| aktualisiert am 21..März 2007 März Frühlingserwachen
 (Aquarell
Narzisse, gemalt von Madeleine im März 2007)
*** X Bild
Puppenkind "März" fehlt leider noch..... *** ...und
als der Frühling kommt ins Land, da zieh`n gleich einem bunten Band die
Käfer, Blumen, Gräser klein frohlockend in die Welt hinein (Sibylle
von Olfers, aus dem Buch "die Wurzelkinder) *** Mit
dem März beginnt nun endlich und wirklich der Frühling, ich kann es
meist kaum erwarten, bis er Einzug gehalten hat. Der Winter ist für mich
persönlich eine echte Geduldsprobe, auch wenn ich es mag, gemütlich
mit meinen Kindern zu Hause zu sitzen, warmen Tee zu trinken, Geschichten vor
dem Holzofen zu lesen, im Schnee zu stapfen (wenn es denn welchen gibt) ....aber
all das ist für mich nichts gegen das, was der Frühling mir an Freude
schenkt - jeder Mensch hat da wohl so seine Lieblingsjahreszeiten - bei
mir sind es eindeutig der Frühling und der Sommer, dann auch gerne den Herbst
und zuletzt eben den Winter - in genau dieser Reihenfolge. Ja, ich sehne mich
wirklich nach dem Frühling und erwarte ihn mit großer Freude. Diese
große Freude, die Sehnsucht nach dem Frühling, nehme ich auch bei meinen
Kindern ganz stark wahr, selbst wenn die vier den Winter wirklich in vollen Zügen
genießen können. Bei unseren beiden Kleinen nehme ich jetzt im
zeitigen Frühjahr ihre inneren Gesten wahr, ihre ganz spontanen Offenbarungen,
die sich in vielen Augenblicken ergeben, wenn sie beispielsweise ein Blümchen
mit größter Freude entdecken oder wie ihr Herz aufgeht, wenn ein Schmetterling
an ihnen vorbeischwingt oder am Morgen die helle Sonne wieder ins Zimmer scheint,
vom Gesang der Vögel begleitet. Sie freuen sich, wenn es nun auf dem Weg
in die Schule wieder hell ist und sich die Dunkelheit mehr und mehr zurückzieht. Die
Großen äußern das natürlich immer mehr auch mit Worten,
sie sprechen ihre Freude und Gedanken aus und lassen mich wissen, dass unsere
Frühlingsgefühle sehr, sehr ähnlich sind.
Die
nun vergangene "dunkle Jahreszeit" war ja ungewöhnlich mild, und
dennoch ist es etwas ganz Besonderes, wenn sich der Frühling ankündigt.
Wir durften ihn dieses Jahr schon zeitig im Februar erahnen, als Mütterchen
Tau, die Dienerin des Frühlings, bereits wochenlang gute Arbeit mit ihrem
Besen geleistet hat und den wenigen Schnee, den wir im Winter überhaupt bekamen,
schon wieder so früh weggefegt hat. Und obwohl Mütterchen Tau vor
ihrer eigentlichen Zeit zu Werke war, die Welt mit ihrem Besen sauber zu machen,
damit der Frühling einziehen kann, hat Väterchen Raureif sie doch nicht
wieder verjagen können. Mütterchen Tau durfte bleiben und ihr Werk vollenden,
ein Keimling nach dem anderen streckte seinen grünen Stängel zart und
doch mutig und stolz dem Sonnenlicht entgegen, wie
auch mein Keimling auf dem Bild nebenan - die Erde öffnet sich überall
und zeigt uns ihre kostbaren Schätze, die sie den ganzen, langen Winter über
in ihrem Inneren behütet hat.
Es war noch Februar, als Maris bei uns
im Garten die ersten Bienchen fand. Die Krokusse waren an einem sonnigen und milden
Tag ganz geöffnet, zeigten sich als lila Sternchen mit ihrer gelben, strahlenden
Mitte und lockten viele, viele fleißige Bienchen an, die die warme Sonne
und den Blütensaft sichtlich genossen. Es waren die ersten Frühlingsboten
aus dem Tierreich.
Die Zugvögel kehren nun als weitere Frühlingsboten
aus dem warmen Süden zurück zu uns , selbst einen Schmetterling hatten
wir im Garten schon zu Gast. Die Welt da draußen wird wieder fröhlich
und bekommt nun mehr und mehr ihr Farbenkleid zurück. Alle Menschen, egal
ob groß oder klein, sind hungrig nach all den Farben nach dem Winter, mit
denen der Frühling nun die Welt wie neu erstrahlen lässt. Auch in
uns selbst kehrt wieder "Farbe" zurück, wir werden fröhlicher,
euphorischer und ausgelassener...
