aktualisiert am 31. Mai 2007
Neu: Rezept Holunderpfannkuchen

Mai

(Aquarell "Maienspaziergang", gemalt von Madeleine im Mai 2007)

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X

Bild der "Mai-Puppe" fehlt leider noch

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7 kecke Schnirkelschnecken
saßen einst auf ihrem Stecken
machten dort auf ihrem Sitze
kecke Schnirkelschneckenwitze
lachten alle so:
ho-ho-ho
doch vor lauter ho-ho-Lachen
Schnirkeschneckenwitze machen
fielen sie von ihrem Stecken
alle 7 Schnirkelschnecken
lagen alle da
ha-ha-ha



Kinder lieben solche kleinen Zungenbrecher wie diesen oben. Verse wie diese machen nicht nur Freude (am Sprechen), sie "färben" und formen die Sprache unserer Kinder. Ich versuche so oft wie möglich solche lustigen Sprüche mit den Kindern zu sprechen. Unsere Kleinen mögen es zum Beispiel gerne, wenn wir morgens im bad beim Anziehen, wenn sie noch etwas müde und verschlafen sind, solche lustigen Sachen sprechen. Madeleine klinkt sich dann gerne ein, denn sie hat nach wie vor große Freude an solchen Sprachspielen. Manchmal bringt sie ganz lustige Sachen aus der Schule mit nach Hause. Ich glaube, die muss ich auch mal hier aufschreiben....

Dieses Schnirkelschneckensprüchlein passt doch nun ganz prima zu unserem derzeitigen "Schneckenwetter". Nach vielen Wochen im April ohne Regen gießt es nun wie aus Kübeln. Ja, und die Schnecken, ob mit oder ohne Häuschen , sind schon "emsig" im Garten unterwegs....mehr dazu auch im Kindergärtchen-Tagebuch unten ;0)

Wenn ich nach draußen blicke, dann grünt und blüht es überall - der duftende Flieder verabschiedet sich schon wieder, dafür weht uns der manchmal noch etwas kühle Wind den feinen Duft der ersten Rosen um die Nase.
Die Akelei blüht neben dem Tränenden Herz und ist zum Teil sogar größer, als unser kleiner Maris. Ich mag Akelei so gerne, besonders in zartem rosé. Auch der Holunder neben dem Sandkasten zeigt schon unendlich viele Dolden, die er bald zum Blühen bringen wird. Was machen wir wohl dieses Jahr daraus? Holundergelee, Sirup, Limonade? Madeleine hat gestern erst zu mir gesagt, sie möchte unbedingt wieder Holunderpfannkuchen. Oh ja, das machen wir bestimmt......
Pfingstrosen öffnen ebenso schon die ersten großen Blütenköpfe, eine dieser schönen Maiblumen steht schon bei uns auf dem Esstisch und lässt uns erahnen, welches Fest wir bald feiern werden: Pfingsten - dazu später mehr.

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Schnitzen

Eigentlich wollte ich schon vor einiger Zeit mit den Kindern zusammen schnitzen. Der Frühling (auch der Sommer) ist die ideale Zeit, um mit Kindern zusammen zu schnitzen. Die Bäume haben wieder Saft in ihren Zweigen und Ästen, so hat man es nicht so schwer

Maris hat zu seinem 4. Geburtstag ein Kinderschnitzmesser geschenkt bekommen und mit den richtig scharfen Schnitzmessern, die ich zudem besorgt habe, können wir nun alle versuchen, aus verschiedenen Asthölzern schöne Dinge zu gestalten. Schnitzen ist eine schöne Beschäftigung (Maris sagt immer "schnitzeln"), die man gemeinsam (ganze Familie, Kindergeburtstag....) machen kann. Man sitzt da, schnitzt und hält dabei ein kleines Schwätzle - ich denke, das kann ein sehr wohligen Gefühl sein. Vielleicht am Abend noch mit einem Feuerchen ...
Die Hände werden beim Schnitzen gewiss mit der Zeit sehr geschickt und Ideen werden die Kinder von ganz alleine haben.

Da meine Hände sonst doch eher mit Stoffen und Wolle umgehen, ist das Schnitzen für mich recht neu. Letztes Jahr habe ich mit zweien meiner Kinder ein Weidenpfeifchen geschnitzt...
Ich denke aber, dass diese Tätigkeit allen meinen Kindern neue Erlebnisse schaffen wird und möchte ihnen diese nun so gerne etwas vermehrt ermöglichen.
Bei der Arbeit mit Kindern (zu Hause oder im Kindergarten) sollte man ja auch immer alle bedenken - nicht jedes Kind mag den Umgang mit Nadel und Faden, manchmal muss es eben auch mal eine etwas gröbere Arbeit sein, das sehe ich bei meinem großen Sohn. Gerade Jungen brauchen manchmal eine besondere Herausforderung.
Als ich meinen Kindern erzählt habe, dass ich mit ihnen schnitzen möchte, waren alle begeistert - die Jungen und auch die Mädchen. Messer haben auf ganz viele Kinder eine Anziehungskraft. Meine Vier freuen sich jedenfalls schon sehr auf den kreativen Umgang mit dem Messer.

Bevor ich jedoch mit meinen Kindern zu schnitzen beginne, wollte ich mich doch zuerst einmal selbst mit dem Schnitzmesser vertraut machen (WICHTIG!!!). Wie gesagt, Maris hat ein Kinderschnitzmesser geschenkt bekommen und kennt bisher den Umgang mit dem Messer nur beim Gemüse schneiden, Butterbrote schmieren und dergleichen. Maris` Schnitzmesser ist nicht ganz so scharf und hat vorne eine abgerundete Spitze. Für uns Große habe ich aus Schweden richtig scharfe und spitze Schnitzmesser bekommen (siehe auf dem Bild mit dem Vesperbrettchen).
Mit einem dieser scharfen Messer (ui, die sind wirklich ordentlich scharf) und einem dickeren Weidenast (ca. 3 cm) saß ich nun im Garten und überlegte, was ich nun als Neuling überhaupt damit anfangen konnte...
Immerhin weiß ich schon genau, was ich mit den Kindern schnitzen möchte. Da gibt es viele schöne und sinnvolle Ideen.
Ich habe dann als Probestück zuerst einen kleinen Zwerg für Maris Garten geschnitzt, Du siehst den kleinen Wicht oben auf dem Bild neben den Erdbeeren im Garten. Das Zwerglein war gar nicht so schwierig und ich denke, auch die Kinder werden das gut schaffen können. An einem Ende habe ich einfach eine Spitze geschnitzt - die Zipfelmütze. Das "Gesicht mit Bärtchen" habe ich etwas flach geschnitzt und am Ende bemalt. Hm - wenn jedes Kind einige solcher Zwerge schnitzt, dann könnte man daraus einen klitzekleinen süßen Gartenzaun für Maris` Gärtchen machen - ich glaube, das würde ihm sehr gefallen :0) Vielleicht um die Erdbeeren herum.....

