| gestaltet und ausgeführt im Jahr 2006
aktualisiert im Dezember 2009 Adventskranz 2009
Dezember Weihnachtszeit  (Aquarellbild
"Heilige Familie", gemalt von Madeleine im Dezember 2006)
*** Puppenkind
Engelein 
Über
Sterne, über Sonnen,
leise
geht Mariens Schritt. Lauter Gold und lichte Wonnen, nimmt sie für
ihr Kindlein mit. Wenn Maria heilig schreitet, von der Sterne Chor geschaut, wird
von ihrer Hand bereitet, was zur Weihnacht`niedertaut. Ruft
die Sonne, auf zu weben für des Kindes lichtes Kleid, bittet dann den
Mond zu geben, ihrem Kindlein Glück und Freud`. Alle
Sternlein spannt sie singend, an den großen Wagen an. Ziehet durch
den Himmel klingend, kommt so auf der Erde an
Nun
freuen wir uns alle schon sehr auf das Weihnachtsfest, das nicht mehr lange auf
sich warten lässt. Ich nehme mir die letzten Jahre immer mehr vor, die Wochen
vor dem Weihnachtsfest mit möglichst viel Hingabe und möglichst wenig
Stress auszufüllen, auch wenn das nicht immer so einfach ist. Es liegt mir
am Herzen, dass meine Kinder nicht nur auf Geschenke warten und das Weihnachtsfest
darauf reduziert wird, wie das heutzutage so oft beobachtet werden kann. Die Adventszeit
möchte ich mit meinen Kindern zusammen "sinn-voll" erleben und
das im wahrsten Sinne des Wortes. Weihnachten beginnt längst vor dem
24. Dezember. Die Festvorbereitung ist meist genauso wichtig wie das Fest selbst.
Jede Familie entwickelt für die Weihnachtszeit ihre eigenen Bräuche.
Ich erzähle Dir hier ein wenig von dem, wie wir den Dezember verbringen. unsere
Bräuche im Dezember: Adventskalender  . Am
1. Dezember hängt auch bei uns ein Adventskalender. Ich habe dafür schon
vor vielen Jahren 24 kleine Säckchen aus hübschem Stoff genäht,
die wir dann entweder an der Gardinenstange eines Fensters oder am einem anderen
schönen Platz zusammen mit etwas Weihnachtsschmuck aufhängen. Dieses
Jahr hängen unsere rot karierten Säckchen am Küchenbord (auch schön
am Treppengeländer anzusehen...). Trotz momentanen "Baustellenfeeling"
zu Hause muss unbedingt die rechte Weihnachtsstimmung geweckt werden und ich gebe
mir hierbei Mühe, so gut es geht. Die 24 Säckchen teilten sich bisher
unsere Kinder (glücklicherweise ist 24 ja durch 4 teilbar). In diesem Jahr
teilen wir uns den Adventskalender gar zu sechst. Jeder von uns darf der Reihe
nach (mit dem Jüngsten angefangen) dann 4x ein Säckchen öffnen.
Ich möchte nicht, dass die Kinder schon vor Weihnachten mit Geschenken überhäuft
werden. Bisher habe ich immer für jedes Kind eine klitzekleine Kleinigkeit
in ihr Säckchen gegeben, dieses Jahr teilen wir auch das etwas auf: Madeleine
und Maxim richten unsere Elternsäckchen, wir Eltern bestücken die Kindersäckchen.
Dabei sollen alle darauf achten, dass möglichst wenig Gekauftes/Materielles
hineinkommt, lieber mehr "Eigenes" und Ideelles. Das haben wir auch
sonst so gehandhabt und ich denke, dass das auch in diesem Jahr wieder beherzigt
wird. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass dies einfach eine schöne Geste
von allen ist und zudem die Kinder vor
diesem "Überfluss" bewahrt. Ideen gibt es so viele... Ideen
aus unserem Adventskalender der vergangenen Jahre: Rosinchen, kleine goldene
Streusterne, ein Ausstecherle als Gutschein für das gemeinsame Plätzchenbacken
am Nachmittag, ein Gutschein für eine sanfte Einreibung mit feinem Öl
am Abend, Mandelkerne, eine kleine Geschichte, ein Gedicht beim Frühstück,
ein Rätsel, hin und wieder auch eine Süßigkeit wie Marzipan .... Ich
bin gespannt, was uns dieses Jahr das Warten bis zum Heiligen Abend etwas "versüßt"
(wobei diese Zeit doch eigentlich oft viel zu kurz ist, hm?). Meist komme
ich nicht drumrum, meinen Kindern auch einen Schokoladen-Adventskalender mitzubringen.
Sie kennen es von vielen Freunden und Nachbarn, der Wunsch danach ist doch groß
und ich kann und mag ihnen das nicht verwehren. Maris hat dieses Jahr zum ersten
mal einen Schokoladenkalender bekommen. Wir haben ihm erklärt, dass man jeden
Morgen ein Türchen aufmachen darf. Das hat er auch verstanden...aber nicht
ganz eingesehen. Er hat am 1. Tag den Kalender genommen und mir mitgeteilt, dass
er ihn "nur nochmal angucken mag". Ja, dann ist Maris ins Zimmer nebenan
gegangen und war seeehr still. Als er zurück kam, reichte er mir kommentarlos
den Kalender. Ich sah sofort die Eselsohren an vielen Türchen, die er sorgfältig
wieder verschlossen hat, nachdem er "nur mal geguckt" hat. Ich habe
dann auch mal genauer geguckt und entdeckt, dass 9 Türchen nicht nur geöffnet
waren, sondern die Schokolade dahinter auch aufgegessen war ;0) Tja, merkwürdigerweise
waren später auch bei Madeleine 5 Türchen offen und ohne Schokolade.
Maris wollte auch da nur mal gucken....und heute ist bei Maris kaum noch ein Schokolädchen
drin, hm. Wie das wohl kommt?