Nicht nur das Schneeglöckchen hat
im vergangenen Monat nach und nach mit seinem zarten Geläut` viele andere
Blümlein aus ihrem Winterschlaf geweckt, auch die warmen Sonnenstrahlen helfen
ihnen Tag für Tag aus der Erde. Wie sich meine Kinder freuen, jeden Tag ein
anderes Blümlein im Garten zu finden. Sie sind so wachsam - vor allem die
Kleinen. Kleine Kinder gehen nicht einfach durch den Garten und auf den Wegen
- sie sind ganz aufmerksam, ganz offen für die Geschehnisse in der Natur
und ich bin ihnen sehr dankbar dafür. Ist es denn nicht so, dass wir
von unseren Kindern lernen dürfen, wieder selbst ein wenig wie ein Kind zu
sein und dadurch "wachsen", "groß" werden, Ehrfurcht
empfinden können vor den vielen Wundern, die sonst so selbstverständlich
zu sein scheinen? Ich habe zusammen mit meinen Kindern gelernt, wieder mit
anderen Augen durch die Welt zu gehen, eine Langsamkeit zu entdecken, die Augen
ganz offen zu halten und all die kleinen Dinge zu finden, die uns die Natur schenkt.
Sind
mir denn vor vielen, vielen Jahren, als ich längst kein Kind mehr war und
auch noch keine Kinder hatte, überhaupt die ersten Bienchen im Jahr aufgefallen
oder habe ich sie erst im Sommer entdeckt? Wann habe ich mich davor andächtig
zu den Schneeglöckchen niedergekniet und sie ganz genau angeschaut, bestaunt,
gesehen, wie wunderschön sie doch sind? Wann habe ich mich an den kleinen
Schnirkelschnecken erfreut? Wann bin ich zuletzt durch eine Pfütze
gelaufen und nicht drumherum? Habe ich im Frühling denn all die zartgrünen
Knospen an den sonst kahlen Zweigen wahrgenommen oder erst, als die Bäume
schon wieder Blätter trugen? Wenn ich`s mir recht überlege, dann
haben mir all diese Dinge erst meine Kinder wieder gezeigt, mein Leben reicher
gemacht und meine Seele zum Erblühen gebracht. Ich bin so dankbar, dass ich
das Glück habe, Kinder zu haben und ich bin dankbar, dass meine Kindern dieses
kostbare Gut noch immer in sich tragen und es nicht verkümmert ist. Diese
Besonderheit, wie vor allem kleine Kinder durch die Welt ziehen, diese entdecken
und wahrnehmen - wir Erwachsene müssen unseren Kindern dabei helfen, ihre
Gabe zu behüten. Ich habe während meiner Arbeit in vielen Kindergärten
leider die Erfahrung gemacht, dass Kindern diese Wahrnehmung schnell abhanden
kommen kann, wenn man sie nicht beschützt und pflegt. Die Pflege dieser seelischen
Verbundenheit unserer Kinder mit der Natur ist unsere Aufgabe. Leider stumpfen
viele Kinder viel zu schnell ab und verlieren ihre Gabe, sich mit der Natur ganz
zu verbinden. Das ist ein Problem unserer Zeit, in der so viele anderen Dinge
ein Kind und die Menschen an sich beanspruchen und in ihren Bann ziehen. Viele
Kinder sitzen weitaus mehr zu Hause, als sich an der Natur zu erfreuen, sich in
der Natur zu bewegen, sie zu entdeckn und begreifen. Manche Kinder kennen die
Natur gar nicht mehr - wie sollen sie die kleinen Dinge der Natur denn schätzen
lernen, wenn sie diese gar nicht
wahrnehmen können? Gerade heute ist das so wichtig - was die Kinder schätzen
und lieben lernen, werden sie auch später achten und bewahren... Um die
Verbundenheit mit der Natur zu ermöglichen und pflegen muss man keinen eigenen
Garten haben, man findet überall ein Stück Natur, wenn man sie nur sehen
und finden mag. Aber Kinder sind meist auf uns Erwachsene angewiesen, gerade dann,
wenn kein Garten direkt ums Haus gelegen ist, in den die Kinder selbständig
gehen können, um ihre Entdeckungen zu machen. Ich kenne viele Eltern,
die zwar mit ihren Kindern auf Spielplätze gehen (oder sogar fahren), aber
nicht mit ihnen im Grünen oder in den Wald spazieren gehen, um nach all den
kleinen Kostbarkeiten zu schauen, die sich am Wegrand zeigen. Für manche
Erwachsene ist das zu langweilig.... Für ein Kind sind jedoch kleine Blümchen