Dann kam ein kleines Messerchen an die Reihe. Das soll Maris bekommen, wenn er aus dem Kindergarten nach Hause kommt.
Das Messer war schon etwas schwieriger für mich als Anfänger, Du siehst es auf den Bildern nebenan (eine gute Arbeit für die Großen?). Ich brauchte 2 Anläufe, bis es geklappt hat. Ebenfalls aus einem dickeren Weidenast habe ich zuerst einmal das eine Ende etwas abgerundet - das war noch nicht schwer und ich bekam Mut.
Das vordere (längere) Teil sollte dann flach geschnitzt werden und zudem vorne am anderen Ende etwas rundlich. Dabei muss man darauf achten, dass man zwar flach schnitzt, es jedoch trotzdem nicht zu dünn wird, sodass das Mark zu sehen ist (ein kleijn wenig ist es aber doch zu sehen). Wie gesagt, beim 2. Anlauf hat es ganz gut geklappt und ich hielt mein ersten geschnitzes Messer in den Händen.
Mit einem feinen Schleifpapier habe ich es zuletzt noch etwas geschliffen und mit Olivenöl eingerieben. Schön ist es geworden....ich habe es Maris auf den Tisch gelegt, zu seinem Vesperbrettchen, das er so gerne mag. Man kann das Messer prima als Schmiermesser gebrauchen. Maris freute sich wirklich sehr. Seine ersten Worte dazu waren: "Oh - für mich? Ein Messer wie Michel". Dann nahm er sein Messerchen und schob es in seine Gürtelschlaufe. Ganz stolz sah er mich an und ich freute mich so sehr über seine helle Freude. Wie schön, mit welchen Dingen man seine Kinder doch glücklich machen kann.
Maris suchte im Papiereimer nach Kartons und begann gleich selbst zu schnitzen - wie Michel in seinen Geschichten, wenn er wieder einen Streich angestellt hat. Maris hatte große Freude beim "schnitzen" des Kartons. Am Abend benutzte er sein Messerchen dann zufrieden als Buttermesser. Das hat prima geklappt. Bis auf die Rinde konnte er sein Brot sogar mühelos in kleine Teile schneiden.
Esd hat mir große Freude bereitet, bei Sonnenschein im Garten zu sitzen und mit dem Messer zu werkeln. Ich kann mir schon denken, dass ich mit meinen Kindern schöne Nachmittage oder Abende haben werde.

Ja, nun sind also die Kinder an der Reihe. Zuerst möchte ich die Zwerge schnitzen, dann andere Dinge, an denen sie denke ich Freude haben werden. Dazu werden wir die kommenden Tage erst einmal junges Astholz sammeln müssen - Weide, Holunder, Birke, Hasel....

Maris singt gerade so gerne das Lied vom Weidenpfeifchen, kennst Du das? "Hab`mir geschnitzt ein Weidenpfeiflein" (ein Hirtenlied aus Finnland).
Es ist wunderschön. Gewiss werden wir es auch beim Schnitzen zusammen singen und vielleicht auch wieder ein Weidenpfeifchen machen, wie schon im vorigen Jahr:

Hab mir geschnitzt ein Weidenpfeiflein,
nur ein kleines Weidenpfeiflein.
Hab mir geschnitzt ein Weidenpfeiflein,
nur ein kleines Weidenpfeiflein.
Hei, soreasti, koreasti, pilini, soipi,
nur ein kleines Weidenpfeiflein

(bald kommen die passenden Noten dazu)

"Schnitzeln" am 11. Mai 2007
heute wollte Maris wohl ganz alleine schnitzen - er hat sich sein Messerchen geholt und still und heimlich damit begonnen. Selbst wenn sein Messerchen abgerundet und nicht ganz so scharf ist, so ist es denoch ein Messer, das schneidet. Maris` Schnitzen nahm ein schnelles Ende, mein Söhnchen hat sich in seinen Daumen "geschnitzelt", wie er mir beichtete, als ich ihn still im Bad fand, wie er mit Wasser versuchte, die kleine aber schmerzende Wunde zu säubern, damit ich es nicht bemerke..... Erst als ich ihm half und ein Pflästerchen besorgte, fing er bitterlich an zu weinen und ließ sich in meine Arme fallen.
Ja, nun muss die Wunde heilen, dann versuchen wir es nochmal - dann aber wirklich gemeinsam, wie ich es den Kindern doch gesagt habe. So ist das eben - erstens kommt es anders... - ... und zweitens als man denkt. Das weiß nun auch Maris (weider einmal). Die Mama erfährt Heimlichkeiten doch fast immer und weiß einfach schon vorher....!

Schnitzen im Kindergarten am 15. Mai 2007
heute hatte ich eine wunderbare Gelegenheit zu beobachten, wie spontan sich die Kinder fürs Schnitzen begeistern können. Wie Du vielleicht weißt, arbeite ich jeden Dienstag ehrenamtlich in unserem Waldorfkindergarten auf dem Wilhelmshof (sehr großes Hofgelände mit heimelig eingerichtetem Bauwagen samt Jahreszeitentisch, Pferden, Schafen, Enten, Hühnern, Hunden, Gärtchen, Blumenwiese, Natur, Freiheit...). Auf dem "Willihof" sind die Schulkinder aller 3 Gruppen unseres Waldorfkindergartens und erleben in dieser märchenhaften Idylle mehr, als man es sich zu träumen wagen würde...
Heute lagen in einem Korb auf der Veranda unseres Bauwagens einige Holunderäste. Ich setzte mich auf unser Bänkle an dem langen Tisch und begann ein einfaches Pfeiflein zu schnitzen.
Tina setzte sich mit ihrer Gitarre daneben, wir sangen und freuten uns, dass immer mehr Kinder herbeikamen - angelockt von der Musik.
Es ergab sich ganz von selbst, dass alle Kinder schnitzen wollten - mit Schnitzmesser, Handbohrer, Zweigen und Stöcken saßen sie rund um den Tisch und waren ganz in ihre Tätigkeit versunken. Man half sich gegenseitig und staunte über so manche Schnitzkünste - was für ein schönes Gefühl - ein Pfeifchen nach dem anderen entstand, mal mit kunstvolle eingeschnitztem Muster, mal mit abgeschälter Rinde.
Nun galt es, sein Pfeiflein zu spielen, wie es im Hirtenlied so schön heißt, das wir nun zusammen sangen "Hab" mir geschnitzt ein Weidenpfeiflein..." (naja, es war eines aus Holunder, aber das spielte keine Rolle). Gar nicht so einfach ist das, dem Pfeiflein ein schönes Tönchen zu entlocken. Aber wenn man es mal raus hat, dann.....
Wir hätten noch lange, lange so weiter machen können, aber es wurde schon Zeit, nach Hause zu gehen - viel zu schnell wurde es Zeit....

Ich berichte gerne weiter.....

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Gänseblümchenhaarband

der Mai ist ein wunderschöner Monat - die Wiesen sind nun saftig grün, die Bäume tragen ihre zarten Blätter, der Himmel ist blau, die Sonne kitzelt unsere Nasen und streichelt mit ihrer wohligen Wärme bei Spaziergängen unseren Nacken.

Es ist so schön, mit Kindern in dieser Jahreszeit durch die Natur zu gehen und all das zu bewundern, was wir nun draußen entdecken. Magst Du es auch so gerne, barfuß auf einer Wiese zu laufen?
Weiße und roséfarbene Blüten zieren viele Bäumen, auch an Sträuchern und auf den Wiesen blüht es wunderschön.
Die liebsten Blümchen sind unseren Kindern noch immer die vielen Gänseblümchen, die wir beinahe überall finden können.

Ich erinnere mich sebst noch gut daran, dass ich als kleines Kind kaum an ihnen vorüber gehen konnte, ohne einige dieser zarten Blüten mitzunehmen, um sie meiner Oma zu schenken. Wie hübsch ist es doch, sie auf dem Tisch in einem kleinen Väschen zu sehen und so auch drinnen wenigstens einige Tage Freude an ihnen zu haben.

Meinen Kindern geht es wohl ähnlich wie mir früher (und heute noch). Es sind wunderschöne Kindheitserinnerungen, die man nicht missen möchte. Ein Glück, dass sie ebenso gerne wie ich damals Kränzchen aus Gänseblümchen binden. Madeleine und ihre kleine Schwester kommen nun oft aus der Schule nach Hause mit einem kleinen Gäsenblümchenband in der Hand, das sie mir dann um den Kopf legen - sie haben es auf dem Schulweg für mich gebunden. Auch wenn wir gemeinsam unterwegs sind, bekommt immer jemand einen schönen Haarschmuck geschenkt - das ist der Frühling.....Sogar auf dem Maiaquarell hat Madeleine diesen Brauch festgehalten - hast Du es schon angeschaut? Der Junge, ganz hinten in der Reihe, legt seiner Schwester eben ein Kränzchen um den Kopf....
Mit dem Fingernagel wird einfach ein kleines Loch in den Stängel eines Gänseblümchens gemacht und in dieses dann ein weiteres Gänseblümchen gesteckt....gibt es jemanden, der das noch nicht versucht hat? Dann wird es Zeit....Geschwind hinaus in den Garten oder auf zu einem Frühlingsspaziergang - auch Kinder freuen sich sehr, wenn sie von der Mama ein kleines Kränzchen gebunden bekommen....