Was es dieses Jahr in unserem
Adventskalender gab * von Noëlle bekam ich in einem Säckchen
einen Gutschein, in dem stand folgendes: "VON Noëlle FÜR MAMA MISCHÄL
EIN KUTSCHAEN VÜR MAMA EIN RÜKENEINREIPEN UNT EINE RÜKENMASASCHE
VON Noëlle" (süß, hm?) * ebenfalls von
Noëlle lag im Säckchen eine alte Bonbonschachtel (aus dem Papierkorb)
mit einem halben Kaugummi (den sie mir opferte:0) * Madeleine
hat mir selbstgemachte Schokomandeln in einem hübsch verzierten Glas geschenkt
, meinem Mann dann mit Kakao überzogene Marzipankugeln - auch selbst gemacht *
mein Mann bekam von Noëlle eine Rechenaufgabe auf einem schön angemalten
Papier "12= 6+?, 12= 2x ?, 300+100-200=?" * dann
gab es noch einen Gutschein von unserer kleinen Tochter, man darf ihr den Rücken
massieren :0) ...auch gut gemeint (für wen???) * unsere
Kinder bekamen jeweils 1 kl. Weleda-Öl mit einem Gutschein für eine
abendliche Fußeinreibung im Bett * Plätzchenausstecherle
mit Gutschein zum Plätzchen backen am Nachmittag * extra
Minikerzen für die Engelchen (siehe Beschreibung unten) *
ich habe einen Gutschein für ein Aquarellbild von Madeleine nach Wahl bekommen
(au ja) * Maxim hat angeboten 1 Woche "Liebkind"
zu sein...aha, das ist kaum vorstellbar, wir werden sehen *
Rosinchen * Dominosteine * Lebkuchen *
eine Geschichte * ein Harfenspiel am Abend *
ein goldener Stern * buntes Transparentpapier als Gutschein
fürs Sterne falten am Mittag * Gutschein für ein
Mittagessen nach Wahl ....
***
Adventsgärtlein im (Waldorf)-Kindergarten
ohne das Adventsgärtlein im Kindergarten wird es bei mir nicht richtig
Weihnachten. Für mich persönlich ist dies das allerschönste Fest
im ganzen Kindergartenjahr, es berührt mich in meinem Innersten. Wer
seine Kinder in einem Waldorfkindergarten hat der weiß, wovon ich spreche.
Für alle anderen kann ich es nur kurz umschreiben, da es doch so viel beinhaltet,
was ich an dieser Stelle kaum erklären kann. Das Adventsgärtlein
wird bei uns am 1. Advent gefeiert und soll die Kinder (und deren Eltern) auf
Weihnachten einstimmen. Ein großer, völlig abgedunkelter Raum im
Kindergarten wird zunächst ausgeräumt (an diesem tag ist der Kindergarten
dann geschlossen). Die Eltern haben die Tage zuvor Tannenreißig gesammelt
und in den Kindergarten gebracht. Diese Zweige werden dann nach dem Zurechtschneiden
in Form einer großen Spirale auf dem Boden des Zimmers verteilt. Diese Spirale
ist so groß, dass ein Weg darin entsteht, den man begehen kann. In der
Mitte dieser Spirale steht auf einem mit Tüchern geschmückten Podest
eine ganz, ganz große leuchtende Bienenwachskerze, auf einem Tablett in
der Nähe stehen rotbackige und polierte Äpfelchen, welche mit einer
kleinen Bienenwachskerze versehen sind. Als Tropfschutz ist ein Stern aus Goldpapier
eingelegt. Die Kinder werden im lediglich von Kerzen beleuchteten Kindergarten
am späten Nachmittag des 1. Advents im Vorraum von den Kindergärtnerinnen
empfangen und in ein separates Zimmer geführt. Die Eltern gehen derweil schon
in den vorbereiteten Raum mit der Spirale, setzen sich still auf die Plätze
(neben der Spirale stehen die kleinen Stühlchen für die Kinder, dahinter
die Stühle für die Eltern) und warten darauf, dass die Kinder singend
den Raum betreten. Sobald man den Raum betritt nimmt man den starken Duft
des Tannenreißigs wahr, das ist schon ein Erlebnis für sich, auch der
Anblick der Kerze in dieser Dunkelheit, die merkwürdige Stille im Raum.....
Wenn die Kinder den raum mit gesang betreten, dann stimmen auch die Eltern mit
in den Gesang ein. Zu Beginn wird immer das Lied "Über Sterne, über
Sonnen" gesungen (siehe Text oben, es ist mein Lieblingslied). Manchmal begleiten
einige Eltern den Gesang mit einem Instrument, hin und wieder spiele ich (wie
auch dieses Jahr) die pentatonischen Lieder auf der Leier, 1-2 andere Mütter
begleiten weitere Lieder z.B. mit der Gitarre oder mit einer Flöte. Alle
Kinder setzen sich auf ihre Plätze, der Raum ist recht dunkel, er wird zu
Beginn nur von dieser einen Kerze erhellt. Nun spricht die Kindergärtnerin
den folgenden Spruch: "in der dunklen
Nacht, ist ein Stern erwacht, leuchtet hell am Himmelszelt, schenkt
sein Licht der ganzen Welt, in der dunklen Nacht, ist ein Stern erwacht" Der
Reihe steht jedes Kind einzeln auf, bekommt in seine Hände ein Äpfelchen
mit der Kerze gereicht und geht die Spirale nach innen zur großen Kerze
(die Kindergärtnerin begleitet jedes Kind individuell). Dort entzündet
es sein Lichtlein an der Flamme in der Mitte, geht ein Stück den Weg der
Spirale zurück und stellt das Äpfelchen auf einen der goldenen Sterne,
die auf der Spirale liegen. Dann geht das Kind zurück zu seinem Platz - das
nächste Kind ist an der Reihe - immer wird der Weg eines jeden Kindes vom
Gesang der Eltern und den Instrumenten begleitet.
