenden Kerzchen, meist stillschweigend, manchmal auch mit kleinen Gesprächen. Oft sind die Kinder aber so mit sich und dem Bienenwachs beschäftigt, dass sie mucksmäuschenstill formen.
Gerade in der kalten Jahreszeit sehe ich das Bienenwachskneten auch als eine Wohltat für die Hände an, wenn man z.B. von einem Spaziergang draußen aus der Kälte zurückkehrt oder auch wenn ruhelos wirkende Kinder zu sich selbst finden wollen oder sollen. Bienenwachskneten regt nicht nur die Kreativität, den Tast- und Geruchsinn an, es hat denke ich einen sehr beruhigende, ausgleichende, ja auch therapeutische Wirkungskraft, auch für uns selbst.

Ich möchte keinesfalls handelsübliche Knete oder "einfaches" Wachs verwenden, sondern echtes Bienenwachs. Ich habe es von einem Imker bekommen, es lohnt sich in der Umgebung nachzufragen - Imker gibt es überall.
Bienenwachs hat einen ganz besonderen Duft und auch einen wunderschönen Farbton. Das ist mit einer der feinen Unterschiede zur handelsüblichen Knete. Dadurch, dass Bienenwachs diesen sanften, gänzlich natürlichen Farbton hat und auch den Dingen, die wir formen diesen verleihen, werden die Phantasiekräfte der Kinder angeregt. Nicht immer muss alles bunt und schrill sein.

mein Rezept für Knetbienenwachs:

entweder man verwendet reines Bienenwachs oder aber man vermischt es mit ein wenig Wollwachs (und bei Bedarf mit etwas Olivenöl oder Jojobaöl). Ich habe auf rund 1 kg Bienenwachs ca. 70 g Wollwachs gegeben (gibt es in der Apotheke als "Adeps Lanae". Bitte kein Lanolin kaufen, das ist häufig mit Paraffin vermischt) und 3 Eßl. Olivenöl oder Jojobaöl (Jojobaöl ist eigentlich ein Wachs) - Öl muss aber nicht sein - ist meine persönliche "Erfindung". Das Wachs wird mit Wollwachs (und Olivenöl/Jojobaöl) ein wenig weicher und geschmeidiger und auch etwas länger formbar. Reines Bienenwachs ist sehr, sehr hart (wird aber durch Erwärmen auch gut formbar). Aber selbst nach meinem Rezept ist das Wachs lange nicht so weich wie handelsübliche Knete!!!
Man braucht natürlich nicht immer 1 kg Bienenwachs (bei uns lohnt sich das) - es ist eine recht große Menge. 500 g würden sicher auch genügen - alle Mengenangaben also ungefähr halbieren oder wie gesagt einfach reines Bienenwachs verwenden.

Ich schmelze das Bienenwachs in einem geeigneten Gefäß (emailierter, alter Topf o.ö.) und gebe nach dem vollständigen Verflüssigen das Wollwachs zu. Dieses schmilzt dann ebenso in der Wärme des Bienenwachses. Entweder man schmilzt alles im Backofen bei ca. 60-70 °C (Bienenwachs beginnt bei ca. 60°C zu schmelzen) - das dauert aber sehr lange, oder aber direkt auf dem Herd (das geht schneller), bitte jedoch nicht zu heiß und IMMER dabei bleiben - NIEMALS Kinder unbeaufsichtigt dort lassen (heißes, geschmolzenes Wachs ist unglaublich gefährlich)!!!!!!!
Zum Schluss gebe ich das Olivenöl zu (wie gesagt, man muss es nicht unbedingt zufügen). Andere Öle bitte nicht verwenden, diese werden zu schnell ranzig.
Nachdem alles gut miteinander verrührt wurde lasse ich den Topfinhalt langsam abkühlen und häufle dann auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech die Wachsmischung. das sieht anfangs sehr bröckelig und krümelig aus, es ist alles andere als eine homogene Masse. Diese Masse muss man gut abkühlen lassen, bevor man die Häuflein mit beiden Händen zu festen und glatten Kugeln formt. Achtung - außen fühlt es sich recht bald schon angenehm warm an, aber in der Mitte kann es noch sehr, sehr heiß sein. Ich lasse das daher nie meine Kinder machen. Es ist von Vorteil, wenn man seine Hände vor dem formen mit etwas Öl einreibt, so klebt das Wachs weniger an den Händen - siehe auch Beschreibung weiter unten.
Sind alle Häuflein zu festen und glatten Kugeln geformt, so lege ich sie in eien dichte Frischhaltebox, wo sie gut aufbewahrt sind, wenn nicht gerade plastiziert wird.