P.S. da fällt mir noch etwas ein: mein Mann weiß, wie gerne ich Gänseblümchen mag. Sicher mag er sie genauso....wenn er den Rasen mäht, dann lässt er hier und da kleine "Inseln" aus Gänseblümchen stehen - das sieht wundersschön aus und freut unser aller Herz :0)

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das schöne Maiwetter lockt nach draußen und manchmal sogar ein wenig in die "nahe Ferne" - der 13. Mai 2007 in unserem Jahresreigen

Sehr, sehr gerne und eigentlich recht oft fahren wir mit der ganzen Familie an den Bodensee. Als Kind war ich regelmäßig dort, denn meine Oma wohnte in Konstanz - ich Affe stillt Äffchennannte sie auch "Konstanzer Oma". Herrliche Kindheitserinnerungen sind mir an diese schöne Zeit geblieben.
Seit mein Mann und ich beisammen sind und er von dieser, meiner "Bodensee-Liebe" weiß, fahren wir nun vor allem in der sonnigen Jahreszeit an den Bodensee und schenken uns und unseren Kindern weitere schöne Erinnerungen....
Von uns aus haben wir z.B. nach Überlingen eine Fahrzeit von ca. 2 Stunden. Diese nehmen wir gerne in Kauf, auch wenn wir oft nur für einen Tag "ausfliegen".
Mama udn Tochter machen sich schön - ein Blümchen für jeden ins HaarEin ziemlich fester Bodensee-Tag ist mein Geburtstag im Juli. Wenn es nicht gerade aus Kübeln schüttet, was selten der Fall ist, so sind wir meist am "Schwäbischen Meer" zu finden. Mein Mann schenkt mir diesen Tag seit vielen Jahren und wir entfliehen somit auch ein klein wenig dem Geburtstags-Stress zu Hause.

Als Familie kann man wirklich ganz, ganz viel erleben in dieser wunderschönen Umgebung - neben all den beschaulichen Städtchen gibt es die Insel Mainau mit dem großen Schmetterlingshaus, den Affenberg in Salem (von dem wir immer wieder lustige Erlebnisse mitnehmen), den Haustierhof Reutemühle, den Pfänder bei unseren Nachbarn in Österreich uvm.

Wenn wir nicht gerade vorhaben, die Mainau zu besuchen (dafür brauchen wir einen ganzen Tag), oder auf den Affenberg zu gehen, dann fahren wir die letzte Zeit am liebsten nach Überlingen. Dort gibt es ein Schwimmbad (Bodensee-Therme Überlingen) direkt am See gelegen mit einer tollen Saune (z.B. japanische Rosensauna :0)....dort beginnen wir gerne einen erlebnisreichen Bodenseetag.
Nachdem wir im Wasser einige Stunden Spaß und Entspannung hatten, spazieren wir gerne am Seeufer entlang und essen am Hafen von Überlingen eine leckere Pizza in der Greth, dem früheren Handels- und Kornhaus. Den Kindern gefällt es, nebenbei immer wieder Fähren und Segelboote vorüberziehen sehen zu können...
Anschließend holen wir uns schräg gegenüber ein feines Eis (hmmmmmm, Mango :0) und lassen den Tag gemütlich ausklingen.
Wenn es noch nicht gar so spät ist, dann fahren wir mit der Fähre nach Konstanz. Ja, und wenn nun nicht die lange Heimfahrt wäre.....Meist wird es aber so spät, dass die Kinder im Auto einfach einschlafen (und ich auch ;0)

Wo ich sehr, sehr gerne bin, das ist das NATURATA in Überlingen, gleich neben der Rengoldshauser Waldorfschule (www.naturata-gmbh.de). Allerdings sollte man nicht gerade an einem Wochenende dort sein, eher unter der Woche (Ferien?), sonst ist der Laden möglicherweise geschlossen und das wäre schade....das Naturata (Laden) hat etwas seltsame Öffnungszeiten (Samstags ist z.B. nur bis 13 Uhr geöffnet, auch in der Hochsaison).
Oh, mein Mann weiß schon, dass ich fürchterlich schlechte Laune kriege, wenn ich ich keinen Abstecher dorthin machen kann....
am SeeDas Naturata ist ein wunderschönes und sehr außergewöhnliches Gebäude in sehr mächtiger und dazu "waldörflicher" Architektur (nächstes Mal mache ich Bilder für die Puppenwiege). Man muss es sich aber besser "life" anschauen, wirklich. Vor allem, wenn man in das Gebäude eintritt, kann man nur noch staunen - wunderschön...
Im Naturata ist ein großer und sehr ansprechender Bioladen untergebracht, in dem wir jedes Mal mit Vergnügen einkaufen. Es gibt dort nicht nur Obst, Gemüse, Kosmetikartikel usw., nein, auch ausgewählte Spielsachen, Öko-Kleidung und andere schöne Dinge mehr sind hier zu finden.
Nebenan ist ein feines Bio-Restaurant untergeracht, in dem man köstlich speisen kann. Es ist wirklich empfehlenswert.
Oben im Haus sind sogar Gästezimmer untergebracht (wer es also doch weiter hat...) - wir haben hier auch schon zusammen mit den Kindern übernachtet. Auch das ist eine "Kostprobe" wert. Vor vielen Jahren haben wir von unserem Waldorfkindergarten ein Wochenende dort zur Hochzeit geschenkt bekommen - ach, das war schön....

Dieses Jahr waren wir auch am Muttertag am Bodensee. Eigentlich aber nicht, weil Muttertag war, sondern weil wir einen Austauschschüler aus Frankreich bei uns haben, dem wir gerne zum Abschluss einen schönen Tag schenken wollten.

Weil die Kinder am Morgen in Ruhe Muttertag* feiern wollten, sind wir erst gegen Mittag losgekommen. Trotzdem hat es sich gelohnt. Ich glaube, unser Gastkind Alexis hat den Tag am Bodensee auch sehr genossen und nimmt schöne Erinnerungen mit nach Frankreich zu sich nach Hause.
Vielleicht hast Du es ja nicht all zu weit und magst auch mal einen Tag dort verbringen? Für Kinder gibt es dort jedenfalls ganz, ganz viel zu erleben und Du - Du musst Dir unbedingt ein ruhiges Stündchen im Naturata gönnen....

Unsere kleine Tochter hat heute endlich das Schwimmen gelernt, wie Du hier auf den Bildern sehen kannst :0)
Noëlle sagte zu ihrem Papa: "komm, ich will jetzt schwimmen lernen" - gesagt getan, so einfach geht das:




*Muttertag, in diesem Jahresreigen auch am 13. Mai 2007

Eigentlich bin ich nicht diejenige, die unbedingt Muttertag feiern möchte/muss. Ich habe doch jeden Tag Muttertag und meinLenchens Geschenk für mich schönster Tag ist immer, wenn eines meiner MuttertagsherzchenKinder Geburtstag hat. Das ist mein innigster Muttertag und das gleich 4x im Jahr :0)


Nun ja - meine Kinder sehen das anders. Sie wollen den Muttertag eben feiern und mein Mann hilft ihnen von Herzen dabei.

Morgens darf ich, wie auch an meinem Geburtstag, lange im Bett bleiben. Eigentlich MUSS ich sogar lange im Bett bleiben, denn bis alles soweit ist....oh - das dauert eine kleine Ewigkeit. Kleine selbst gemachte Geschenke haben die Kinder zwar schon die Tage zuvor vorbereitet, aber es gibt an diesem Morgen zum Frühstück immer einen selbst gemachten Kuchen oder sogar, wie dieses Jahr, eine feine Torte (mit Erdbeeren).
Hier verkünstelt sich mein Mann gerne mit den Kindern und übertrofft sich selbst dabei. Ja wirklich, ich muss mich immer wundern, was meine Fünf da am frühen Morgen schon für mich zaubern.