Mit
jedem Kind, das in die Spirale gegangen, sein Licht an der großen Kerze
entzündet und es dann auf der Spirale abgestellt hat, wird der Raum lichter
und lichter, bis der Raum am Ende von einer Vielzahl von kleinen Kerzlein erstrahlt
- je mehr die Flamme in der Mitte von sich verschenkt, desto strahlender wird
es.... Wenn alle Kinder an der Reihe waren, dann zieht die Kindergärtnerin
mit den Kindern zurück in den anderen Raum, wo sie angezogen und verabschiedet
werden. Währenddessen sitzen die Eltern zunächst meist sehr ergriffen
und still auf ihren Plätzen. Zwei von ihnen sammeln dann der Reihe nach von
innen nach außen die strahlenden Apfelleuchter wieder auf dem Tablett ein
und bringen es ins Zimmer nebenan, wo die Kinder bereits warten und jedes von
ihnen dann ein solches Äpfelchen bekommen wird. Mit dem Apfel und der brennenden
Kerze gehen die Kinder einzeln zu ihren Eltern - man geht dann still und beseelt
nach Hause. Was dann geschieht bleibt jedem Elternhaus überlassen. Bei
uns war es bisher immer so, dass mein Mann (er hat zu Hause auf uns gewartet)
den Weg zum Eingang mit vielen Kerzen beleuchtet und uns so stimmig empfangen
hat. Ich fand es immer so schön, dass er von sich aus erkannte, wie wichtig
diese Stimmung doch ist. Auf der Heimfahrt waren wir meist still oder haben
leise Lieder gesungen. Auf dem Esstisch steht immer schon unser Adventskranz
bereit. Mit dem Licht im Äpfelchen wird bei uns dann die erste der vier Kerzen
angezündet. Das Äpfelchen findet auf dem Jahreszeitentisch Platz und
darf jeden Abend leuchten.
Für mich bedeutet es sehr viel,
mein eigenes Kind zu betrachten, wie es auf seine ihm gemäße Weise
den Weg in das Innerste der Spirale geht und wieder zurück. Das ist bei jedem
Kind anders und sehr, sehr bewegend. Das eine Kind geht schnurstracks des Weges,
ein anderes geht ganz langsam und betrachtet den Weg in völliger Ruhe, wieder
ein anderes ist ängstlich und braucht die Hand der Kindergärtnerin....jeder
Mensch geht eben anders durch das Leben und das zeigt sich oft auch in anderer
Weise im Adventsgärtlein. Was bedeutet das Adventsgärtlein?
Ich denke, es erklärt sich ganz von selbst, wenn man ein wenig darüber
nachsinnt. Es sind ganz viele christliche Symbolkräfte enthalten (Gemeinschaft,
ein Weg, die Spirale, das Licht, der Apfel...) Nun erst also
ist bei uns wirklich Advent.... *** Krippe
auf dem Jahreszeitentisch die Krippe baue ich auf unserem Jahreszeitentsich
am Morgen nach dem Adventsgärtlein auf (das heißt, da steht sie dann
bereit, ich baue sie am Abend zuvor auf, wenn die Kinder im Bett sind). Manche
machen das schon am 1. Dezember, andere am Morgen des 1. Advents - das macht jeder
anders. Zuerst lege ich ein blaues Seidentuch auf dem Boden aus (blau und rot
sind die Farbe Marias), dazu in einer Ecke etwas Moos und Rinde für den angedeuteten
Stall. Kleine goldene Sterne am Boden führen als Weg Maria den Weg dort hin.
Jeden Tag verändert sich nun unsere Krippe, zuerst erscheinen Maria und Josef
am anderen Ende des Jahreszeitentisches und machen sich langsam auf den Weg. Zur
Krippe legen sich Ochs und Eselein, allmählich kommen auch die Hirten und
Schafe auf den Jahreszeitentisch hinzu und jeden Tag geht Maria mit Josef ein
Stück des Weges in Richtung Krippe, bis sie schließlich am 24. Dezember
dort angelangt sind und am Heiligen Abend ein ganz besonderer Stern hier leuchtet.
Bei uns trägt ein Engel diesen leuchtenden Stern und verkündet die Geburt
des Jesuskindes, das nun auch endlich in der Krippe liegt umgeben von Hirten,
Tieren, Maria, Josef und dem Verkündigungsengel. (Bilder
folgen, auch in der Rubrik Jahreszeitentisch) Begleitend zum Weg Marias
auf dem Jahreszeitentisch lese ich abends die Geschichte "Marias kleiner
Esel" von Gunhild Sehlin (Verlag Urachhaus) - jeden Abend eine kleine
Geschichte, sodass sie bis zum Heiligen Abend reicht. *** Einige
weitere Rituale speziell im Monat Dezember, bzw. in der Vorweihnachtszeit, gibt
es (wie meist in jeder Familie) neben dem alljährlichen Plätzchen backen,
Sterne
falten, musizieren usw. natürlich auch bei uns. Ich will Dir also gerne noch
ein wenig mehr aus dem Hause Brunnmeier verraten:
Begonnen hat es wie
überall am 1. Dezember mit dem Adventskalender (siehe oben). Unseren schlichten
Adventskranz aus Moos gestalte ich meist am Abend vor dem 1. Advent zusammen mit
meiner Freundin. Dieses Jahr bin ich schon morgens mit meinem kleinen Sohn in
den Wald gegangen, um Moos zu sammeln. Bei der Gelegenheit haben wir auch nach
Zwergen Ausschau gehalten. Maris weiß vom Kindergarten, dass im Herbst die
Kinder Zwergenhäuser im Wald gerichtet haben und darauf hoffen, dass die
Zwerge in diese Behausungen einziehen. Beim Laternenlauf war jedes Zwergenhäuschen
mit Kerzenschein beleuchtet...
Nun
ja, wir sind eine kleine Ewigkeit durch den Wald gelaufen, haben ein ganzes Körbchen
voll Moos gesammelt und lange, lange kein Zwergenhaus gesichtet. Dann aber endlich
hat Maris aufgerufen: Ein Zwergenhaus! Ganz deutlich, es stand am Wegrand, Maris
hat sich gebückt und freudig zum Eingang gezeigt. Dann flüsterte er
im Singsang ganz leise: "man sieht sie nicht, man hört sie nicht
..." - und ich sang dazu "sie zeigen selten ihr Gesicht".