Plastizieren mit Kindern:
bevor man mit Bienenwachs plastieren kann, muss man es für eien gewisse Zeit (bitte selbst abspüren) erwärmen, damit es weich und formbar wird. Ich gebe die kinderhandgerechten Wachskugeln auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech bei ca. 50 °C in den Backofen. Man merkt, wann sie gebrauchsfertig sind.

Das Plastizieren mit Bienenwachs ist ein sehr feines und besonderes Ritual, was wiederum auch in sich selbst eigene Rituale verbirgt. Ich erzähle Dir gerne im Folgenden davon:
Die Stimmung beim Plastizieren ist mir sehr wichtig. Die Hände sollen sauber sein, wir waschen uns daher immer zu Beginn die Hände. Ich stelle eine Kerze auf den Tisch, sie ist immer aus Bienenwachs und schenkt uns ein schönes Licht, während wir mit unseren Händen formen. Auf jedem Platz liegt ein nicht zu kleines Holzbrettchen, auf dem die Kinder kneten und gestalten können, sowie ein Goldschüsselein mit dem Goldtröpfchenöl (z.B. Lavendelduft, im Sommer Zitrone...)
Ein sinnliches und wohlig einstimmendes Ritual ist, dass wir nach dem Händewaschen ein Goldtröpfchen verteilen (siehe dazu auch im Jahresreigen/Januar). Das hat nicht nur den Sinn, dass das Wachs beim Formen weniger an den Händen kleben bleibt (ohne Öl würde ich das nicht empfehlen), sondern auch den, dass nun bewusst Ruhe einkehrt, dass wir unsere Hände spüren, sie wärmen und bereit machen für das Plastizieren. Im Kindergarten wird bei uns dazu ein kleines "Sprüchlein" gesprochen, was Maris auch zu Hause gere hören möchte. Die Kinder halten ihre Hände zum Schüsselchen geformt hin zu dem, der das Goldtröpfle verteilt (meist bin ich das), der gibt in jede Handfläche ein großzügiges Öltröpfle und sagt "Elleri, Selleri " - und zum Schluß "Knüll " * - dabei gibt es ein zusätzliches kleines und auch ein wenig schelmisches Goldtröpfle auf die Nasenspitze....jedes Kind hat dabei ein freudiges Lächeln im Gesicht....
Nun geht es los mit dem eigentlichen Plastizieren. Jeder bekommt eine Kugel auf sein Holzbrettchen (die restlichen Kugeln, die noch nicht benötigt werden, liegen währenddessen im Backofen). Ich lasse den Kindern immer ganz freie Hand dabei, jeder formt das, was er mag. Kinder lassen sich aber gerne von uns Großen oder von Geschwistern anregen. Wenn ich ein Häschen forme, dann formen meine Kinder meist auch ein Häschen und dann angeregt durch die Idee ein Igelchen oder eine Schnecke....
Man kann jedoch beobachten, dass kleinere Kinder das Bienenwachs gerne einfach flach auf das Holzbrettchen "kleben", ganz unabhängig von Vorstellungen, wie wir sie haben. Manche Kinder "sehen" dann erst nach Volledung ihrer Werkes, was es denn sein könnte. Erst nach und nach formen sie "Dinge", bzw. überlegen sich, was sie formen möchten.
Schön kann es sein, wenn man während dem Formen leise ein Liedchen singt oder summt - man muss einfach selbst erspüren, was gerade passt und stimmig ist.
Das, was die Kinder formen, bleibt ein paar Tage auf den Brettchen liegen/stehen und erhärtet schon bald. Zu lange sollte man allerdings die plastizierten Dinge nicht stehen lassen, da sie sonst Staub sammeln und dieser kleben bleibt (in der Frishchaltebox ist das Bienenwachs davor gut geschützt). Wir stellen das Brettchen auf ein Regal oder auch mal auf den Jahreszeitentisch (wenn es passt).
Beim nächsten Mal, zeitig bevor wieder plastiziert wird, werden die geformten Dinge wieder in Kugeln verwandelt und gerollt und in den Backofen gelegt, damit Neues entstehen kann.....

