| aktualisiert am 25. Juli 2007 Juli
(Aquarellbild/Juli fehlt noch)
***
Puppenkind/Juli fehlt leider auch noch *** Weiss
ein Gärtlein klein, wird dein Herzlein sein. Fällt vom Stern ein
Leuchten drauf Blüht darin ein Röslein auf (Annemarie
Schwabe)
Juli
- Sommer, Sonne, Wasser...

Wasser
ist im Sommer ein ganz zentrales Element, besonders für Kinder. Es ist doch
sehr wichtig, den Kindern vielfältige Erlebnisse mit den 4 Elementen zu ermöglichen.
Jede Jahreszeit hat da so ihre Schwerpunkte, wie z.B. im Herbst die Luft (Herbststürme,
Wind, Drachen....), im Winter vorwiegend das Feuer (Wärme, Ofen, Kamin...),
im Frühling haben wir viel mit der Erde zu tun, beispielsweise wenn wir unseren
Garten wieder bestellen und im Sommer, wenn es heiß ist, dann ist Wasser
ein Element, das uns nicht nur Abkühlung bringt (Schwimmbad, Urlaub am Meer/See,
Garten bewässern...). Kinder werden von Wasser förmlich
angezogen, keine Pfütze, in die sie aus vollem Herzen hineinspringen (ob
nun mit oder ohne Gummistiefel), kein Matschloch, ohne dass sie voller Lust hineingreifen.
Eigentlich sind beinahe alle Kinder ausgesprochen "wassertauglich",
kleine wie große. Wenn ich unseren großen Sohn (14) als Beispiel nehme,
so benimmt er sich kaum anders wie sein kleiner Bruder mit 4 Jahren, wenn er in
die Nähe von Wasser kommt, wie man auf dem Bild erahnen kann ....Hier ist
er samt Kleidern und Schuhen in einen Brunnen getreten - natürlich in voiller
Absicht :0) Es finden sich für alle Jahreszeiten vielfältige
kindgemäße Erlebnisse mit den Elementen, so auch mit Wasser im Sommer,
die nicht allesamt so alltäglich und gewöhnlich sind...
*** Puppenkleiderwäsche
(oder ein erquickendes Schaumbad im Grünen) Ein
Ritual, welches wir jedes Jahr immer wieder gerne erleben ist unsere große
Puppenwäsche. Natürlich - auch unterm Jahr waschen wir das ein oder
andere Kleidungsstück unserer Puppenkinderschar. Jetzt aber im Sommer
ist große Wäsche angesagt und zwar draußen im Garten, wo man
sich nach Lust und Laune austoben kann und nicht darauf achten muss, eine Überschwemmung
zu verursachen. Man kann es sich doch bildhaft vorstellen wie schön es für
Kinder ist, so intensiv und beinahe grenzenlos Wasser und herrlichen Schaum zu
begreifen.
Wir holen neben allen Puppenkleidern, die wir so haben die
alte Zinkwanne heraus, unser Waschbrett, Kernseife und gaaaaanz viel Wasser und
so waschen wie die Waschfrauen es früher gemacht haben. Das ist eine große
Freude (nicht nur) für die Kinder und an heißen Tagen ist es nochmal
so schön, wenn nicht nur die Puppenkleider tropfnass werden, sondern auch
die Kinder. Man wundert sich kaum, wenn am Ende nicht nur die Kleidchen im Wasser
liegen.....Natürlich suchen wir uns einen extra heißen Tag dafür
aus :0) und singen "wer will fleißige Waschfrauen seh`n, der muss
zu uns Kindern gehn...."