Maris kennt das Sprüchlein nun aus dem Kindergarten, ich kenne es aber auch
und konnte ihn begleiten. Es steht in einem unserer Büchlein und ich war
so sehr gerührt, als ich ihn das so singen hörte. dass ich
mit ihm zusammen das kleine Liedchen gesungen ahbe, das hat Maris wiederum sehr
gefreut. Auf den Bilder am Rand kannst Du so ein Zwergenhaus (Eingang) und Maris
davor sehen.
Am 1. Advent selbst folgt dann ein Ritual, auf welches
sich meine Kinder schon seit vielen Jahren immer wieder freuen. Ich habe vor langer
Zeit einmal kleine Engelchen aus Ton (aus "unserer" Töpferei) bestellt,
die auf dem Kopf eine ganz kleine Mini-Bienenwachskerze tragen. Jedes meiner Kinder
hat ein anderes Engelchen bekommen. Ich bewahre sie das ganze Jahr über in
der Weihnachtskiste auf und hole sie erst zum 1. Advent hervor. Die Engelchen
mit den kleinen Flügelchen stehen dann auf dem Tisch am jeweiligen Platz
der Kinder und erleuchten über die Adventszeit hinweg jeweils nur an den
4 Adventssonntagen am Abend und an Weihnachten selbst. Es mag eine "Kleinigkeit"
sein, aber meine Kinder, bis hin zum Großen, freuen sich wirklich sehr über
dieses alljährlich wiederkehrende Ritual. Das Besondere sind manchmal
gar nicht unbedingt die Dinge selbst, sondern auch, weil man sie eben nur zu einer
ganz bestimmten Zeit hervor holt. Es muss also nicht unbedingt eine Engelkerze
sein, vielleicht auch ein Sternenleuchter o.ä.?
*** Kerzenschein
allgemein
Kerzenschein
- das ist doch etwas ganz Kostbares, nicht nur irgend ein Lichtlein. Meistens,
aber vor allem bei besonderen Anlässen, erleuchten bei uns reine Bienenwachskerzen
auf dem Tisch, bzw. Jahreszeitentisch (am liebsten handgezogene). Sie verzaubern
einem mit ihrem Duft, mit ihrer Beschaffenheit und dem Wissen, dass viele, viele
fleißige Bienchen das Wachs für diese Kerzen gefertigt haben. Für
mich ist ganz klar, dass bei uns eine Kerze niemals nicht mit dem Feuerzeig angezündet
wird. Ich finde das absolut unschön, unpassend...Das ist in unserem Haus
zur Gewohnheit geworden und ich finde diese Gewohnheit sehr schön, stimmungsvoll
und richtig. Eine Kerze zünden wir nicht einfach nur an, damit es hell ist.
Wenn bei uns eine Kerze angezündet wird, dann mit einer gewissen Bedeutung
und Anmut. Und diese Anmut wird damit unterstrichen, wenn die Kerze mit einem
Zündholz angezündet wird. Wir gestalten die einfachen Streichholzschachtel
auch gerne schön. Den Kindern macht es Freude und die Schachtel sieht dann
einfach viel, viel schöner aus. Das ist überhaupt nicht aufwändig
oder schwierig. Manchmal schneiden wir dafür einfach kleine Stücke aus
bemaltem Aquarellpapier zurecht (wie auf dem Bild rechts) und bekleben die Streichholzschachtel
von unten und oben mit diesem Papierchen. Man kann auch Filz verwenden oder Goldpapier
- gerade jetzt in der Adventszeit sieht das sehr hübsch auf dem Tisch aus. Richtig
"proffessionell" wird es, wenn man 2 Schachteln aufeinander klebt und
diesen "Doppeldecker" dann am Ende ebenso verziert. In der oberen Schachtel
befinden sich die ungebrauchten Zündhölzer, in die untere "Schublade"
legt man die gebrauchten hinein, die dann von zeit zu Zeit entsorgt werden. Zu
gewissen Gelegenheiten (Märchen, Goldtröpfle, Geschichte...), wenn
wir dazu eine Kerze anzünden, dann tun wir das mit einem Sprüchlein:
"ehe
wir beginnen, tief im Herzen drinnen, zünden wir ein Lichtlein an,
das uns leuchten und wärmen kann!
*** Kerzen
löschen

ebenso
wie das Anzünden einer Kerzen bedarf es für eine besondere Stimmung
eine besondere Form, wie das Kerzenlicht wieder gelöscht wird. Zu festlichen
Gelegenheiten, wie im Advent, Weihnachten, Ostern, Geburtstag usw. löschen
wir die Kerzen mit dem "Knulpenklaus" - unserem Kerzenlöscher.
Woher der Name Knulpenklaus stammt, ich weiß es nicht. Unsere frühere
Erzieherin hat diesen Namen im Kindergarten benutzt und so heißt er seit
Jahren bei uns ebenso. Das WIE ist bei vielen Dingen das gewisse Etwas. Gesten,
wie das Anzünden der Kerze mit einem Streichholz, das Löschen mit einem
schönen Kerzenlöscher - genau solches Tun bedeutet uns Menschen, unsere
Haltung und gestaltet die Stimmung
***
Plätzchen
backen  Weihnachtsplätzchen
werden sicher in den meisten Familien gebacken und auch wenn man oft mit den Kindern
zusammen in der Küche kocht und bäckt, so ist die Weihnachtsbäckerei
doch immer wieder etwas ganz Besonderes. Ohne Plätzchen backen kommt keine
Weihnachtsstimmung auf. Wir haben es uns so eingerichtet, dass wir mit der Weihnachtsbäckerei
erst im Advent beginnen, nicht schon vorher. Manche backen schon etwas eher, damit
sie am 1. Advent bereits Plätzchen haben. Da hat jede Familie ihre eigenen
Gewohnheiten. Ich versuche unsere Kinder auch in solchen Dingen, sich in Geduld
zu üben. Überall um einen herum ist schon alles fertig, alles da - kaum
ist der Sommer vorbei, so liegen die ersten Lebkuchen in den Regalen der Geschäfte.
Ich möchte dem gerne entgegenwirken und lasse den Kindern wirklich Zeit.