* Elleri, Selleri - das ist eigentlich ein Abzählreim, der hier einfach gekürzt gesprochen wird. Eigentlich geht er (ungefähr) so:

Elleri, selleri,
sipperi, sapperi,
rippeli rappeli - knüll.

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winterliche Streicheleinheiten

Rituale sind mir sehr wichtig und ausgesprochene Herzensangelegenheiten. Wir pflegen unsere Rituale, die sich im Laife der Zeit ergeben und versuchen hierbei gerne auch unsere Sinne miteinzubeziehen. Unser größtes Sinnesorgan ist die Haut und wie oft nehmen wir sie nicht einmal bewusst wahr? Meist spüren wir unsere Haut nur dann, wenn wir uns verletzt haben, wenn wir uns reinigen oder der Wollpulli kratzt (alles ja eher unangenehm oder mit Pflicht verbunden). Aber wie schön sind doch Streicheleinheiten für uns alle.... Kinder lieben Streicheleinheiten sehr, aber auch große Leut`.
Körperkontakt ist etwas Wunderschönes finde ich. Wir sollten ihn täglich mit Wonne genießen und uns viele, viele Gedanken dazu machen, wir wir diesen so oft wie möglich ganz bewusst und auf liebevolle Weise herstellen können. Indem wir uns berühren zeigen wir dem anderen, dass wir ihn lieb haben und wir ihm Zeit schenken - heute eines der kostbarsten Geschenke, die wir einem anderen Menschen machen können. Wie schön es gerade für Kinder ist, am Abend in den Schlaf gestreichelt zu werden, das muss ich wohl kaum la-le-luerklären. Maris ist unser Vorzeige-Beispiel dafür, er schläft regelmäßig beim Balsamieren ein.....Gibt es einen schöneren Tagesabschluss, ein feineres Abendritual?
Ich erzähle von unseren balsamischen Streicheleinheiten in meinem Jahresreigen im Monat November, weil er irgendwie ein Monat für mich ist, in dem ich denke, wir Menschen ziehen uns wieder mehr und mehr zurück, zurück ins ins Häusliche, aber auch in unser Inneres...Diese herbstlich-winterliche Stimmung weckt in mir immer das dringende Gefühl nach Wärme, Geborgenheit...intensiven Streicheleinheiten. Natürlich ist das ganze Jahr über Zeit für diese Momente, aber gewisse Rituale verstärken sich zu manchen Zeiten - so, wie viel öfters in der dunklen Jahreszeit auf dem Tisch ein Kerzlein brennt....
Im Sommer ist eher das wässrige Element beheimatet, nun aber wird es bei uns zunehmend konzentrierter, balsamischer, duftender, sinnlicher.....
Ich mag es, meinen Kindern (oder meinem Mann) mit einem Öl, viel lieber jedoch mit einem feinen, zarten Balsam über die Haut zu streicheln, dazu ein Abendliedchen zu singen oder es leise zu summen oder unsere Streicheleinheiten mit einem passenden Sprüchlein zu begleiten. Im Jahresreigen/Februar habe ich auch schon von diesem Ritual berichtet ("Rütteldi-bück").
Nun in der Erkältungszeit mögen wir gerne Balsame, die nach nach Kräutern duften, Husten und ein Schnupfennäschen nicht nur zur Abendzeit ein wenig lindern (Thymian, Zirbelkiefer, Myrte, Cajeput...) oder allgemein etwas Wärmendes und Einhüllendes wie Vanille, Lavendel, Benzoe....War der Tag allzu anstrengend, vielleicht sogar etwas traurig, so hilft manchmal ein orangefarbener und sonniger Mandarinenduft (Mandarine rot - ein richtiger Kinderduft) ein wenig fröhlicher in den Schlaf zu finden...
Früher verwendeten wir am Liebsten WELEDA-Öle oder auch solche von Wala (Lavendelöl, Calendulaöl, Rosenöl....). Irgendwann spürte ich jedoch, dass ein Balsam den Ölen gegenüber einige Vorteile hat - zum einen fließt ein festerer Balsam nicht so schnell von der Hand, in die man das Öl meist gibt, denn auch meine Kinder streicheln gerne die Elfentraum-Balsam Haut der anderen Familienmitglieder, sei es die der Geschwister oder die von Mama und Papa. Aber auch gefühlsmäßig mag ich zarte Balsame gerade für unsere winterlichen Streicheleinheiten sehr gerne - allein das Wort stimmt einem ganz weich und friedlich, ist es nicht so? Balsame fühlen sich so weich und zart an und ich habe beim ruhigen liebevollen Einreiben das Gefühl, es unterstützt den Körperkontakt auf besonders innige Weise. In der warmen Jahreszeit mögen wir sicherlich nicht unbedingt diesen öligen, wenn auch angenehmen Film auf der Haut, aber in der Herbst- und Winterzeit schenkt uns ein solch duftender Balsam genau das, was unsere Haut, unser Körper und auch unsere Seele braucht....Es fühlt sich an, als ob jemand sanft einen warmen Mantel um uns herum legt und uns voller Liebe einhüllt.
Mein Tipp: es gibt von der Firma Tautropfen ein wunderschönes Rosenbalsam - kennst Du das? Ich kann es sehr empfehlen, es ist ganz natürlich hergestellt und duftet unsagbar fein nach Rosen.....(es gibt weitere Balsame, die ebenso sehr empfehlenswert sind)