Geschenke sind mir an diesem Tag wirklich gar nicht wichtig. Meine Kinder wissen, dass das schönste Muttertagsgeschenk unser gemeinsames Frühstück am schön gedeckten Tisch und ein Kuss am Morgen ist. Trotzdem gibt es vom ein oder anderen hin und wieder doch eine zusätzliche kleine Überraschung, die mein Herz natürlich immer in die Höhe springen lässt....


Wenn am Morgen dann alles fertig gerichtet ist, werde ich an den geschmückten Tisch gebeten, auf dem immer auch frische Blumen aus unserem Garten stehen, heute dufteten Pfingsrosen beim Frühstück.
Madeleine hat mir in diesem Jahr ein allerliebstes Rezeptbüchlein gemacht, wie Du rechts sehen kannst. Es stehen viele, leckere Dessertrezepe drin, die sie hoffentlich die nächste Zeit ausprobieren möchte...oder ist das Büchlein dazu gedacht, dass ich all die Desserts mache? Das müsste ich noch klären :0)


Noëlle haben es meine genähten Stoffherzchen wohl angetan, die ich so gerne verschenke. Sie wünscht sich selbst auch eines. Vielleicht war ihr herziges Geschenk ja ein Wink mit dem Zaubpfahl???? Das würde ich meiner kleinen Tochter zutrauen.
Noëlle schenkte mir, auf Rosenblütenblättern aus dem Garten gebettet, zunächst noch in einer Schachtel verborgen, ein kleines, feines, selbst genähtes rotes Herzchen, wunderschön mit gelben Sternchen bestickt und sorgfältig umrandet.
Es duftet herrlich nach Lavendelblüten (wie meine Herzen auch) und ist dazu auch mit Schäfchenwolle gefüllt ...
Ich habe mich so sehr gefreut. Meine kleine Tochter hat es ganz alleine gemacht. Ich erinnere mich nun auch wieder, wie sie vor einigen Tagen darum gebeten hat, nicht in ihr Bett zu schauen, wo sie für lange Zeit still saß und vor sich hinwerkelte. Auch um Lavendelblüten hat sie mich an diesem Nachmittag noch gebeten, ja - ich erinnere mich gut daran....

Das Strahlen der Kinder ist dann doch auch ein schönes Muttertagsgeschenk. Wenn ich all das so betrachte, dann finde ich Muttertag eigentlich doch ganz schön....
Den Vatertag gestalten wir eigentlich genauso...nur dass ich mich mit den Kindern an einem feinen Kuchen verkünstele :0)

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Waldorfschule - unsere zweite Heimat, unsere zweite Baustelle

Baustelle in der Schuleeigentlich haben wir zu Hause eine rießengroße Baustelle - nichts ist fertig. Trotzdem helfen wir hin und wieder auch auf der Schul-Baustelle mit, selbst wenn wir manchmal gar keine Lust dazu haben. Sobald man sich einmal aufgerafft hat und erst einmal dort ist, sieht es ganz anders aus.

Unsere Waldorfschule wird seit einigen Monaten vergrößert, meine kleine Tochter ist eine der ersten, die mit ihrer Klasse in das neue Gebäude einziehen wird.
Vor 20 Jahren wurde unsere Waldorfschule gegründet. Am Anfang wurden kleine Holzhäuschen gebaut, in denen die Kinder z.T. bis jetzt unterrichtet wurden. Nach und nach kamen neue Gebäude dazu - dennoch gibt es auch diese alten Holzhäuschen nach wie vor. In einem davon waren die vergangenen Jahre die Erst- und Zweitklässler untergebracht. Auch das Schulbüro befindet sich (noch) in einem solchen Häuschen, das Atelier, ein Handarbeitsraum für die Kleinen...
Wunderschöne und sehr gemütliche "Nestchen" sind das - irgendwie hänge ich doch sehr daran und es fällt mir schwer hinzunehmen, dass diese Häuschen nun bald abgerissen werden sollen, um den kommenden neuen Gebäuden Platz zu machen. Aber so ist das eben nun mal..
Viele, viele Menschen helfen tatkräftig mit beim Bauen. Jeden Samstags ist Bausamstag und auch unter der Woche ist man jederzeit willkommen - so viele wie nur möglich kommen in der Schule zusammen, um den Neubau voranzutreiben und durch eigenen Einsatz auch die Kosten erträglich zu halten.
Auch durch dieses Miteinander entsteht eine wunderbare Gemeinschaft - Eltern, Schüler, Lehrer, Handwerker - alle sind gleich, jeder beteiligt sich, wie er kann. Immer ist jemand da, der zeigen kann, wie es geht. Sei es Wände mit Lehm verputzen, die Wege pflastern oder auch Böden verlegen. Es ist noch kein Meister vom Himmel gefallen - am Ende wird man jedoch selbst zum Meister. Man spürt, welch ungeahnte Talente in einem schlummern...
In der Mittagszeit gibt es ein gemeinsames Mittagessen - von Eltern gekocht. Alle sitzen beieinander an einem großen Tisch - Eltern, Schüler, Geschwister, Lehrer, Handwerker....

Unsere Kinder gehen gerne mit auf die Baustelle. Außer Maxim - er ist gerade froh, wenn er die Schule ein paar Tage nicht sehen muss (verständlich in seinem Alter). Dafür habe ich schon mit seinem Klassenlehrer den Hof des neuen Gebäudes gepflastert ;0)
Manchmal arbeitet man auch mit Menschen zusammen, die einem bis dahin völlig fremd waren. Ich denke, eine solche Gemeinschaft, in der die Ebenen sehr fließend sind, gibt es kaum an einer staatlichen Schule. Man lernt sich auf eine ganz andere, neue Weise kennen und fühlt sich als Eltern wirklich auch zur Schulgemeinschaft zugehörig. Eine Waldorfschule, wie ich sie bei uns vorfinde (sicher gibt es auch da Unterschiede), ist wirklich eine Schule für die ganze Familie. Man gibt seine Kinder nicht nur ab - man ist selbst mitten drin (auch ohne Baustelle - ähnliche Erlebnisse gibt es immer wieder). Ich freue mich nach wie vor, das erleben zu dürfen.

Auf so einer (abgesichetrten) Baustelle gibt es ganz, ganz viel zu erleben für die mitgebrachten Kinder. Wie gesagt - jeder ist willkommen, Groß und Klein.
Entweder helfen die Kinder mit, wie Maris es neulich beim Pflastern schon stundenlang gerne getan hat oder sie finden auf dem Gelände etwas zum Spielen (falls nicht, ist die Kerni geöffnet).
Von den dicken Kabeln liegen einige große Kabeltrommeln aus Holz herum, die die Kinder nun gerne zum Zirkusspielen nehmen - ich habe es auch versucht, konnte mich jedoch nur kurz stehend darauf halten. Vorwärts kam ich kein bisschen, im Gegensatz zu Madeleine und Noëlle, die Du hier auf dem Bild sehen kannst (mich siehst Du nur im Hintergrund, für den Fall, dass jemand fällt, um geschwind aufzufangen - was nicht nötig war.
Maris fährt lieber "Rollstuhl" mit den Kabeltrommeln. Das ist mir auch lieber...
Es findet sich auf dem Schulhof immer etwas, mit dem man sich eine kleine Ewigkeit beschäftigen kann - es ist wirklich ertaunlich, aber selbst wenn ich Stunden auf der Baustelle bin, wird es meinem Kleinsten nie langweilig:

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Mai-Rezepte

Holunderrezepte

Holunderpfannkuchen

den ersten Holunder, der im Garten wächst, ernten wir für Pfannkuchen - dieses Jahr gab es schon ganz frühzeitig im Mai den ersten Holunder für unserer Holunderpfannkuchen, den vor allem Madeleine jedes Jahr richtig einfordert :0) Als sie noch in den Kindergarten gegangen ist, haben wir dort mit den Kindern zusammen solche Holunderpfannkuchen gebacken!
Dazu mache ich meinen ganz normalen Pfannkuchenteig (ungesüßt), diesen ein wenig dünnflüssiger, als gewöhnlich.
Den gesammelten Holunder waschen wir nicht, wir schütteln jede einzelne Doldenach dem Pflücken sachte aber gut aus, damit auch wirklich kein Tierlein darin verborgen bleibt, (Blüten-)Staub und evtl. Schmutz abgeschüttelt wird und die Blüten dann zum Kochen benutzt werden können. Wir zupfen die kleinen Blüten vorsichtig ab und legen sie in ein Schüsselchen.
In der Pfanne wird nun Sonnenblumenöl heiß gemacht und der Teig dünn eingefüllt. Obendrauf streuen wir nun die kleinen Holunderblüten und streuen dazu ein wenig Zucker oben drauf. Jetzt dürfte die erste Seite des Pfannkuchens auch schon gebacken sein. Er wird gewendet und von der zweiten Seite her gebacken. Nun karamelisiert der Zucker - Acht geben, dass es nicht zu braun wird, es wird sonst leicht bitter!
Alternativ kann man die Holunderblüten auch direkt in den Teig geben - wie man eben möchte.
Unsere Kinder stehen meist alle um den Herd herum und freuen sich, die Pfannkuchen direkt ausnoch ganz warm zu vernaschen. manch einer kann es kaum erwarten und zupft schon am Pfannkuchen, sobald er auf einem Teller liegt.....