Maris freut sich schon sehr
darauf, wenn nach getaner Arbeit der kleine Puppenwäscheständer voll
hängt mit kleinen Strümpfen, Mützchen, Hemdchen, Hosen.... Er mag
es so gerne mit den hölzernen Wäschklammern alles fein säuberlich
aufzuhängen und ist sehr zufrieden mit sich, wenn ihm das wieder einmal ganz
alleine gelungen ist. Sonst steht der Wäscheständer im Bad, wir hängen
daran unsere Waschlappen zum Trocknen auf. Auch das macht Maris sehr gerne (so
findet doch jeder in der Familie eine ihm gemäße Aufgabe :0) Ja,
es schenkt Zufriedenheit, wenn die kleine große Wäsche am nächsten
Tag wieder sorgsam abgehängt und zusammengelegt wird, trocken und sauber
duftend wieder zurück in den Puppenschrank oder ins Puppenköfferchen
gelegt wird - ein schönes Gefühl. aktuelle Bilder
aus diesem Jahr folgen bald.... *** Pflanzenfärberei  das
Färben von Wolle und Seide mit natürlichen Pflanzenfarbstoffen gehört
für mich zu den sinnlichsten Erlebnissen, die man
mit Kindern machen kann. Zum ersten Mal kam ich mit diesem Handwerk in Berührung,
als ich meine Weiterbildung am Waldorfkindergartenseminar in Stuttgart machte.
Ein ganzes Wochenende lang färbten wir Seide in den schönsten Farben.
Zu eben dieser Zeit kündigte sich unsere kleine Tochter an und so färbte
ich den Wiegenschleier selbst - hellblau und rosa, wie es in anthroposophischen
Kreisen üblich ist. Aber auch grüne Seidentüscher nahm ich
mit nach Hause, gelbe und braune....es war für mich ein wirklich sehr erlebnisreiches
Wochenende, an das ich mich gerne erinnere.
Wie
Du vielleicht schon weißt, arbeite ich 1x in der Woche ehrenamtlich als
Kindergärtnerin in unserem Waldorfkindergarten mit.
Draußen in der Natur auf dem Wilhelmshof verbringen wir unsagbar schöne
Tage mit den angehenden Schulkindern aus allen drei Gruppen.
 Hier
auf dem Wilhelmshof wohnen Liese und Lotte (siehe Bild oben), 2 Schäfchen,
die jedes Jahr im Juni nach der Schafskälte geschoren werden und uns dann
einen Berg von Wolle schenken. Jedes Jahr waschen wir mit den Kindern
zusammen diese Wolle (wieder das Element Wasser), trocknen sie auf großen
Tüchern ausgebreitet und kardieren sie später mit Handkarden oder mit
der handbetriebenen Kardiermaschine, die wir uns neben dem Spinnrad angeschafft
haben (ach, das Spinnen lernen wir auch noch :0)
Im Vorigen Jahr haben
wir den ersten Versuch gemacht, diese Wolle auch zu färben. Unser Wilhelmshofteam
ahnte sogleich, dass wir das wohl von nun an jedes Jahr machen werden.
Die
Besonderheit ist, dass wir auf dem offenen Feuer färben, was heutzutage sehr
ungewöhnlich und auch nicht ganz so einfach ist. Aber es macht großen
Spaß. Glücklicherweise haben wir einen alten Färbeofen bekommen
(siehe Bild rechts). Aber auch sonst sind wir prima ausgerüstet, sehr
einfach und altertümlich zwar (siehe Bild links mit Maris), aber das macht
das Ganze ja erst interessant. Wir werden bestimmt mal richtige Profis ;o) Im
ersten Jahr unseres Färbeversuches haben wir unsere Schäfchenwolle und
eingekaufte Seidentücher mit Alaun vorgebeizt und anschließend mit
Birkenblättern sonnengelb gefärbt.
Wir
wollen diese ie anfangs selbst sammeln, aber leider benötigt man so viele
Blätter, dass wir die ganze Birke hätten absammeln müssen. Da wäre
sie ja ratzekahl gewesen......so haben wir lieber getrocknete Birkenblätter
gekauft :0)
Zuletzt haben wir dem Birkenblättersud noch etwas Eisensulfat
zugegeben, die Wolle und Seide, die wir dann in den Sud gegeben haben, wurde wunderschön
olivfarben. Wir waren sehr zufrieden mit dem Ergebnis - immerhin war es unser
erster Versuch und das bei doch sehr erschwerten Bedingungen - draußen auf
dem Feuer, ohne konstante Temperatur usw. So hatten wir ganz besondere Seidentücher
für unseren Jahreszeitentisch zu Hause. Aber auch die drei Kindergartengruppen
bekamen
neben der gefärbten Wolle, mit der bald gefilzt wurde, Seidentücher
für den Jahreszeitentisch von uns überreicht. Die
Kinder waren "Feuer und Flamme" für diese Tätigkeit und mit
Herz und Seele dabei. Ich denke es war wirklich spannend zu beobachten, wie sich
die weiße Wolle, bzw. die weißen Tücher mit den Birkenblättern
und den anderen Zugaben in 2 ganz unterschiedliche Farben tönten. In
diesem Jahr wollten wir mehr....mindestens eine neue Farbe sollte hinzukommen.