Du weißt sicher, dass ich am Liebsten alles selbst machen möchte und mich freue, wenn meine Kinder daran Teil haben. So habe ich versucht auf ähnliche Weise wie die Firma Tautropfen aus ganz natürlichen Zutaten ganz verschiedene Balsame für all unsere liebevollen Streicheleinheiten herzustellen. An meinen Balsamkreierundrührtagen duftet es daher vor allem in unserer Küche wie in einem Kräutergärtchen....Ich achte darauf, dass der größte Teil der Zutaten aus kontrolliert biologischem Anbau stammt (vor allem die unbedingt kalt gepressten Öle). Nun stehen bei uns viele, viele kleine Tiegel und Gläschen, die ganz verschiedene Öle & Düfte in sich verbergen, je nach Vorlieben unserer Kinder und je nach persönlichem Bedarf.
All unsere Balsame werden u.a.. mit Mandelöl und/oder Olivenöl, Sheabutter, Jojobaöl, Aprikosenkernöl...Bienenwachs, reinem Wollwachs und vers. äth. Duftmischungen gerührt. Jedes dieser Balsame wird sorgsam und sauber in ein Gläschen abgefüllt und bekommt neben einem hübschen Namen auch ein passendes und schönes Etikett, damit auch die Kinder schnell zu "ihrem" Lieblings-Balsam greifen können, wenn sie sich danach sehnen....es gibt u.a. den Elfentraum-Balsam (duftet u.a. nach Mandarine, Benzoe, Ylang-Ylang...), la-le-lu (duftet u.a. nach Jasmin, echter Melisse, Vanille...), unser Hüsterle-Balsam für die Kleinen (duftet u.a. nach Lavendel, Ravensara,Thymian...), den Winter-Balsam für die Großen (duftet u.a. nach Myrthe, Niaoli, Ysop...), Mandarinenschäfle (hier ist recht viel Wollfett drin und es riecht wirklich fein nach Mandarine aber und auch ordentlich nach Schäfle), das Röslein-Balsam (mit echtem kostbaren bulgarischem oder türkischem Rosenöl auch eine Kostbarkeit für jedes Gesichtlein und ein wahrer Seelentröster).....
Vielleicht magst Du ja auch gerne mal den Unterschied von Balsamen und Ölen versuchen? Ich finde dieses Körpergefühl wirklich sehr schön und für die kommende Jahreszeit sehr angenehm.
Manchmal verschenke ich meine Balsame an mir liebe Menschen, vor allem wenn ich weiß, sie können dieses feine Geschenk auch schätzen....wer weiß, vielleicht gibt es meinen Hüsterle-Balsam, den Elfentraum-Balsam, la-le-lu, das Mandarinenschäfle, das Röslein-Balsam und andere auch mal hier bei mir oder auch auf unseren Bazarständen im Waldorfkindergarten, bzw. in unserer Waldorfschule.
Aber es gibt ja wie gesagt z.B. die Firma Tautropfen, die mit ihren Balsamen so schöne Sinneserlebnisse auch möglich machen kann und zudem unterschiedliche Balsame von Frau Stadelmann (siehe meine Weblinks), die auch nciht gar so teuer sind und dazu ganz. ganz fein. Vor allem für die Erkältungszeit findest Du hier Balsame mit Kräuterduft (z.B. Thymian-Myrthe-Balsam), genau das richtige in der Winterszeit. Du kannst sie entweder in Deiner Apotheke bestellen (unsere Apotheke bietet diesen Service an, ohne Versandkosten) oder Du bestellst direkt in der Kemptener Apotheke - sie liefern per Post