Zeit, sich in Vorfreude zu üben, Zeit für Geduld, Zeit, bis es eben
wirklich Zeit ist. Manchmal liegt in einem unserer Adventssäckchen ein
Ausstecherle verborgen, zusammen mit einer Ankündigung - dass heute der Tag
ist, an dem die ersten Plätzchen gebacken werden.. Natürlich dürfen
und sollen alle Kinder mitmachen, nicht nur dasjenige, bei dem das Ausstecherle
drin war. Aber das Ausstecherle selbst ist dann ein Neues und gehört dann
dem jeweiligen Kind. Ausstecherle sind sicher bei allen Kindern die liebsten Weihnachtsplätzchen,
ob mit Marmelade gefüllt, mit bunten Streuseln verziert oder mit Schokolade
überzogen... Nicht alle Plätzchen werden bei uns an einem Tag gebacken,
wir verteilen es auf 2-3 Nachmittage. Dieses Jahr hat Maris die Weihnachtsbäckerei
zum ersten mal so richtig miterlebt und war mit ganzem Herzen dabei. Ich habe
ihn mehr oder weniger tun lassen, was er wollte, denn er hat es einfach genossen,
seiner "Kreativität" freien Lauf zu lassen. Natürlich blieb
von seiner anfänglichen Teigkugel nicht viel übrig, weil ein Großteil
davon nämlich schon vor dem Backen in seinem Bäuchlein gelandet ist.
Madeleine half ihm dann beim Auswellen und er hat mit großer Freude immer
wieder den kleinen Tannenbaum ausgestochen, den er für sich auserkoren hatte.
Vielleicht dachte Maris, es hält besser, wenn man das Ausstecherle möglichst
oft in den Teig drückt - übereinander, nebeneinander, kreuz und quer.
Und sicherlich ist es noch besser, wenn man am Ende noch einmal mit dem Wellholz
über alles drüberollt...die Bilder sagen mehr als Worte, schau mal :0)
***
Nicht
nur auf unsere Kerzenengel müssen die Kinder bei uns warten, auch auf etwas
anderes müssen wir uns zu Hause bis zum 1. Advent gedulden: Bratäpfel,
Maronen und Punsch! Nach dem Adventsgärtlein gibt es bei uns am Abend
die ersten Bratäpfel und dazu Punsch (später im Advent dann auch Maronen).
Auch wenn die Gelüste und Vorfreude zuvor noch so groß sind, bis zu
diesem Tag müssen wir uns einfach gedulden - denn Geduld ist etwas, was für
mich zur Vorweihnachtszeit auch dazu gehört. In Geduld muss man sich einfach
üben. Jeder bei uns freut sich unheimlich, wenn dann nach dem Adventsgärtlein
die duftenden Bratäpfel und der leckere Punsch auf dem Tisch steht (Rezepte
siehe unten). An allen 4 Adventssonntagen gibt es am Abend bei Kerzenschein
wahlweise Bratapfel mit Punsch oder Maronen mit Punsch. Und auch auf das Plätzchenbacken
warten wir immer, bis es wirklich Advent ist. *** Nikolaustag Am
29. September wurde das Michaelifest gefeiert, das erste der 3. Feste, die uns
auf Weihnachten vorbereiten. Am 11. November schloss sich das Martinsfest
an und nun folgt am 6. Dezember der Nikolaustag. Wie immer tragen die Kinder derartige
Feste auch in das Elternhaus, wir begleiten die Feste jedes auf seine Weise auch
zu Hause. Am Nikolaustag achte ich sehr darauf, dass der Nikolaus selbst keine
"handelsüblichen" Geschenke bringt. Falls jemand aus der Verwandtschaft
es trotz all meiner Hinweise anders gestalten möchte, dann sage ich meinen
Kindern ganz klar, dass diese Geschenke NICHT vom Nikolaus sind, sondern Geschenke
ZUM Nikolaustag von der Oma, der Nachbarin usw. Ich trenne das seit Jahren schon
und halte daran fest. Der Nikolaus selbst bringt nämlich (zumindest bei uns)
"nur" Orangen, Mandarinen, Lebkuchen, Nüsse ....ich verteile keine
weiteren Geschenke an meine Kinder und halte das für absolut unnötig. Am
Abend des 5. Dezembers putzen wir alle, auch meine Kinder (im Gegensatz zu sonst)
, unsere Schuhe. Merkwürdigerweise suchen sich alle immer die Größten
aus - auch ich....Die blitzeblanken Schuhe stellen wir dann vor die Haustüre
und hoffen, dass der Nikolaus wieder vorbei kommt. Am anderen Morgen sind natürlich
alle gespannt. Die Kinder können es kaum erwarten, die Türe einen Spalt
zu öffnen (noch im Schlafanzug natürlich und ungewaschen und "ungefrühstückt"),
um zu spickeln. Bisher hatten wir immer Glück. Man erkannte sofort am Dreck
auf den Stufen, dass jemand da war: die Erdklumpen hat wie jedes Jahr Knecht Ruprecht
auf der Treppe hinterlassen, der bekanntlich aus dem Wald kommt und wirklich nie,
aber auch gar, gar nie seine Schuhe putzt. Es sieht immer aus vor der Türe
- unglaublich. Und wer kehrt das dann später weg????? Aber dann - man
sieht sogleich die gefüllten Stiefel: Orangen, Nüsse, Mandarinen, Lebkuchen
- alles ist da, wie jedes Jahr. Und damit man weiß, dass wirklich der
Nikolaus die Stiefel gefüllt hat und nicht etwa die Mama oder der Papa, so
glitzert Sternen- und Himmelsstaub auf den Schuhen, überall glitzert und
blitzt und leuchtet es golden. Ja, dann erkennt man, dass wirklich der Nikolaus
vom Himmel herabgestiegen ist, um den Kindern eine Freude zu bereiten. Und
ich kann mir sicher sein, dass meine Großen den Kleinen keine anderen Geschichten
erzählen, nie und nimmer! Denn bei uns weiß ein jeder, dass solche
Dinge nur geschehen können, wenn man daran feste glaubt. Und wer nicht daran
glaubt - tja, dann kommt der Nikolaus natürlich auch nicht. In diesen Fällen
helfen dann wohl Mama und Papa oder der Mann mit dem roten Mantel und der Zipfelmütze
nach???? So ist das wohl. Manchmal kommt nämlich meine kleine Tochter
enttäuscht daher und sagt, dass ihr eine Freundin erzählt hätte,
die Stiefel füllt gar nicht der Nikolaus, sondern Mama und Papa. Ja, das
mag schon sein, dass das bei der Freundin so ist. Bei uns aber nicht, weil unsere
Kinder ja an den Nikolaus glauben und er dann wirklich kommt. In manchen Jahren
kommt der Nikolaus mit seinem blauen Talar, der Bischofsmütze und dem Bischofsstab
sogar in den Kindergarten. Dann putzt er die Herzlein der Kinder mit einem Zweig
und schenkt jedem ein goldenes Sternlein samt einem Gruß von der Maria.