...mehr Holubnderrezepte im Jahresreigen Juni

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Frischkornbrei


jetzt, wenn die Erdbeeren bald wieder in Hülle und Fülle auf dem Markt und auch im ein oder anderen Garten zu finden sind, dann ist es bei uns Zeit für Frischkornbrei. Wir essen ihn auch sonst übers Jahr hinweg sehr gerne, aber niemals so, so, so gerne, wie in der Erdbeerzeit. Darauf freuen sich in unserer Familie schon alle - Groß und Klein :0)
Statt einem Kuchen gibt es also bei uns am Sonntag nun öfters einen Erdbeer-Frischkornbrei. Als Maxim 1993 geboren wurde und ich mit mehr als zuvor mit gesunder Ernährung auseinandersetzet, da haben wir uns eine wunderschöne Getreidemühle angeschafft. Seitdem mahlen wir unser Mehl meist selbst, am liebsten aus Dinkel. Selbstgebackene Brötchen und Kuchen werden mit so frisch gemahlenem Mehl zu gesunden Leckereien. Manchmal verwenden wir nur dieses Vollkornmehl, manchmal mischen wir gekauftes helles Mehl mit von uns gemahlenem Vollkornmehl (z.B. auch bei Brötchen).

Ich denke, dass eine Getreidemühle Kindern sehr eindrückliche Einblicke gewährt, die ihnen beim Verstehen helfen.
Wer selbst keine Getreidemühle hat, kann auch im Bioladen fragen, ob das Mehl dort frisch gemahlen werden kann. In manchen Bioläden kann man sich Getreide kaufen und darum bitten, dieses direkt im Laden zu mahlen (unser Bioladen bietet disen Service an). Allerdings sollte man nur so viel mahlen lassen, wie man in den kommenden Tagen verbraucht. Ganz frisch gemahlenes Getreide ist zur Haltbarkeit nicht wärmebehandelt (und schon gar nicht bestrahlt usw.) und deshalb auch nicht so lange haltbar (kann ranzig werden, vor allem Ölsaaten wie Hafer usw.).

Selbst wenn wir unsere Getreidemühle viel und gerne benutzen, so kommt sie gerade jetzt für den Frischkornbrei öfters zum Einsatz.



Rezept Frischkornbrei (milchfrei)

Zutaten:
250 g Dinkel (oder Mischung aus Dinkel, Gerste, Weizen...KEIN Hafer, er wird evtl. bitter, wenn er zu lange einweicht)
2-3 Äpfel
3-4 Bananen
etwas gehackte Nüsse oder Mandeln
evtl. 1 Eßl. Sesam und/oder Leinsamen
500 g Früchte der saison (z.B. Erdbeeren und/oder andere Früchte)
etwas Honig
1 Msp Vanille
ca. 300 ml süße Sahne

(alle Angaben ohne Gewähr, ich mache den Frischkornbrei immer ohne Rezept und jedes Mal etwas anders)

Für unsere große Familie (6 Personen) nehme ich ca. 250 g Dinkel und mahle ihn recht grob (bei unserer Mühle Stufe 5).
Dieses Schrot gebe ich in eine Schüssel und bedecke es mit kaltem Wasser. Die zugedeckte Schüssel sollte nun kühl über Nacht stehen bleiben (Kühlschrank oder Keller).
Das über Nacht eingeweichte Getreide wird in ein Sieb gegeben, das vom Getreide evtl. übrig gebliebene Wasser sollte gut abtropfen.
Die Äpfel werden gewaschen und samt Schale grob geraspelt (die Äpfel machen mit der sahne zusammen das ganze schön locker).
Die Äpfel mit Nüssen und Saaten zum Getreide geben.
Die Bananen zerdrücke ich mit einer Gabel und gebe sie ebenfalls mit in die Schüssel.
Die Erdbeeren nach dem Waschen in Stücke schneiden und zugeben.
Nun wird süße Sahne geschlagen - ich nehme ca. 300 ml und gebe dieser etwas gemahlene Vanille bei. Maris macht das sehr gerne mit seinem Handrührer, den er zum Geburtstag geschenkt bekommen hat. Das dauert zwar recht lange, aber die Großen können ja etwas mithelfen. Die Schlagsahne nun vorsichtig unter die Masse heben und am Ende mit etwas Honig abschmecken, falls die Banane noch nicht genug Süße abgegeben hat.
Ein schönes Frühstück wünsche ich Dir und Deiner Familie, guten Apetit :0)

Diesen Frischkornbrei sollte man noch am selbten Tag verzehren, spätestens jedoch am darauffolgenden Tag (bitte nur im Kühlschrank aufbewahren).

Hinweis:
ich habe mal gehört, dass ungekochtes Getreide Kindern unter 1 Jahr nicht gegeben werden sollte - wir haben uns vorsorglich immer daran gehalten. Zum einen ist die Verdauung so kleiner Kinder wohl noch nicht ausgereift genug, zum anderen aus Sorge um evtl. Keime (weil das Getreide eben nicht abgekocht ist)

***

Erdbeer-Creme

Ach, endlich gibt es wieder frische Erdbeeren im Garten und auf dem Markt. Die ersten aus dem Garten haben wir natürlich einfach so gegessen. Wenn man aber viele hat oder sich welche auf dem markt kauft (oder auf dem Erdbeerfeld pflückt), dann kann man so leckere Nachtische und Kuchen daraus machen. Oh ja....auch Marmelade, hmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmm.

Ich mag Dir nun gerne eine feine Erdbeer-Creme aufschreiben. Über die Kalorien muss man einfach hinwegsehen (mache ich immer ;0), denn es kommt ganz viel Sahne rein.

Ein Rezept habe ich, wie meistens, nicht - Eigenkreation :0)
Ich nehme:

ca. 4-5 Becher Schmand
ca. 300 ml süße Sahne
mind. 500 g frische Erdbeeren
eine handvoll Pistazienkerne (gehackt)
etwas echte Vanille
Zucker nach Belieben, besser noch ist Hoonig (z.B. Akazienhonig, Kleehonig...)

Den Schmand (alternativ geht auch saure Sahne) gebe ich in eine große Schüssel. Die süße Sahne wird mit Zucker (nach Belieben) und etwas Vanille geschlagen und zum Schmand gegeben. Wenn man einen milden Honig da hat, dann besser Honig (Akazienhonig z.B.). Alles gut verrühren.
Die Erdbeeren werden nach dem Waschen fein püriert, einige ganze Früchte beiseite stellen.
Nun gebe ich in schöne Dessertschüsselchen die Sahnecreme und seitlich dazu Erdbeerpüree. In die Mitte kommt eine ganze Erdbeere und einige Streuselchen gehackte Pistazien.

Für Kinder kann man es auch etwas lustig machen, indem man aus dem Erdbeerpüree ein Gesicht auf die weiße Creme setzt. Die Erdbeere ist die Nase, aus dem Püree Augen und Mund gestalten.
So ähnlich mache ich es immer bei Spinat und Kartoffelbrei :0)
Seltsam, so essen die Kinder manche Sachen dann doch, selbst wenn sie sie sonst weniger mögen.
Bei der Erdbeercreme wäre das natürlich nicht nötig....