(P.S. einige Etiketten für meine Balsame habe ich mit gemalten Bildern meiner Kinder geschmückt, andere mit solchen von anderen Künstlern. Ich darf die hier abgebildeten Beispiele la-le-lu-Balsam und den Elfentraum -Balsam mit freundlicher Genehmigung von Herrn Eckehard Waldow veröffentlichen (herzlichen Dank nochmal :o).
Wunderschöne Kunstdrucke in groß für die Wand oder allerliebste Kunstkarten und mehr gibt es bei ihm zu finden: www.waldowverlag.de - grüße ihn doch von mir, wenn Du über mich bei ihm gelandet bist, so freut er sich hoffentlich über meine Empfehlung

 

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Vogelfutter selbst zubereiten
Im November stecken wir so richtig im Spätherbst, der Winter naht mit großen Schritten und es wird allmählich Zeit, sich auf diesen vorzubereiten. Die vergangenen Wochen und Monate haben die Menschen viel Zeit damit verbracht, allerlei Früchte zu ernten. Es werden Kartoffeln, Möhren, Äpfel usw. eingelagert, und viele Früchte eingemacht, sodass diese auf andere Weise den Winter überdauern. Mit leckerer Marmelade z.B. schmecken wir auch in der kalten Jahreszeit die Früchte des Sommers auf unserem Frühstücksbrot. Wir dürfen den Bauern sehr dankbar sein für all ihre Mühen - ohne ihre fleißige Arbeit erginge es uns weniger gut. Viele Kinder bekommen heutzutage recht wenig davon mit - man kann ja alles das ganze Jahr über im Laden kaufen und kaum ein Kind kommt noch selbst in den Genuss von ernten.
Im Kleinen kann man den Kindern jedoch manche Dinge sehr anschaulich und wertschätzend nahebringen, was es bedeutet zu ernten und wofür man diese Mühen auf sich nimmt. Zum einen kann man natürlich, sofern es möglich ist, im Herbst (September, Oktober...) selbst bei der Ernte mithelfen, z.B. mit den Kindern Äpfel, Zwetschgen, Beeren usw. sammeln und das Obst als Vorrat zu Marmelade kochen o.ä.
Ich für mich fand die Idee für Kinder wie Erwachsene gleichermaßen sehr schön und eindrücklich, nicht nur für uns selbst, sondern auch für die Tiere zu vorzusorgen, z.B. unserer Vogelwelt Gutes zu tun, indem wir Winterfutter für sie vielleicht auch über einige Wochen hinweg (September, Oktober...) z.T. selbst sammeln und dann einen kleinen Vorrat an Futter mit den Kindern zusammen "kochen" für die Zeit, in der dann Schnee die Erde bedecken wird und die Vögel, die bei uns geblieben sind, nur noch wenig Futter finden können. Wie bereits im Monat Oktober beschrieben, können die Kinder mit uns auf Spaziergängen allerlei Futter finden, das nach dem Trocknen nun noch mit Fett gemischt und gekocht wird und somit gut haltbar sein wird.
In manchen Gegenden benötigt man die Futterglocke bereits im Dezember. Der Monat November ist ein guter Zeitpunkt, um das Futter zu richten, denn im darauffolgenden Monat hat man meist andere Dinge zu tun - die Adventszeit bleibt dem Plätzchen backen, Sterne falten und Geschenke machen vorbehalten. Am Liebsten versuche ich also, das gesammelte Vogelfutter im November zu kochen.