und Schnirkelschnecken und Ameisenhaufen und bestellte Felder, sich im Wind wiegende
Gräser, Moos auf Baumstämmen, Laub auf den Wegen, Steine am Wegrand
usw. sehr viel wichtiger, als ein Spielplatz. Ich denke, wenn wir als Erwachsene
es annehmen und durch unsere Kinder - gerade, solange sie noch klein sind - wieder
lernen mit offenen Augen und Herzen unsere schöne Welt zu bestaunen, dann
können und müssen wir ihnen genau das erhalten. Es wird uns nichts
kosten, wir werden im Gegenteil selbst reich beschenkt, wenn wir uns zusammen
auf den Weg machen. Nun habe ich weit ausgeholt, entschuldige
bitte - aber der Frühling macht es eben besonders deutlich, was die Natur
den Menschen bedeutet, dass sie unmittelbar auch auf unser Wohlbefinden einwirkt,
unsere Seelen und unsere Herzen berührt und erfrischt... Der
eigentliche erste Frühlingstag ist am 21. März (Ostara), also eher am
Ende des Monates. An diesem Tag ist Frühlings-Tag-und Nachtgleiche, es herrscht
ein Gleichstand von Licht und Dunkelheit - fortan aber gewinnt die Sonne an Macht
- die Tage werden zunehmend länger. Nun warten wir auf den nächsten
Vollmond - der Sonntag nach diesem ersten Frühlingsvollmond wird Ostersonntag
sein. Für die Bauern beginnt nun die Zeit, in der sie ihre Felder für
die neue Saat fruchtbar machen. Das Leben beginnt.....
Kresse
säen
im
Kleinen kann man dies auch den Kindern erlebbar machen. Wir säen im März
bei uns zu Hause Kressesamen. Da auch bald Ostern
ist, nehmen wir als Schälchen Schalen von Eiern. Da wir die Eier in Hälften
teilen, gibt an diesem Tag einfach Pfannkuchen ;0) Die Eierschale breche ich
sachte ungefähr in der Mitte, wasche die Hälften gut aus und lege sie
in einen großen Teller. Auf unserem Tisch, um den meist alle vier Kinder
sitzen, steht dann eben dieser mit Eierschalen befüllte Teller, ein kleines
Schüssele mit Kressesamen, ein wenig weiße Watte und Wasser. Die
Kinder legen nun in jede Eierschalenhäfte ein wenig Watte, die sie gut befeuchten.
Mit trockenen Fingern (vorher abtrocknen) streuen sie dann in jede Eierschale
einige Kressesamen hinein. Wir sagen dazu ein Sprüchlein: "wir
säen, wir säen, die Körnlein klein" (In Kindergarten
und auch in den ersten 4-5 Klassen in der Schule säen unsere Kinder Ostergras
(Weizen) in Tonschalen mit Erde. In dieses
Ostergras legen wir dann später zu Hause an Ostern ein Osterei. Weil es eben
in Kindergarten und Schule immer gemacht wird, säen wir zu Hause dann "nur"
Kresse). Bewusst verwende ich zum Keimen für die Kresse statt Erde Watte.
Zum einen kann man auf dem weißen Grund besser beobachten, wie schon nach
einemTag ein weißes Würzelchen aus dem klitzekleinen Kern hervorsprießt,
zum anderen möchte ich den Kindern verdeutlichen,
dass die Pflanze für die erste Zeit alles in ihrem Samen verborgen hat, was
sie zum Keimen braucht. Was wir die nächsten Tage zu sehen bekommen und bald
essen dürfen, das zarte Pflänzchen, den Stängel, die kleinen Blättchen,
entwickelt sich allein aus dem Samenkorn - dieses kleine Wunder muss man Kindern
(und uns) doch wirklich immer und immer wieder vor Augen halten. Damit wir
die Entwicklung wirklich gut beobachten können, stellen wir den Teller mit
den gefüllten Eierschalen mitten auf unseren Esstisch. So haben wir ganz
regelmäßig und in relativ kurzen Abständen einen guten Blick darauf.
Wir haben dieses Jahr die Kresse an einem Dienstag Nachmittag gesäht,
beim Frühstück am anderen Morgen konnten wir schon erkennen, dass die
gequollenen Kressesamen zum Teil schon aufgeplatzt waren. Von nun an dürfen
wir bei jeder Mahlzeit etwas Neues entdecken und nach ca. 1 Woche schon unsere
Butterbrötchen, die wir an diesem Tag selbst backen werden, mit feinen und
sehr gesunden Kressepflänzchen belegen.