Es ist leider nicht so einafch eine Rezeptur zu finden, die man wirklich auf dem
offenen Feur wagen kann, weil man eigentlich bestimmte Temperaturen einhalten
sollte. Tja, ein Feurchen kann man aber leider nicht so gut regulieren.

Dennoch
- wir wünschten uns neben dem schönen sonnigen Gelb vom vorigen Jahr
einen Roséton für Wolle und Seide dazu. So fiel die Wahl auf Cochenille
und wir wagten es einfach wieder ganz unbedarft.
Drei Färbetöpfe
standen auf dem Feuer - einer für gelb, ein zweiter für oliv und der
dritte für rosé. Leider war es, wie auch im letzten Jahr, ein
sehr heißer Tag. Ich stand also wieder einmal stundenlang schwitzend am
Feuer.... Aber es hat sich gelohnt, wie
man auf den Bildern erkennen kann. Das Färben von gelb und oliv kannten wir
ja schon. Mit Cochenille aber bekamen wir 2 ganz unterschiedliche Rosétöne.
Wir wissen nicht einmal genau, wie das geschehen konnte. Evtl. war beim zweiten
Färbegang in der gebeizten Wolle etwas mehr Weinstein enthalten,
der dann anders mit dem Färbegut reagierte und Wolle und Seide in einer anderen
Nuance färbte......so hatten wir also
4 Farben - gelb, oliv, rosé und....ja, eigentlich fast koralle. Auch
dieses Jahr freuten sich die Kinder über so viel Farbenfreude und experimentierten
sogar mit mitgebrachten weißen T-Shirts, die Großen batikten oder
hielten Servietten in den Farbtopf um zu sehen, was sich ergab. Die
Freude war groß, als man die Farbenfreude auch auf der Wäscheleine
betrachten konnte, die sich quer über die Wiese spannte wie früher in
der Werbung vom "Weißen Riesen"..... Zum
Abschluss kochten wir für alle, alle auf dem Feuerchen noch eine feine Gemüsesuppe
und backten Stockbrot und Brötchen, wie immer....
  Es
war eine sehr gesellige Runde von (rund 20 ) kleinen und großen Menschen,
die nach dem Aufräumen ganz zufrieden mit ihren bunten Tüchern nach
Hause gegangen ist. Ich hatte Mühe, die beiden Kleinen
bei der Heimfahrt im Auto wach zu halten. Sie waren ganz erfüllt von den
sinnreichen Erlebnissen des Tages und uns allen hing noch in der Nacht der Geruch
vom Feuer in den Haaren. Ich habe es leider nicht mehr geschafft, den Kindern
die Haare zu waschen. Alle legten sich nach einer kurzen und notdürftigen
Katzenwäsche ins Bett und schliefen innerhalb von wenigen Minuten seelig
ein. Das war aber ein schönes Sommererlebnis und wir freuen
uns allesamt auf das nächste Jahr.