Er hat den Kindern auch erzählt. dass der Mann im roten Mantel, den man so
oft durch die Straßen ziehen sieht, eigentlich so etwas wie ein Helfer vom
Nikolaus ist...mehr nicht. Der Nikolaus jedenfalls ist ein ganz besonderer Mann,
ein Nikolaus eben und statt der roten Zipfelmütze trägt er seine Mitra.
Ja, so ist das... Wie ist es denn bei uns am Nikolaustag:  ach
ja, nie werden bei uns von den Kindern Schuhe geputzt. Aber bevor der Nikolaus
kommt, nimmt man sich schon etwas Zeit dafür. Man weiß ja, er legt
nur etwas hinein, wenn die Schuhe blitzeblank sind :0) So haben sich alle, außer
Maxim, daran gemacht, ihre größten Schuhe zu putzen, die man im Schuhregal
ausfindig machen kann - zur Not Gummistiefel, denn es soll ja ordentlich etwas
reinpassen. Ich selbst war am Abend des 5. Dezembers im Kindergarten, um mir wunderschöne
Erzählungen anzuhören, die eine ältere Frau aus dem Allgäu
uns Eltern vortrug. ich kam spät nach hause, es war schon fast 23 Uhr. Aber
es war schön zu sehen, wie alle Schuhe nebeneinader auf den Stufen vor der
Türe standen, 12 Schuhe standen in Reih`und Glied, natürlich noch leer.
Neben den Schuhen lag ein Brief von Madeleine, gerichtet an den Nikolaus. darin
stand: "Lieber Nikolaus, kannst Du dem Maxim in diese ausgelatschten
Schuhe auch etwas rein tun? Er war zu faul seine Schuhe zu putzen und sie vor
die Türe zu stellen. Es wäre nett von dir, wenn du sie trotzdem füllen
könntest, vielen Dank, deine Madeleine" Das ist doch Geschwisterliebe,
oder? Ich ging dann nach oben, meine kleine Tochter ist sofort aufgewacht
und merkte an, dass ich doch das Licht im Treppenhaus ausmachen sollte, weil sonst
der Nikolaus nicht kommt. So musste ich es ausmachen und im Dunkeln.... In
der Nacht wachten die Kleinen dann hin und wieder auf, sie waren aufgeregt, das
spürte man. Und auch wenn sie sonst morgens eher kaum aus den Betten kommen,
so ist das natürlich am Morgen des 6. Dezembers ganz anders. Kerzengerade
stehen sie beim ersten laut im Bett, flink sind sie im bad, sind flugs gewaschen
und angezogen - denn dann erst öffnen wir unten die Türe um zu sehen...
Und ja, er war da. Maris durfte die Türe öffnen und sah sogleich den
Dreck auf den Stufen - ein sicheres Zeichen, man sah auch Schuhspuren. Um die
Ecke dann das, worauf alle ungeduldig warteten: die gefüllten Schuhe! Alle
waren gefüllt, sogar die von Maxim. Der Nikolaus hatte ein Einsehen, welch
ein Glück. Die Schuhe glitzerten von all dem Sternenstaub, es war eine wahre
Pracht (die Schuhe von Maxim hatten jedoch etwas weniger vom Himmelsstaub, dass
muss man schon sagen).
Ein
Apfel war angebissen, er lag noch auf den Stufen, der Nikolaus oder Knecht Ruprecht
müssen ihn verloren haben. Auch Nüsse lagen den Weg entlang bis zur
Straße - hatte der Sack gar ein Loch? Wir weissen es nicht genau, aber wir
haben alles eingesammelt und den Apfel den Hasen gegeben (keiner wollte den angebissenen
Apfel sonst haben?). Im Haus stand schon ein großer Korb bereit, in den
alle ihre Schuhe ausschütteten. Es kamen Mandarinen hervor, Orangen, die
ersten Lebkuchen, Mandeln, Nüsse, Äpfel...ein ganzer Korb voll, aus
dem sich nun die nächsten Tage jeder immer mal wieder etwas nehmen dufte. Ach
ja, da war doch noch etwas. Als die Schuhe eigentlich schon geleert waren und
jeder seine Stiefel anziehen wollte, kam noch etwas hervor, was niemand vorher
entdeckt hatte. Eine Zaubernuss: eine Walnuss, aus der ein winziges Zettelchen
hervor kam, darauf stand in Glitzergoldschrift "Zaubernuss" (die
Schrift sah irgendwie der von Madeleine ähnlich, irgendwie...) - siehe Bilder
hier oben und rechts am Bildrand. Jeder machte die Nuss auf (sie war fest
verschlossen) und heraus kam eine leckere Honig-Marzipankugel, überzogen
mit feinem Kakao, hmmmmmmmmmmmmmm...Da fiel mir wieder Madeleines helles Wollhemd
ein, das sie gerade so gerne trug. Es war heute Morgen vorne ganz braun, sah aus
wie Kakao.... Dann frühstückten wir alle zusammen und jeder ging
aus dem Haus, in Schule und Kindergarten. Jeder mit goldenem Glitzer an den Schuhen,
Maxim war das fast etwas peinlich, was denken wohl seine Freunde? Maris dagegen
wollte im Kindergarten die Schuhe nicht gegen Hausschuhe eintauschen. Ich konnte
ihn doch überreden, er zeigte dann im Zimmer der Kindergärtnerin und
den Kindern den Sternenstaub und war so auch zufrieden.