Futterglocke:
Man nimmt dazu die über die vergangenen Monate (oder auch jetzt noch auffindbaren Beerenreste usw.) gesammelten und gertockneten Früchte wie Mais, Nüsse, verschiedene Beeren usw. und zerkleinert, was nötig (z.B. Mais etwas mahlen, bzw. mit Steinen zerdrücken). Alle Früchte kommen dann zusammengemischt in eine große Schale. Hat man nicht gar so viel, so freuen sich viele Vögel über zusätzliche beigemischte Haferflocken. In einem großen Topf erwärmt man langsam Fett (Pflanzenfett, z.B. Kokosfett - KEIN Öl). Sobald es flüssig ist gibt man das gemischte Futter dazu. Es sollte so beschaffen sein, dass die Mischung gerade mal etwas mit Fett getränkt ist, die Masse also eher fest als flüssig ist. Das Ganze lässt man dann kurz recht heiß durchprasseln. Damit erreicht man, dass das Futter nicht schimmelt. Aber bitte immer sehr vorsichtig mit dem heißen Fett!!!!!! Kinder nie alleine am Herd stehen lassen.
Die ganze Masse geben wir dann (etwas abgekühlt) in Tontöpfe/Blumentöpfe (bitte etwas unterstellen, durch das Loch tropt Fett!). Die Töpfe werden zuvor mit einem verästelten Zweig versehen, damit sich die Vögel später von unten daran festhalten können, während sie futtern. Dazu schiebt man von unten/innen den nicht zu kurzen Zweig durch das obere kleine Loch im Topf (sodass die Verästelung nach unten hängt). Durch die Äste rutscht der Zweig nicht durch das Loch nach oben, sondern verankert sich förmlich. Zusätzlich kann man oberhalb des Topfes noch ein Anflugholz quer befestigen (gut mit Draht festbinden), dazu eine Schlaufe mit einer Schnur anbringen, damit man die Futterglocke an einem Baum, der Schaukel im Garten, am Balkon o.ä. aufhängen kann. Auf dem Bild rechts siehst Du meinen Sohn Maris mit seiner Futterglocke vom vorigen Jahr. Wir haben das Vogelfutter mit den Kindern in der Naturgruppe des Kindergartens draußen auf dem offenen Feuer gekocht, das war beosnders schön und eindrücklich.
Die Futterglocken werden dann so lange im kühlen Keller o.ä. aufbewahrt, bis Schnee den Boden bedeckt - zuvor finden die Vögel noch selbst Futter.

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Laternelaufen

November ist Laternenzeit. Das Fest des Heiligen St. Martin ist nach mit dem Michaelifest am 29. September das 2. von 3 Festen, das uns langsam auf Weihnachten vorbereitet. Zu Ehren St. Martins tragen wir um den 11. November herum unsere Lichter durch die Dunkelheit und singen dazu Laternenlieder.
Wir warten immer erst das Laternenfest unseres Waldorfkindergartens ab, bevor wir auch selbst abends mit unseren Laternchen spazierengehen.
In den Wochen zuvor malen die Kinder im Waldorfkindergarten ihre Aquarellbilder in den Farben der Natur, die in dieser Zeit vorherrschen: gelb-orange-rot. Aus einem dieser Aquarelle werden dann Jahr für Jahr die Laternen gemacht. Meist machen dies die Eltern geimeinsam an einem Elternabend - es ist immer auch schön für die Eltern, sich hier vorbereitend zu beteiligen. Man stimmt sich dabei selbst auf schöne Weise ein. Am Ende streichen die Kinder dann die fertigen Laternen mit Öl ein und bekommen sie dann mit nach Hause. Am Martinsfest sammeln sich dann alle Kinder und Eltern und Geschwister und Kindergärtnerinnen im Wald, in dem es von Minute zu Minute immer dunkler wird.
Die Kinder gehen dann zusammen mit ihren Kindergärtnerinnen durch den nun finsteren Wald und erhellen diesen mit ihren orangefarbenen Lichtlein. Wenn die Kinder dann aus dem Wald herauskommen, stehen wir Eltern am Ende des Weges Spalier und begleiten den Laternenzug mit Martinsiedern noch ein wenig gemeinsam, bevor sich alle auf einer Lichtung im Kreis sammeln. Hier singen alle noch einmal gemeinsam und staunen über den hellen Lichterschein um sich herum. Einige Erwachsene gehen dann reihum mit Weidenkörben, in denen viele, viele Martinshörnchen liegen. Sie werden an die Kinder im Kreis verteilt. Symbolisch entzweit ein Kind sein Hörnchen und gibt eine Hälfe dem Nachbarskind ab.
Sehr beeindruckend ist für mich immer wieder, auch nach nun 10 Jahren als Waldorfmutter, wenn in so großer Vielzahl beinahe ausschließlich diese typischen orangenen Laternchen in der Finsternis zu sehen sind. Es sieht einfach wunderschön aus, unbeschreiblich.
Nach diesem Abend gehen wir dann auch an anderen Abenden mit unseren Kindern und Laternen die Felder entlang durch die Nacht.
Dieses Jahr kam an unserem Haus ein kleiner Laternenumzug vorbei, über den ich mich sehr gefreut habe. Ich stand gerade im Garten mit meinem Laternenmädchen, um es in der Dunkelheit zu fotografieren, als ich Musik in der Ferne hörte. Die Musik wurde lauter und kam näher. Als die kleine Schar bei uns am Haus angelangt war, sah und hörte ich, wie ein Opa einige Kinder und deren Eltern anführte mit seinem Akkordeon vor der Brust. Er spielte mit seinem Instrument, die Kinder und Eltern sagen dazu und das war einfach schön....