Aber
wer weiß, vielleicht müssen wir gar nicht so lange warten...... Buchtipps:
gerne schaue ich mit den Kindern dann "Pelles
neue Kleider" von Elsa Beskow an, das passt einfach wunderschön.... Was
die Pflanzenfärberei selbst angeht, so arbeiten wir 4 vom Wilhelmshof nach
den Rezepten von Dorothea Fischer, die zwei tolle Bücher herausgebracht hat: "Wolle
und Seide mit Naturstoffen färben " und
"Naturfarben
auf Wolle und Seide - Färben ohne giftige Zusätze " *** Sommerregen-Spaziergang ich
denke, das machen beinahe alle Kinder, irgendwann und einfach von sich aus. Falls
nicht, dann könnte man sie ermutigen oder selbst mit hinaus gehen.... Wenn
es an einem heißen Tag plötzlich sachte beginnt zu regnen, warm und
weich, dann zieht es die Kinder magisch nach draußen. Sie lassen die weichen
Wasserperlen, die vom Himmel fallen, auf sich niederregnen und halten dabei meist
die Hände als Schalen nach oben, um wirklich überall das herrliche Nass
aufzufangen und zu spüren. Ich erinnere mich noch gut an meine Sommerregenduschen
in Kindertagen, die ich sehr genoss. Auf dem Bild am rechten Rand siehst
Du Madeleine. Es ist kein richtiger Sommerregen, der hier auf sie niederprasselt,
sondern das Wasser eines Springbrunnens. Aber so ähnlich ist es auch mitten
im Sommerregen, wenn die Sonne nach dem kurzen Schauer wieder über einem
lacht und die nassen Kleider trocknet.... *** Besuch
am Bodensee - unser festes Familien-Ritual jedes Jahr im Juli an meinem Geburtstag
(ich bin ein richtiges Rosen-Sommer-Löwenkind) in
diesem Jahr haben wir gleich 2 Tage einen Bodensee-Geburtstagsausflug gemacht.
Als Überraschung habe ich uns eine sonderbare Übernachtung organisiert.
Es gibt im Kressbronn am Bodensee nämlich ein Heuhotel, in dem ich uns "eingenistet"
habe. Ich erzählte es den Kindern erst auf der Fahrtdort hin, meinem Mann
kurz vor der Abreise - Bilder dazu weiter unten :0)
Kressbronn ist nicht
weit vom Pfänder in Österreich, wo wir den ersten Tag verbrachten. Die
Kinder mögen den sogenannten "Hausberg" von Bregenz sehr gerne.
Es ist wirklich herrlich mit der Seilbahn weit nach oben zu fahren und dann bei
sonnigem Wetter den Bodensee aus dieser Perspektive in seiner ganzen Pracht sehen
zu können. Wir hatten Glück und strahlenden Sonnenschein. Oben angekommen
machten wir einen Spaziergang - es gibt nicht nur eine wunderschöne Landschaft
zu sehen, die Alpen rundherum, saftige grüne Wiesen und Weiden wohin man
auch sieht, auch viele Tiere kann man aus der Nähe betrachten (Rehe, Hirsche,
Wildschweine, Hasen, Ziegen, Murmeltiere....) und sogar eine Greifvogelwarte kann
man besuchen, sofern man früh genug oben ist.
Bevor es Abend wurde,
wollten wir gerne zu unserem Nachtlager. Mit den beiden Kleinen saß ich
noch eine Weile oben in der Gaststätte, wo wir noch ein Stündchen Karten
spielten. Mein Mann ist nämlich mit den beiden Großen zu Fuß
wieder hinab ins Tal gestiegen. Wir drei sind wieder mit der Seilbahn zurück
- wenn die Beinchen der Kleinen besser tragen, dann gehen wir ein anderes Mal
auch zu Fuß hinunter.
Unsere
Nacht im Heuhotel war dann ein wirkliches Erlebnis - die "Zimmer" sind
in einer rießigen Heuscheune eingerichtet - auf dem Boden liegt überall
duftendes Heu, die "Zimmer" sind abgeteilt durch große Strohballen.
Man schläft in mitgebrachten Schlafsäcken
und bekommt am anderen Morgen ein leckeres Frühstück. Unsere Kinder
fanden es sehr lustig, so zu schlafen. Ich auch...mein Mann weiß nach wie
vor nicht so recht, ob es ihm nun gefallen hat oder nicht. Zugegeben, für
eine 6köpfige Familie ist der Übernachtungspreis nicht gerade günstig.
Aber ich denke, man muss sowas auch mal ausprobieren und erleben. Ich wollte das
jedenfalls schon immer mal.... Der Wunsch meiner Kinder war, dass
wir nach dem Frühstück auf die Insel Mainau gehen. Ein Besuch auf der
Blumeninsel im Bodensee gehört jedes Jahr für uns dazu - das schöne
Sonnenwetter lud uns ein und so verbrachten wir den Tag bis zum späten
Abend auf diesem schönen Kleinod.