*** Weihnachtsglanz
der Puppen
Jedes
Jahr zu Weihnachten bekommen unsere Puppen ihren Weihnachtsglanz. Nun fragtst
Du Dich, was das bedeutet? Unsere Puppen sind einen Tag vor Weihnachten verreist
(ich verliere keine großen Worte darüber, es iste infach so...) und
sitzen dann erst am Heilig Abend wieder bei uns mit frischen roten Bäckchen,
frisiert und neu gekleidet unter`m Christbaum, auch etwas Sternenglanz (Goldglimmer)
haftet immer an ihnen selbst - das ist dann der Puppen-Weihnachtsglanz :0). Dieses
Jahr bekommen unsere Puppen neue Mützchen, eine Jacke, einen Schal, Stulpen
und warme Handschuhe. Vielleicht auch noch ein neues Kleidchen ...es muss gar
nicht viel sein, oft freuen sich die Kinder schon an den frischen roten Bäckchen
und vor allem am Sternenglanz. Unsere Puppengarderobe wächst meist nur zu
Weihnachten an. Manchmal äußern die Kinder unterm Jahr schon Wünsche
(dann muss ich das immer gleich notieren) , meine Tochter sagte z.B. im Sommer
schon, dass sie auch mal so ein Rosenband für ihr Klärchen wünscht.
Nun, damit wird das Klärchen dann wohl unterm Christbaum sitzen.... *** Weihnachtsgeschenke
nun
will ich Dir ein wenig erzählen, was es bei uns (Beispiel aus dem Jahr 2007)
an Weihnachtsgeschenken gab. Ich bemühe mich in unserer Familie anzuregen,
dass man versucht wenigstens einige Geschenke selbst zu machen. Das ist mir vor
allem bei den Kindern sehr wichtig. Oft werden die Kinder auch ganz kreativ in
ihren Überlegungen, wie man an unseren Beispielen aus diesem Jahr erkennen
kann. Noëlle und Maris haben natürlich viele, viele
Bilder gemalt, wie sie es immer tun, auch wenn jemand Geburtstag hat. Ich finde
das sehr schön und zeige dann auch aufrichtig, wie sehr ich mich über
ihre Kunstwerke freue.
Noëlle
hat das in diesem Jahr wohl nicht ganz gereicht, sie wollte gerne etwas mehr schenken
und hat sich etwas Tolles überlegt (wenn auch nicht ganz eigennützig).
Dazu muss ich ein wenig ausholen: manchmal fahren wir auf einer Straße,
an der ein "Restaurant" steht, mit einem großen, gelben "M"
daneben. Meine kleine Tochter kennt die Vorzüge dieser Gaststätte aus
Erzählungen sehr gut, auch von ihrem Bruder, der hin und wieder dort mit
seinen Freunden zu Besuch ist, bevor sie gemeinsam ins Kino gehen. Manchmal
frägt Noëlle mich auch, wenn wir daran vorbei fahren, ob wir nicht geschwind
dort essen können - Pommes oder so. Leider bin ich noch nicht auf ihren Wunsch
eingegangen und so dachte sie sich, dass sie uns etwas nachhelfen müsste.
Sie fand auch einen prima Weg. Mein Mann bekam zu Weihnachten nämlich einen
selbst geschriebenen Gutschein (man sollte dazu wissen, Noëlle ist 7 Jahre
alt, geht seit einigen Monaten in die 1. Klasse, schreibt auf ihre Weise jedoch
bereits seit ca. 1,5 Jahren). Noëlles Gutschein sah so aus: "Kutschaen
- aen kutschaen vür nektdonelz vür papa" Ja, da haben wir
dann aber mächtig gestaunt. Unsere Tochter bot sich natürlich an, den
Papa zu begleiten. Einige Augenblicke später bekam auch ich solch einen
"Kutschaen". Wir sollten aber an unterschiedlichen Tagen zu "Nektdonelz"
gehen. Noëlle bot sich auch mir an, mich zu begleiten ;0)
Am
anderen Morgen meinte sie, dass man ja nicht einmal bezahlen müsse, wenn
man einen Gutschein hat. Das ist ja ganz einfach. Man kann sich auch immer wieder
einen neuen Gutschein machen. Wenn wir das vorher gewusst hätten....nun ja,
wir werden sehen, ob das die Mitarbeiter in dem haus mit dem großen, gelben
"M" auch so sehen....
Auch Madeleine hat sich Gedanken gemacht.
Sie ahnt wohl, wie wichtig es ist, dass eine Mama und ein Papa auch mal Zeit für
sich brauchen und sie weiß, mit was ich hin und wieder liebäugele.... Ich
habe von Madeleine einen wunderschönen, selbstgemalten Gutschein bekommen
(siehe Bild oben "Mary X-mas"), darin lag wiederum ein Gutschein (diesen
hat sie allerdings gekauft, aber das ist ja auch ok so). In der Nähe gibt
es eine Konditorei, in der es herrliche Torten
und Kuchen gibt. Dort hat sie für 10 € einen Gutschein besorgt und diesen
in ihren gemalten Gutschein gelegt, darin stand geschrieben: "liebe
Mama, mit diesem Gutschein darfst du es dir mit dem Papa zusammen in der Breuninger-Konditorei
gemütlich machen. Entspann dich einen Abend lang ohne davor aufzuräumen,
dich um die Kinder zu kümmern und dich stundenlang vor den Spiegel zu stellen.
Zieh dich einfach hübsch an, schnapp dir den Papa und geh. Guten Apetit
wünscht Madeleine" Madeleine bot an, in dieser Zeit die Kleinen
zu hüten und meinte, wenn etwas von den 10 € übrig bliebe, dann
könne ich es einfach auf den "Kopf hauen" . Ja,
es ging sogar zeitweise richtig lustig zu bei uns unter dem Christbaum.