Bilder dazu mache ich beim nächsten Mal

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Erdbeer-Marmelade mit Banane

oh - das ist eine unserer Lieblingsmarmeladen. Schon seit Jahren koche ich sie so:

ca. 800 g Erdbeeren
ca. 200 g reife banana
etwas echte Vanille
1 Packung Konfigel (Apfelpektin)*
300 g Zucker

(ich mache immer mehrere Kilo)

Die Erdbeeren werden klein geschnitten und mit fein pürierter Banane in einen großen Topf gegeben. Hinzu kommt nun eine gute Portion echte Vanille und 300 g Zucker. Auch das Konfigel (Pektin, gibt es im Bioladen) dazu und alles gut vermischen.
* Wer kein Konfigel bekommt, kann "Super Gelierzucker 3:1" von Dr. Oetker nehmen. Auch hier ist die Zuckermenge dann sehr gering und die Marmelade schmeckt einfach viel fruchtiger und ist nicht zu süß :0)
Das Ganze wird nun langsam erwärmt, gerührt und gerührt und gerührt und mind. 3 Minuten gekocht. Sofort in heiß ausgespülte und vor allem saubere Schraubgläser füllen :0)
Hm - diese Marmelade könnte ich einfach mit dem Löffel aufessen, ganz ohne Brot :0)
Für den Sommer habe ich eine noch feinere, aber die kommt erst zur Kirschenzeit.

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Pfingsfest

....dauert leider noch - wird aber bestimmt nachgereicht

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Im Jahresreigen April habe ich damit begonnen, ein Tagebuch zu führen, in dem ich aus Maris Kindergärtchen berichte. Du darfst gerne noch einmal zurückblättern und nachsehen, wie alles begann - wenn Du magst...
Nun ist der Monat April schon vorbei, der Mai hat begonnen. So kannst Du hier weiterlesen, wenn Du wissen magst, was sich in unserem kleinen Kinderbeet so alles tut. Nun soll immer am Ende des Jahresreigens dieses kleine Gartentagebuch zu finden sein.....

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Maris`Kindergärtchen-Tagebuch im Mai

 

Kindergärtchen-Tagebuch am 2. Mai 2007:

nicht nur unser Eingesätes wächst und gedeiht im Garten. Auch das Unkraut. Maris lernt langsam, es von den "guten" Pflanzen zu unterscheiden - auch das gehört zur Gartenarbeit. Vorerst ziehen wir die unzähligen kleinen Pflänzchen sachte mit der Hand aus der Erde. Wir warten nämlich noch auf die keimenden Erbschen, die wir nachgesät haben. Solange diese nicht allesamt über der Erde zu sehen sind, können wir nicht mit Gartenwerkzeugen arbeiten. Wir würden sonst die unter der Erde versteckten Pflänzchen verletzen.
Gestaunt hat Maris über die Erdbeeren - er konnte kaum glauben, dass die Erdbeeren schon so groß sind, schau mal auf dem Bild am rechten Rand.

Auch die Kohlrabi - Maris erkennt nun, was einmal daraus wird. Das fiel ihm zu Beginn noch etwas schwer, nun ist es unverkennbar - ein Minikohlräble :0)

Ach herrjeh, die Trockenheit macht uns ganz schön viel Arbeit. Seit Wochen gab es keinen Regen und so müssen wir wirklich jeden Tag Gießkannen füllen und die Pflanzen mit Wasser versorgen. Jaja, Maris zeigt erste Müdigkeit, was die Gartenarbeit angeht. Er kommt zwar gerne mit seinem kleinen Kännchen angelaufen, mag dann aber eiligst wieder weiterspielen. Das gestehe ich ihm jedoch gerne zu. Es soll ja Freude bereiten und kein MUSS sein. Ich zeige ihm, was wir alles machen müssen, aber er darf entscheiden, ob er gerade Zeit hat, um mir zu helfen.
Manchmal komme ich auch einfach auch zur falschen Zeit. Ich habe bemerkt, dass es besser ist, wenn es langsam Abend wird und die Nachbarskinder nach Hause gehen....dann hat auch Maris wieder mehr Zeit und Geduld für sein Gärtchen. Auch am frühen Morgen ist er gerne mit dabei.
Den Tomatenpflanzen am Küchenfenster kann man beim Wachsen fast zusehen - die Größte von ihnen misst nun schon 20 cm. Nach den Eisheiligen kommen sie endlich hinaus in den Garten. Ich erinnere mich noch gut an Omas Worte, wenn es darum ging, die Pflanzen direkt in den Garten zu setzen: "wir warten noch auf die kalt`Sophie". Nun warten auch Maris und ich auf Sophie :0) Nach dem 22. Mai also ist es soweit.....aber ich denke, wir könnten auch etwas mutig sein und es etwas früher wagen - bei dem Frühling in diesem Jahr?! Mal sehen...

Nun habe ich mir eben nochmal die Bilder vom kleinen Gärtchen angesehen, das erste vom 2. April (Maris`Geburtstag) und eines von heute - genau 1 Monat später.
Was sich in 4 Wochen alles tut, kaum zu glauben. Wie schön, dass wir diese Bilder haben. Ich werde sie Maris auch zeigen, ihm denke ich sogar ein kleines Fotoalbum gestalten, damit er darin blättern kann. Kleine Kinder vergessen so schnell (sie leben so sehr im Heute) - ich glaube, dass Maris sich kaum noch daran erinnern kann, wie leer sein Gärtchen anfangs war und wie "ordentlich" und "aufgeräumt" es sich zeigte. Nun sieht es schon etwas wilder aus und man erkennt, dass es bald etwas zu ernten gibt....



Kindergärtchen-Tagebuch am 4.Mai 2007:


ob Du es glaubst oder nicht, aber es ist wirklich wahr: wir haben heute das erste rote Erdbeerchen im Kinderbeet entdeckt. Seltsam, vor 2 Tagen haben wir zwar große, aber noch ganz helle Beerchen im Garten gesehen und nun sowas. Ein Wunder ist es wohl keines, denn die letzten Wochen hatten wir doch nur Sonnenschein.


Maris`Freude war ihm anzusehen, seine Bäckchen waren beinahe genauso rot, wie die Erdbeeren. Er musste sofort seine Schwester herbeirufen, um ihr die Neuigkeit zu verkünden und ihr bei dieser Gelegenheit sein Gärtchen noch einmal ganz genau zu zeigen - wie groß die Kohlrabi schon gewachsen ist, die Erbschen...
Aber wer darf die wunderschöne erste rote Erdbeere denn nun wohl bald essen - ohweh...
Hm, Maris hat dieses kleine Gärtchen zu seinem 4. Geburtstag bekommen, er darf die erste Erdbeere genießen. Ein paar Tage wollen wir noch warten, dann darf Maris sie haben.

Hinten im Gärtchen haben wir vor einiger Zeit entdeckt, dass sich hier ganz von alleine eine Sonnenblume ihr Plätzchen gefunden hat. Wollen wir mal sehen, wie groß sie einmal wird?



Ich habe Maris erzählt, dass Sonnenblumen ganz viel Kraft aus der Erde brauchen und sich diese auch holen. Damit auch den anderen Pflanzen, die hier wachsen sollen, noch genügend Nährstoffe bleiben, müssen wir dafür sorgen, dass genug für alle da ist. Ich habe Maris erklärt, dass die Pflanzen Durst haben und Wasser brauchen. Deshalb gießen wir, wenn es wenig oder gar nicht regnet, wie die vergangenen Wochen.

Aber die Pflanzen haben nicht nur Durst, sondern auch "Hunger", wie wir Menschen auch. Nur "essen" Pflanzen andere Dinge, wie wir....das, was sie brauchen, ist in der braunen Erde verborgen.
Wir können leider nicht sehen, wann die Nahrung zur Neige geht. Daher müssen wir immer wieder dafür sorgen, dass in der Erde genug "zu Essen" ist für das Gemüse und die Blumen. Ohne Wasser und ohne Nahrung werden wir nicht oder nur wenig ernten können.