Das Wasser ist für die Kinder
an ganz vielen Stellen greifbar nahe, ob in Form des Bodensees, wo unsere Kinder
immer gerne ein Bad nehmen oder auf der kleinen Insel selbst in Form von vielen
Brunnen oder dem neuen Wasserspielplatz, der allen sehr gefallen hat. Jedes
Jahr, wenn die Kinder hier am See sitzen, suchen sie nach flachen Steinchen -
es ist doch herrlich, wie auch so alte Spiele, die die Kinder früher schon
mochten, auch heute noch aufgegriffen werden. Ausdauernd
versuchten es alle 4, das Steinchen auf dem Wasser springen zu lassen.....
Ich
saß ein wenig abseits, weil ich ziemliche Kopfschmerzen hatte (von der Sonne?)
und beobachtete meine Kinder und meinen Mann. Es ist schön zu sehen, wie
erfüllend dieses Element doch ist. Wasser, dazu Steinchen, Muscheln -
mehr braucht es nicht, um eine schöne Stimmung herbeizuzaubern und die Welt
um einen herum zu vergessen....Sogar für einen bald 14jährigen sind
solche Momente unvergesslich. Auch
auf der Insel selbst genossen die Kinder das kühle Nass - an keinem Brunnen
kamen sie vorbei und zuletzt stand unser Großer samt Schuhen in einem solchen
und hatte dabei Freude, wie ein kleines Kind. Neben dem Wasser erfreuten
sich die Kinder auch an den wunderschönen Schmetterlingen im großen
Schmetterlingshaus. Wir konnten dieses Mal sogar erleben, wie einige ganz
frische Schmetterlinge geschlüpft sind. Oft hat man im Schmetterlingshaus
das Glück und ein Schmetterling kommt herbei, um sich einem auf die Hand
zu setzen. Schau mal, wie konzentriert unsere kleine Tochter still steht, damit
die zarte Schönheit auch ja nicht gleich wieder wegfliegt.... Ein Besuch
am Bodensee im Sommer ist wirklich wunderschön und mit unzähligen schönen
Erlebnissen verbunden. Im August fahren wir nochmal ans Schwäbische Meer
:0)
*** Hat nichts mit Wasser zu tun, ist
aber dennoch ein empfehlenswertes Sommererlebnis: (barfuß)
übers Stoppelfeld Wenige Kilometer von uns entfernt
liegt Markgröningen, die Schäferstadt. Alljährlich findet hier
seit über 500 Jahren der traditionelle Schäferlauf statt. Im Mittelpunkt
steht der Lauf von Schäfern und Töchtern von Schäfern - barfuß
übers 300 Schritt lange Stoppelfeld. Die Sieger werden zu Schäferkönig
und Schäferkönigin gekrönt und erhalten als Preis je einen Hammel. Das
können aber nicht nur Schäfer und Schäferstöchter - nein -
das können wir auch. Es piekst (vor allem anfangs) fürchterlich, aber
irgendwie macht es doch Spaß, es einmal zu versuchen, selbst wenn wir anschließend
nicht gekrönt werden und auch keinen Hammel bekommen. Natürlich kann
man auch mit Schuhen über so ein frisch abgemähtes Stoppelfeld laufen
(jeder wie er eben mag). Zuvor, wenn das Getreide noch steht, darf man das ja
nicht, weil man sonst die kostbaren Früchte zertritt. Aber nach der Maht
wird es uns kein freundlicher Bauer übel nehmen, wenn wir einen schönen
Spaziergang über sein abgeerntetes Feld machen. Hier und da findet man
sicher noch einzelne Getreidehalme, die wir einsammeln und zu Garben binden. Zu
Hause kann man sie auf den Jahreszeitentisch legen und zudem den Kindern anschaulich
zeigen, wie man Mehl aus den kleinen Körnern macht (dazu aber mehr im Jahresreigen/August). Einen
Teil des gesammelten getreides bewahren wir für das Winter-Vogelfutter auf,
das wir allmählich schon beginnen können zu sammeln (auch dazu mehr
zur Herbstzeit im Jahresreigen)..... Auch Stroh liegt oft noch auf dem Feld
herum. Das nehmen wir gerne für unsere Häschen mit und machen ihnen
damit den Stall wieder frisch. Saubere Halme benutzen wir zu Hause auch als
"Strohhalme" - nun wissen die Kinder auch, woher diese Bezeichnung herrührt. Bilder
folgen bald.... *** und
schon wieder und noch einmal - Rosenblüten ernten  
nach
wie vor sammeln wir mit einem Weidenkörbchen am Arm unsere Rosenblüten
im Garten, um diese in Brötchenteig zu kneten oder auch um Rosengelee daraus
zu kochen. Auch sonst sammeln wir die Blütenblätter, weil wir sie
doch wirklich für allerlei Kostbarkeiten verwenden können, sei es Tee,
als Füllung in Kissen, als Tischschmuck ... Glücklicherweise haben
wir mittlerweile viele Rosenstöcke, die auch lange, lange blühen. Es
bleiben immer auch welche am Stock, sodass diese uns auch erfreuen können,
wenn wir im Garten sind oder nach Hause kommen. Und schau mal,
was meine kleine Tochter u.a. mit Rosenblüten gemacht hat - ein wunderschönes
handgeschöpftes Papier. Ich würde gerne auch mti den Kindern Papier
schöpfen. Mal sehen, ob ich für die Ferien das nötige Handwerkszeig
dazu auftreiben kann. Es wäre für den Monat August eine schöne
Ferienbeschäftigung im Garten. 