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Bastelanleitung Tischlaterne:

folgt

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Socken zocken

Sicher verschwinden bei Euch, wie auch bei uns und allüberall auf der Welt immer einzelne Socken nach der Wäsche oder anderswie. Seltsam...von gefühlten hunderten und aberhunderten von Socken fehlt doch meist das passende Gegenstück. Ich dachte immer, unsere Waschmaschine sei verhext und behält immer mal wieder einzelne Socken. Nun haben wir aber seit einigen Wochen eine neue Waschmaschine und auch jetzt hat sich an unserer Sockenproblematik nichts verändert. Kaufe ich jedem einige Paare neue Socken, so fehlen innerhalb kürzester Zeit wieder einzelne davon. Es fehlen NIE beide Socken, immer nur einer!!!!!
Irgendwann habe ich damit begonnen, die einzelnen Socken in einem Korb zu sammeln. Alle Socken, die keinen "Partner" haben landen hier nach der Wäsche und der Korb füllt und füllt und füllt sich täglich mehr, bis.....
...wir Socken zocken.

Dieses Brunnmeiersche Ritual packe ich nun zwar in den Jahresreigen/November, natürlich ist es aber für das ganze Jahr über gedacht. Zur Winterszeit aber brauchen wir neben dem normalen Strümpfen auch wieder viele, viele dicke und warme Stricksocken, die uns meine Oma über Jahre hinweg liebevoll gestrickt hat. Zu dieser Jahreszeit sind bei uns also noch mehr Socken im Umlauf als sonst, daher ist dieses Socken-Ritual nun also hier zu finden.

Eigentlich ist "Socken zocken" ein Spiel von HABA (ein schönes Spiel, das ich sehr gerne mag und Euch wirklich empfehlen kann) - wir spielen das seit langer Zeit nun aber auch auf unsere eigene Weise mit großem Erfolg.
Wenn unser Sockensammelkorb voll ist wird der ganze kunterbunte Inhalt auf dem Teppich gekippt. Alle Socken-Zocker (je mehr, desto besser) sitzen um den Sockenhaufen herum und jeder muss nun versuchen, so viele zueinander passende Sockenpaare wie nur möglich zu finden. Mit der Zeit ist es nämlich so, dass tatsächlich der ein oder andere verloren geglaubte Socken im Sockensammelkorb wieder auftaucht...Man glaubt es kaum, wie viele zueinandergefundene Sockenpaare bald schon wieder in den Schubladen liegen (ohne dass man schon wieder neue kauft), Socken zocken lohnt sich also (man muss seltener Socken nachkaufen) und macht Spaß! Früher saß ich oftmals alleine auf dem Boden und habe gelangweilt Paare zusammengesucht...
Es gibt auch eine schwieriger Variante für die Großen und Genauhinschauer:
vor allem unsere beiden Männer (mein Mann und Maxim) tragen gerne schwarze Socken - natürlich sehen dennoch nicht alle gleich aus, ich werde immer fast verrückt, wenn ich schwarze Sockenpaare zusammensuchen soll - einerseits sehen sie erst mal alle gleich aus, aber sie sind es nicht:
die einen sind lang, die anderen kurz, die einen haben einen gerippten Bund, die anderen einen glatten, die einen sind aus Baumwolle, die anderen aus Schafwolle, bei den einen steht vorne Montag, Dienstag, Mittwoch...drauf, bei den anderen unten die Schuhgröße. Es gibt welche mit einem Blaustich, andere sind gräulich-meliert, es gibt kleine und größere, weiche und etwas kratzige, welche mit und welche ohne Löcher ;o)
Es ist zum verrückt werden, wenn man vor einem solchen Haufen schwarzer Socken sitzt und es ist eine Herausforderung damit Socken zocken zu spielen - nix für Ungeduldige - das ist was für Genauhinschauer und eine kniffelige Angelegenheit!
Ja, so geht bei uns das Socken zusammensuchen, vielleicht gefällt Euch unser Sockenspiel ja auch?
Man kann als Motivation am Ende des Spiels hin und wieder ja mal Gummibärchen oder ähnliches als Siegerprämie verteilen - der erste Preis sind 5 Gummibärchen, der zweite 4, der dritte 3....anregend ist es vielleicht auch, wenn man das Spiel von Haba hat und auch das manchmal zusammen spielt. Da sind auch garantiert keine schwarzen Socken dabei, nur lustig bunte.