Alle Essensreste, Gartenabfälle usw. werfen wir im Garten auf unseren Kompost. Maris weiß nun schon, dass daraus mit der Zeit gute Erde wird. Wir haben hier ganz viele Regenwürmer gefunden, nun weiß Maris auch, dass diese dabei helfen, aus den Abfällen Erde zu machen. Wenn Maris einen regenwurm findet, dann bringt er ihn gleich zum Kompost.
Ja, aus all dem, was wir hier ablegen, wird einmal Nahrung für die Pflanzen im Garten....

Immer mal wieder holen wir diese frische Komposterde und möchten die nächste Zeit auch Brennesseljauche zum Düngen und zur Kräftigung der Pflanzen ansetzen. Vor allem für die Tomaten brauchen wir diese, damit sie gut gedeihen können. Wie gut, dass Maris kleine Arbeitshandschuhe hat, denn ohne diese könnten wir wohl kaum Brennesseln sammeln gehen...
Ach ja, die Tomaten sind über Nacht schon wieder einige Zentimeter gewachsen! Wenn Maris morgens in die Küche kommt, dann schaut er gleich zum Fensterbrett zu den Tomaten hin....ich auch ;0)


Ach ja, bei der Gelegenheitkann ich ja einen Buchtipp notieren: vor vielen Jahren habe ich meinem Mann einmal das Buch
"der Biogarten" von Marie-Luise Kreuter geschenkt.
Mein Mann liebt die Arbeit im Garten und liest immer wieder gerne in diesem Buch, in dem wertvolle und natürliche Ratschläge für kleine und größere Gärtner zu finden sind.

Kindergärtchen-Tagebuch am 5. Mai 2007:

heute hat es nach so langer Zeit endloch begonnen zu regnen. Es war schon Abend, da meinte mein Mann, dass nun Schneckenwetter sei. Die Schnecken würden sich bestimmt über die feinen Erdbeeren freuen und diese über Nacht verspeisen.
Oh - das wollten wir auf keinen Fall. Nun haben wir sie wochenlang gehegt und gepflegt und gestern endlich die erste rote Erdbeere bewundert. Die sollte doch für Maris sein....


Ich zog den beiden Kleinen geschwind Regensachen an und lief mit ihnen in den Garten hinaus.
Welch ein Glück, es waren nun 2 rote Erdbeeren zu sehen - eine für Maris, eine für Noëlle (die beiden Großen haben etwas mehr Geduld und warten auf die "große Ernte" ;0)


So saßen also die beiden Gartenzwerge mit rosa Schirmchen auf der kleinen Steinstufe vor Maris` Gärtchen und ließen sich die ersten eigenen Erdbeeren bei Regen sichtlich schmecken. Es war eine wahre Freude, den beiden zuzusehen. Während sie da saßen und schmatzten, hörten wir ein lautes Brummen um uns herum - ein Maikäfer flog seinen Abendspaziergang, vielleicht hinauf zum Mond, um sein Beinchen wieder zu bekommen...



Kindergärtchen-Tagebuch am 9. Mai 2007:

zwar hat es nicht unbedingt so ganz mit Maris Gärtchen zu tun, ich will dennoch an dieser Stelle erzählen, was wir heute erlebt haben: wenn Du im Jahresreigen/April gelesen hast, dann weißt Du, dass wir eine kleine Meisenfamilie im Garten haben. Jeden Tag beobachten wir, was geschieht, was sich verändert. Ein wirklich schönes Naturerlebnis für die Kinder.
Am 21. April schlüpften die Vögelchen und wir wissen nun, dass es jeden Tag soweit sein kann und die Kleinen mit ihren Eltern hinaus in die weite Welt ziehen. Gespannt warten wir auf diesen Augenblick und hoffen, dass wir ihnen noch "Ade" sagen dürfen.

Heute war es wohl soweit....vielleicht war aber eines der Vögelchen auch nur ein wenig zu neugierig oder voreilig? Mein Mann fand ein kleines Meisenkind neben Maris Garten im Gebüsch. Ganz still saß es da und schaute uns mit großen Äuglein an. Mit einem Tuch konnte ich es einfangen. Einen kurzen Augenblick haben wir das kleine Vogelkind betrachtet, auch Du darfst es hier auf dem Bild nebenan einmal sehen.
Von den Kindern war nur eines zu hören: "süüüüüüüüüüüüüüüüüüüüüüüüüüüüüüüüüß". Ja, das war es, ein ganz süßes, kleines Meisenkind.


Wenn es Zeit ist und die Meisenkinder aus ihrem bisherigen Nest ausziehen, dann füttern die Eltern diese wohl noch eine zeitlang weiter. Es war uns aber zu gefährlich, das Kleine so sitzen zu lassen. Immerhin gibt es viele Katzen in der Nähe.....so brachte ich es mit dem Tuch zurück in den Nistkasten. Es schlüpfte auch gleich durch das kleine Loch zu seinem Geschwisterchen (ich denke, es sind 2....).

Nun gab es eine große Aufregung bei den Meiseneltern. Sie flogen im Garten umher und trauten sich nicht ins Nest hinein. Ich hatte Sorge, ob Meisenmama und -papa weiterhin zum Füttern kommen. Lange saßen wir mit etwas Abstand im Garten, um zu beobachten, was sich tut. Immer wieder kam ein Vögelchen ans Loch im Nistkasten, flog aber wieder davon....die Kleinen zwitscherten laut, sicher auch vor Hunger. Auch die Eltern riefen ihre Kleinen, immer zwei Mal, dann kam die Antwort der Meisenkinder.

Ein Glück, irgendwann trauten sich dann Vogelmama und Vogelpapa hinein zu ihren Kindern und wir konnten beruhigt Abendessen :0)
Meine Kinder hätten sonst sogleich angefangen, Raupen und Würmer zu sammeln.....

P.S. am nächsten Tag war es dann wohl wirklich soweit - es war plötzlich so still in und um unseren Nistkasten geworden. Als ich am Abend hineinsah, war die Meisenfamilie ausgeflogen. Ein wenig traurig waren wir schon, ja. Aber wer weiß, vielleicht mögen sie ja nochmal bei uns brüten?
Ich habe gelesen, wenn man den Nistkasten sauber macht kann es sein, dass sie im Juni nochmal brüten - das wäre schön.
Das rote Vogelhäusle wurde also ganz, ganz sauber gemacht - wir fanden ein ganz ordentliches und sauberes Nest vor. Nicht einmal Eierschalen lagen darin.
Vorsichtig habe ich das Nest herausgeholt und mit den Kindern angeschaut, wie sorgfältig es zurechtgebettet war. Magst Du es Dir auch einmal ansehen? Wir werden es nun aufbewahren und für unseren Jahreszeitentisch verwenden - so haben wir auch zugleich eine schöne Erinnerung an usnere Gäste.
Es ist unglaublich, wie viel die beiden Meiseneltern da wohl wochenlang herbeifliegen mussten. Wir konnten u.a. Moos erkennen, Pferdehaare, trockene Gräser, dünne Zweiglein usw. All das bescherte den Meisenkindern gewiss ein warmes und weiches Bettchen.
Es wundert mich noch immer, wie nah die Meisen doch in unserer täglichen Gegenwart gebrütet hatten - der Nistkasten ist wirklich fast direkt neben unserer Haustüre, wie Du auf dem Bild sehen kannst.
Viel Glück wünschen wir nun unseren ehemaligen kleinen Mitbewohnern

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Kindergärtchen-Tagebuch am 14. Mai 2007:


ach ja, wir sind wohl doch zu ungeduldig. Heute haben wir unsere Tomatenpflanzen nach draußen in den Garten gebracht und in die schöne, feuchte Erde eingepflanzt - heute Nacht hat es wieder geregnet.

Auf die kalte Sophie wollten wir nun einfach nicht mehr länger warten (über eine Woche wäre das noch). Lustig, unser Nachbar ist genauso ungeduldig, wie wir. Auch bei ihm im Garten stehen seit heute Tomatenpflanzen :0)

Maris war einfach zu müde, um heute in den Kindergarten zu gehen - wir kamen gestern erst spät vom Bodensee zurück (siehe oben). Da haben wir uns kurzerhand einen gemütlichen und schönen Gartenmorgen gemacht. Zuerst haben wir Unkraut gejätet, bevor die Tomatenpflanzen an ihren Platz kamen.