Natürlich
muss man daran denken, die keimenden Pflanzen regelmäßig zu wässern.
Wir wechseln uns dabei jeden Tag ab, die Kinder machen das unheimlich gerne. Wenn
die Kresse dann hoch gewachsen ist, sieht das in den Eierschalenhälften wunderschön
aus, seht auf dem Bild rechts. Zum Abendbrot bekommt jeder auf sein Tellerchen
neben das Brötchen eines dieser Kresse-Eier gestellt, auch beim Osterfrühstück.
Bei uns finden die Kresse-Eier sogar auf dem Jahreszeitentisch ein Plätzchen
und wenn wir für unsere Neffen ein Osterkörbchen bereiten, dann kommt
auch in dieses ein Kresse-Ei Gartenarbeit wem
es möglich ist, kann die Kinder bei der Gartenarbeit helfen lassen. Kinder
mögen das sehr, sehr gerne und erleben dann sehr innig, was sich im Garten
so alles tut. Meist macht mein Mann draußen im Garten den Frühjahrsputz,
er liebt diese Tätigkeit als Ausgleich zu seiner Arbeit. Die Kinder helfen
sehr, sehr gerne mit, vor allem die Kleinen. Sie sind dann ganz in ihrem Element,
vor allem, wiel diese Arbeit ja auch verbunden mit den Elementen Wasser und Erde,
die für Kinder unheimlich viele Erfahrungsmöglichkeiten bieten und ihre
Sinne sehr anspricht. Im Herbst schon haben wir mit den Kindern zusammen Blumenzwiebeln
in der Erde vergraben - nun dürfen wir die "Früchte" in Form
von wunderschönen Blumen, Düften und Farben "ernten". Das
ein oder andere Blümlein holen wir dann zu uns auf den Jahreszeitentisch,
bewundern es aber noch viel lieber draußen im Garten. Die Kinder spüren
sehr genau, welches Wunder sie da vor sich haben. Damit man diese Wunder auch
gut sehen kann, ist ein Frühjahrsputz natürlich sinnvoll. Es wurden
Sträucher und Bäume geschnitten, der Lavendel gekürzt, Rosen ein
wenig zurückgeschnitten, altes Laub auf der Erde entfernt...man darf sich
wundern, wie schön nachher wieder alles ist. Jetzt ist auch die Zeit um
Beerensträucher zu pflanzen - wir haben einige besorgt und wollen sie diesen
Monat noch an ein schönes Plätzchen pflanzen. Maris hat Anfang April
Geburtstag - ich möchte ihm in diesem Jahr ein eigenes kleines Gärtchen
schenken (Maris hat sich ein Gärtchen gewünscht). Dazu werde ich die
Erde schon mal ein wenig mit den Kindern vorbereiten und außenherum eingrenzen,
mit Steinen oder Holz, mal sehen...Hier sollen dann Möhrchen geeihen, auch
Blümchen, Erdbeeren usw. Neben dem "Kindergärtchen" bauen
wir in diesem Jahr zusammen eine Kräuterschnecke. Kräuter brauchen wir
sehr viele - Salbei, Lavendel, Petersilie, Piminelle, Schnittlauch, Thymian....alles
soll hier ein Plätzchen in der Sonne finden. ..weitere
Bilder folgen bald Schnitzen dieses Jahr möchte
ich mit den Kindern wieder einfache Dinge schnitzen. Im März haben die Sträucher
und Bäume langsam wieder genug Saft, sodass die Rinde sich leichter vom Holz
löst. Dieses Jahr darf auch Maris zum ersten Mal ein Schnittzmesser alleine
in seiner Hand halten und Holunderstöcke von Rinde befreien, damit wir schöne,
weiße Stöcke zum Spielen haben. Auch Holunderpfeifen möchte ich
mit den Kindern zusammen schnitzen, ein Fangspiel, Zwerge...... Vielleicht
schenke ich Maris zu seinem 4. Geburtstag im April ein eigenes Schnitzmesser?
Natürlich darf er es nur haben, wenn ich oder der Papa dabei sind und ein
Auge darauf haben....
...Bilder folgen bald ...bald
geht es weiter mit Liebe genähte
Puppenkinder aus Naturmaterialien. Leider darf ich meine Puppen nicht mehr als
Waldorfpuppen bezeichnen, da der Name Waldorfpuppe markenrechtlich geschützt ist.
Inhaber des Namensrechtes für Waldorfpuppen ist der Bund der freien Waldorfschulen.
|