*** Maris`Kindergärtchen-Tagebuch
im Juli Kindergärtchen-Tagebuch am 9. Juli 2007: heute
wollten wir uns einfach mal Zeit für unsere große Sonnenblume nehmen.
Maris meinte, sie vertrocknet (verblüht) schon. Ja, da hatte er wohl recht,
aber er ahnte noch
nicht, was damit zugleich verbunden ist - Freud und Leid. Wir zwei sind in
das Gärtchen gegangen, ich habe Maris auf den Arm genommen, damit er die
Blüte ganz nah betrachten konnte - sie ist ja schon größer als
ich ;0) Nun konnte Maris prima sehen, wie sich das Innere der Sonnenblume veränderte
- nur in der Mitte sah man noch die kleinen gelben "Blüten", drumherum
sah man etwas ganz anderes....da staunte mein kleiner Gartenzwerg nun aber sehr.
Maris erkannte sogleich, dass es Sonnenblumenkerne waren, die sich hier so zahlreich
zeigten. Ich erklärte ihm, dass sie noch nicht reif sind. Wenn sie es aber
einmal sein werden, dann würden wir sie ernten, wie auch die Früchte
und das gemüse im Garten. Einen kleinen Teil möchten wir aufbewahren,
um sie im nächsten Frühjahr wieder in die Erde zu legen. Maris weiß
nun, dass man von einer einzigen Sonnenblume ganz, ganz viele Sonnenblumen bekommen
kann....' Ein paar Kernchen möchte Maris aber aufessen - das darf er natürlich.
Und die restlichen Körner lassen wir in der Sonnenblume und legen sie
dann im Winter als Ganzes nach draußen in Maris` Gärtchen, damit die
Vögel sich daran laben können. So reich beschenkt uns also eine Sonnenblume Kindergärtchen-Tagebuch
am 12. Juli 2007: Ach herrje, die Erbschen mussten wir
leider aufgeben, bzw. den Schnecken überlassen. Wir konnten sie nicht mehr
vor ihnen retten. Man muss eben teilen - aber eigentlich
wurden wir ja schon reich beschenkt mit all den süßen Erdbeerchen im
Frühsommer. Allerdings ist nun erst einmal wieder Geduld angesagt, denn
auf die nächste Ernte müssen wir noch warten. Wenn man sich aber umschaut
in Maris`Gärtchen, dann darf man sich wirklich freuen - sooo viele Tomaten
hängen an den kräftigen Pflanzen,
dass man meinen könnte, sie brechen unter ihrer Last. An einer einzigen Tomatenpflanze
hängen nun schon über 20 recht große Früchte und dazu etliche
kleinere....Maris und alle anderen freuen sich schon sehr, bis sie rot und damit
erntereif sind. Wie lange das nun wohl noch dauert? Wir sind geduldig. Auch
die Kartoffelpflanzen sind mächtig gewachsen - sie reichen Maris schon bis
zum Bauch. Aber ich denke, Maris weiß noch gar nicht, wie das nun weiter
geht mit den Kartoffeln. Er weiß nur, dass wir 6 Kartoffeln in die Erde
gelegt haben und an dieser Stelle über der Erde eine Pflanze wächst.