Seltsam - eine der Tomatenpflanzen ist soooo groß geworden, die anderen drei blieben viel, viel kleiner. Woran das wohl liegt? Mal sehen, wie es nun im Garten weiter geht. Ob die Pflanzen dort schneller und besser wachsen, als drinnen im Topf, am Fenster? Wir sind gespannt und werden gut beobachten...

Maris hat die Gartenarbeit heute ganz viel Freude bereitet. Eifrig war er bei allem dabei, was es zu tun gab. Als er das Loch für die erste Pflanze machte, fand er einen Regenwurm. Kurz darauf einen ganz kleinen dazu. Er legte diesen dann zum großen Regenwurm und meinte, der Kleine mag zu seiner Mama :0)

Neugierig sah Maris die Tomatenstangen an, die ich in die Erde steckte. "Sieht aus wie Locken ", meinte mein Gartenzwerg.
Die drei kleinen Tomatenpflanzen muss man noch nicht anbinden, die große jedoch schon. Ganz sachte haben wir sie mit einer Schnur an der langen Lockenstange befestigt.

Nachdem wir die 4 Pflanzen in die Erde gebracht haben, hat Maris mit seinem roten Schäuffelchen ein wenig Komposterde um jede einzelne Pflanze gelegt, damit sie auch wirklich gut weitergedeihen können. Als alle mit der dunklen Erde umringt waren, wurde das kleine Gießkännchen gefüllt und das ksotbare Grün gegossen.

Es ist so schön zu beobachten, mit welchem Ernst ein Kind bei einer solchen Arbeit sein kann. Ja, das ist wirklich schön und es freut mich nach wie vor zu erfahren, wie viele solcher kleinen Gärtchen draußen oder an einer sonnigen Fensterbank auf unser Kindergärtchen-Tagebuch hin entstanden sind. Dankeschön an all Eure lieben Zuschriften dazu.


Hier und da fand Maris auch Schnirkelschnecken langsam im Garten herumspazieren. Er sammelte sie sachte ein (wie immer) und brachte die kleinen Tierchen an einen anderen Ort - Maris` Erdbeeren sollten die kleinen Schnecken mit dem schönen Häuschen nämlich nicht aufessen. Gleich schob er sich eine solche in den Mund, obwohl schon ein Schnecklein davon gekostet hatte - macht nix.


Ganz hinten in der Ecke, wo nun auch die Tomatenpflanzen stehen, wächst ganz von alleine eine Sonnenblume. Ich habe davon schon einmal erzählt (4. Mai 2007)....
Heute haben wir mal genau geschaut, wie groß diese schon geworden ist. Zwischen all dem Grün der Büsche, die dahinter stehen, entdeckt man sie kaum mehr.

Maris hat sich neben die Sonnenblume gestellt und gestaunt, wie viel sie die letzten 1 1/2 Wochen doch gewachsen ist. Vor genau 10 Tagen haben wir ein Bild von ihr gemacht, schau doch auf den Bildern hier. Siehst Du, wie klein sie da noch war (rechts)? Sie maß kaum 10 cm, nun ist sie halb so groß wie Maris und er ist schon beinahe einen Meter groß (98 cm).
Ja, das liegt sicherlich auch am Regen, der auch unsere Sonnenblume nun so schön gewässert hat. Dankeschön lieber Regen.

Wo wir grade so fleißig am Schaffen waren, haben wir auch gleich die Brennessel-Jauche angesetzt. Mit klitzekleinen Kinder-Gartenhandschuhen bewaffnet sammelte Maris mit mir rund ums Haus viele, viele Brennesseln (siehe Bild links). Dann gaben wir diese in einen großen Bottich und übergossen das stachelige Grün mit ganz viel Regenwasser, das wir die vergangenen Tage gesammelt haben.
Wofür wir das machen, das erzähle ich weiter oben schon im Kindergärtchen-Tagebuch. Maris wird sich wundern, welch ein "Duft" sich in dem gefüllten Eimer entwickeln wird....puh....jeden Tag muss das Ganze nun gerührt werden. Könnte sein, dass Maris mir oder seinen Geschwistern diese Arbeit abgeben wird. Sonst machen wir das Näschen einfach mit einer kleinen Wäscheklammer zu ;0)

Nach getaner Arbeit haben wir beide uns auf das Gartenbänkle gesetzt und genüsslich die Reste vom Muttertagskuchen aufgegessen - das haben wir uns doch redlich verdient, meinst Du nicht auch?





Maris kleines Kindergärtchen am 2. April, am 2. und am 14. Mai 2007 - es wird immer grüner:





Kindergärtchen-Tagebuch am 17. Mai 2007:

heute in der Frühe war ich im Garten, um nach frischen Blumen für unseren Tisch zu suchen. Als ich wieder ins Haus zurück gehen wollte, begegneten mir 2 emsige Meisen. Ach, wie ich mich freute - sie waren beide gerade dabei, sich in unserem Niskasten ein neues Nest zu bereiten. Nun mal sehen, wann es soweit sein wird...alle haben sich gefreut, als ich es beim Frühstück verkündete - wir haben die Meisenfamilie in unserem Garten nämlich schon sehr vermisst



Kindergärtchen-Tagebuch am 24. Mai 2007:


donnerstags gibt es in unserem Waldorfkindergarten immer selbst gebackene Brötchen mit Rohkost. Maris bringt für dieses zweite Frühstück immer das Gemüse mit. Heute saß er am Frühstückstisch, als ich ihn daran erinnerte, dass wir für den Kindergarten noch Möhren in sein Körbchen legen müssen meinte er, dass er heute lieber seinen ersten Kohlrabi mitnehmen mag, der in seinem Gärtchen nun "schon fertig ist".
Wir zogen uns an und gingen hinaus in den Garten. Maris freute sich sehr, dass er nun wieder ernten konnte. Erdbeeren pflückt er sich jeden Tag.


Das war eine Freude - Maris zog den Kohlrabi mit mir zusammen aus der Erde und zeigte ihn stolz seinem Papa, der diesen Augenblick festgehalten hat, wie Du hier siehst.
Die feineren Blätter haben wir gleich zu unseren beiden Häschen gebracht. Du ahnst sicher, wie sehr sich die beiden dieses leckere Frühstück haben schmecken lassen.



Die vergangene Zeit war es wieder sehr heiß bei uns, die Erde im Garten sah immer ganz trocken und rissig aus. Ich erinnerte mich daran, dass ich in unserem Bio-Gartenbuch las, man sollte die Erde mulchen, damit sie besser vor Trockenheit geschützt sei, aber auch vor Unkraut, dem es im Gärtchen irgendwie sehr wohl zu gehen scheint.
Mein Mann hat vor einigen Tagen den Rasen rund ums Haus gemäht und das ganze Gras auf dem Kompost gebracht. Die etwas angetrocknete obere Schicht holte ich mit Maris wieder heraus und verteilte sie auf der Erde in Maris`Beet. Nun hat sie eine schützende Schicht oben drauf, wie eine feine grüne Decke, die die darunterliegende Erde vor dem Austrocknen schützt und, wie wir alle hoffen, auch dem vielen Unkraut den Garaus machen wird. Mal sehen, ob es funktioniert, wir sind nämlich ständig am Unkraut jäten...

Und schau Dir mal an, wie groß die Erbschen schon geworden sind.
Es tut sich viel im Kindergärtchen, ja. Leider sind nach wie vor die Schnecken gerne zu Gast hier - wir werden wohl mit ihnen teilen müssen. Gift streuen wir jedenfalls nicht. Ob wir es mal mit Bierfallen versuchen sollen??? Oder hat jemand eine andere Idee, die auch funktioniert?

Ach ja, die Meischen sehen wir nach wie vor immer mal wieder um den Nistkasten herum fliegen. Ich denke schon, dass sie sich ein neues Nest bauen.

 

bald geht es weiter....