Nun aber der wahrhaftige Grund, weshalb immer und allüberall nur einzelne Socken verschwinden:

Überall auf der ganzen weiten Welt genügt es, ein Paar Strümpfe zu waschen, und schon verschwindet einer davon - aber immer nur einer! Und wenn man es genauer betrachtet, dann kommt es vor allem im Winter zu diesen Verlusten und es sind natürlich immer die Lieblingssocken, die wärmsten, die schönsten, die geringelten, die selbst gestrickten, die ohne Löcher, die geblümten, die glitzernden...von denen immer nur einer übrigbleibt.
Der Grund dafür ist, dass es die Hauszwerglein beim Schlafen gerne kuschelig und gemütlich und bunt und schön haben und dass diese kleinen Leihgaben für sie ein feines, wollenes Bett darstellen. Aber warum nehmen die kleinen Gesellen denn nur einen Socken mit und nicht einfach gleich beide? Natürlich, damit sie ihr Bettlein nicht mit dem eines anderen Zwergleins verwechseln!
Und so verwundert es nicht, dass die fehlenden Socken manchmal erst nach Wochen, Monaten oder gar Jahren wieder auftauchen - nämlich eben dann, wenn eure Hauszwerge Lust haben, ihr Bettzeug mal wieder zu wechseln, oder wenn sie in ein anderes Haus umziehen...dann findet ihr vielleicht eines schönen Tages eine Socke...

Ein guter Tipp: Um herauszufinden, wie viele Hauszwerge bei euch wohnen, zählt einfach all die Socken, die euch fehlen!

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Rezepte im November

NEU: Mandel-Honig mit Vanille

kürzlich habe ich von meiner Schwester einen ganz feinen Honig geschenkt bekommen - eine Mischung aus Honig, Nüssen und Zimt...und da fiel mir wieder ein, dass ich doch sowas ähnliches auch mal zusammengerührt habe.
Nüsse oder Mandeln und Honig - das passt ja nun so richtig in diese Zeit hinein. Versucht mal mein folgendes Rezept:

ich mische einen wirklich guten, feinen und milden Honig (z.B. Kleehonig o.ä.) mit weißem (sehr mild und besonders fein) oder braunem Mandelmus (gibt es beides im Bioladen oder auch in Reformhäusern) - ca. halbe/halbe (ich persönlich mag es gerne, wenn etwas mehr Mandelmus drinnen ist) und gebe dazu noch eine ordentliche Prise echte Vanille (ohne Zucker, gibt es z.B. auch im Bioladen, ansonsten einfach eine Vanilleschote auskratzen).
Wer es lieber zimtlich mag, kann die Vanille durch Zimt ersetzen. Alles bitte gut vermischen und dann genießen - pur auf dem Löffel, wie ich ;o) oder auf ein Butterbrot, hmmm, ist das fein

Martinshörnchen
aus ca. 800 g hellem Mehl, 2 Eiern, ca. 3-5 Eßl. Akazienhonig, ca. 200 g Butter, 1 handvoll Rosinchen (falls die Kinder Rosinen mögen) und ca. 200 ml. lauwarmer Milch einen Hefeteig bereiten. Nachdem der Teig gegangen ist (ca. 30 Minuten in der Wärme) mit den Kindern zusammen ganz einfache Hörnchen formen (möglichst gleich groß, ich bereite immer mehrere Kugeln vor, die sich die Kinder dann nehmen können). Die Hörnchen dann in den vorgeheizten Backofen geben und bei ca. 180-200 °C ca. 30 Minuzten backen (sie sollten hellbraun sein).
Am Ende (und nachdem sie ein wenig abgekühlt sind) bestreiche ich die Hörnchen mit einer Mischung aus warmer Milch und Honig.
Nach dem Abendessen am Martinstag kann man dann auch zu Hause die Hörnchen miteinander teilen. Sie schmecken aber auch nach dem Laternenlaufen sehr lecker :0)

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