Wo aber wachsen denn nun die neuen Kartoffeln? Bisher waren alle Früchte,
die es zu ernten gab über der Erde. Das wird eine ganz neue Erfahrung für
Maris sein. Kindergärtchen-Tagebuch
am 17. Juli 2007: 
wir
haben neue Gäste in Maris Kindergörtchen - Kartoffelkäfer. Ich
habe diese als Kind zuletzt gesehen und fand sie damals wunderschön. Das
sind sie doch eigentlich auch. Trotzdem gehören sie nicht auf Maris`Kartoffelpflanzen.
Ich entdeckte die kleinen Käferchen abends, als ich die Hasen in den
Stall bringen wollte und noch kurz im Garten vorbei schaute. Einige waren es....bis
auf 2 nahm ich alle Käferlein von den Pflanzen und setzte sie weit ab von
uns wieder ins Grüne (vielleicht finden sie ja eine andere Köstlichkeit).
2 dieser Tierchen ließ ich aber auf den Pflanzen in Maris` Garten, denn
mein Sohn schlief schon und ich wollte ihm doch Kartoffelkäfer zeigen....
"Glücklicherweise"
saßen die beiden auch am anderen Morgen noch da (wen wundert`s), hatten
jedoch kaum etwas verspeist vom saftigen Grün unserer Pflanzen und ließen
sich nun geduldig von Maris betrachten. Ich erzählte ihm, dass diese Käfer
unsere Kartoffelpflanzen gerne aufessen möchten, ganz und gar, diese dann
aber sehr darunter zu leiden haben und wir die beiden schönen Käferchen
besser ins Grüne setzen sollten, wo sie sich dann etwas anderes als Leibspeise
suchen nüssen. Das tat Maris dann gerne und seltsamerweise kamen sie
auch nicht wieder zurück :0)  Kindergärtchen-Tagebuch
am 19. Juli 2007: Heute früh, noch bevor wir in den
Kindergarten gegangen sind, sind wir geschwind in den Garten um zu sehen, was
die Tomaten machen (bald, bald ist Erntezeit, sie werden schon rötlich).
Ach - etwas ganz Schönes hat unsere Blicke eingefangen: die Sonne
hat schon fein geblinzelt und auf den Erdbeerblättern am Boden etwas Klitzekleines
zum Funkeln gebracht: winzige Perlen im Garten, wunderschön aufgereiht, ganz
kostbar und zart, schaut mal hier am rechten Bildrand - sieht das nicht wunderwunderschön
aus (naja, nicht ganz so fein wie in Wirklichkeit, aber eine leise Ahnung davon...)?
So eine Freude am frühen Morgen - dankesehr :0) Ja
- und Maris`Tomaten bekommen nun schon Farbe - ein zartes Orange-Rot ist zu sehen,
nun ist`s nimmer lang..... Kindergärtchen-Tagebuch
am 22. Juli 2007:  endlich
- heute war es soweit, es ist Erntezeit. Die ersten Tomaten sind rot. Unzählige
Tomaten hängen an den Pflanzen, dicht an dicht und ganz schwer. Wie die Pflanze
das tragen kann????? Heute durfte Maris mit seiner Schwester zusammen die ersten
beiden Tomaten ernten und wie es sich gehört, wurden sie noch an Ort und
Stelle verspeist. So muss das doch sein, oder? nach und nach werden wir ganz
viele Tomaten bekommen. hat sich die Arbeit nciht gelohnt? Ja, das hat sie. So
viel gab es ja nun auch wieder nicht zu tun, hier und da Triebe ausschneiden,
mit Brennesseljauche düngen, immer mal wieder die Pflanze an den Stab binden,
damit sie nicht umknickt unter ihrer schweren Last und eben bei warmem Wetter
gießen. Das alles hat Maris aber Freude bereitet.
Was
wir wohl mit all den Tomaten machen werden, die es die kommenden Wochen zu ernten
gibt? Wir werden sehen und erzählen es gewiss. im
Jahresreigen/August geht es hier weiter mit Maris` Kindergärtchen |