Insgesamt
haben wir uns bemüht uns auch Dinge zu schenken, von denen wir alle gemeinsam
etwas haben, also Familiengeschenke. Da war z.B. das schöne rote Vogelhäuschen
für unseren Garten, ein gemeinsamer Ausflug in den Weltweihnachtszirkus in
Stuttgart, meine handgemachte Leier (siehe Bild und auch in der Familiengalerie)
oder auch die beiden besonderen Wärmfläschchen, die ein Freund in meinem
Auftrag angefertigt hat (siehe Rubrik Kalender, Januar). Natürlich
gab es auch Geschenke, die nicht für alle gemeinsam waren: Puppenkleider
für die jeweiligen Puppenkinder, Handschuhe und Mütze für mich,
eine Uhr für Maxim und meinen Mann, viele Bücher, Madeleine hat für
ihre kleine Schwester ein Aquarellbild für ihr Zimmer gemalt (siehe Bild),
einen Schäfchenhocker für Maris, eine eigene Leier
für Noëlle, eine Flöte für Madeleine, eine Tasche für
Maxim, Kinderschürzen für die Kleinen ....
Insgesamt
war es zusammen mit den Geschenken der Verwandten und Freunde doch wieder mehr,
als man dachte....Ich war diejenige, die am meisten Geschenke hatte, denn sogar
viele meiner Puppenwiegen-Gäste haben mich bedacht und ich war sehr gerührt
über all die schönen Karten, Briefen und Geschenken (siehe z.B. auch
das zuckersüße rosa Glücksschweinchen, das ich von Andrea bekam).
Wir machen es immer so, dass wir nacheinander auspacken. So durften meine
Kinder mir auch helfen, meine vielen Geschenke auszupacken, was vor allem Maris
sehr freute, denn er hält es immer kaum aus, bis er wieder dran ist. Dem
Alter nach darf bei uns jeder der Reihe nach eines seiner Geschenke nehmen (bzw.
man bekommt es gereicht), es ganz in Ruhe auspacken und die anderen schauen zu.
Es ist meist eine wunderbare Ruhe, auch wenn es so doch sehr lange dauert. Aber
jeder hat so die Möglichkeit genau zu schauen, was die anderen geschenkt
bekommen. Jedes Geschenk wird von jedem beachtet und geachtet. Man hat Zeit etwas
dazu zu sagen und es herrscht einfach keine Hektik. Wir machen das schon seit
über 10 Jahren so und werden es sicherlich auch so beibehalten. Die Geschenke,
die wir für uns einpacken, werden statt mit Geschenkpapier mit Seidentüchern
eingewickelt und mit Filzschnüren geschnürt. So haben wir keinen Anfall
und die Geschenke sehen in diese Farbenpracht gehüllt wunderschön aus. *** bringt
bei uns das Christkind die Weihnachtsgeschenke? kürzlich
wurde ich von einer Leserin gefragt, wie wir das mit den Weihnachtsgeschenken
handhaben, ob die das Christkind bringt oder nicht. Ich erzähle Euch
nun mal, was ich so darüber denke - sicherlich hat jeder da ein eigenes Emfinden
und handelt dem entsprechend, bei mir/uns ist es so: es gibt
rund um das Jahr einige Feste, die mit dem Brauch des Schenkens verbunden sind.
Ostern zum Beispiel oder auch der Nikolaustag (siehe oben). Bei diesen beiden
Festen habe ich keinerlei Probleme, meinen Kindern stimmige Geschichten zu erzählen
und passende Rituale zu pflegen. Es ist ganz klar, dass der Osterhase bunte Eier
im Garten versteckt und der Nikolaus zusammen mit dem Knecht Ruprecht die geputzten
Stiefel vor der Haustüre mit Mandarinen, Orangen, Nüssen und Lebkuchen
füllt. Ich habe das Gefühl, dass diese Tradition einfach so stimmig
ist, gerade in ihrer Zurückhaltung, was andere Geschenke angeht - die Ostereier
passen zum Osterhasen und auch Gaben wie Nüsslein usw. zum Nikolaus. Ich
muss jedes Jahr aber mitbedenken, dass wir nicht alleine sind, dass auch Nachbarn,
Freunde und Verwandte sich an Ostern und Nikolaus mit Geschenken beteiligen möchten
und man ihnen das nicht immer ausreden kann, so schade ich das finde. Mir wäre
es wirklich lieber, sie überliessen uns diese Feste, einfach mit den Gaben,
die wir für geeignet halten (Ostereier/Mandarinen, Nüsse, Lebkuchen...).
Leider klappt das selten, wir erklären unseren Kindern dann aber deutlich,
dass diese Geschenke nicht vom Osterhasen oder Nikolaus sind, sondern eben
von den jeweiligen Nachbarn, Verwandten, Freunden. Der Osterhase kommt schließlich
nur 1 Mal vorbeigesprungen, der Nikolaus ebenso - und nicht 5 Mal am Tag! Was
die "Geschichten" und die Handhabe der Geschenke zu Weihnachten angeht
- ja, das ist für mich dann doch nochmal eine ganz andere Sache, rein gefühlsmäßig
habe ich beim Weihnachtsfest anders entschieden und erzähle meinen Kinder
nicht, dass die Geschenke vom Christkind kommen. Ich ganz persönlich empfinde
das nicht als stimmig. Wie gesagt sind die Mitbringsel vom Osterhasen und Nikolaus
eher "natürlich" und wirklich sehr, sehr klein gehalten bei uns
(also gar keine Geschenke in dem Sinn) und ich möchte das auch gerne so beibehalten. Beim
Weihnachtsfest ist das bei uns wie wohl fast überall "(leider) anders,
selbst wenn ich immer schon den Wunsch hege, auch zu Weihnachten die Geschenke
wenigstens klein zu halten. Aber es ist leider nicht ausgeblieben, dass Weihnachtsgeschenke
auch in unserer Familie oftmals viel zu groß ausfallen, nicht nur solche,
die von uns Eltern stammen, sondern auch die, die von außerhalb kommen,
von Oma und Opa usw. Auch wenn wir in der Familie versuchen viele, viele Geschenke
selbst zu gestalten, damit sie wirklich von Herzen kommen, so sind viele andere
Geschenke doch "einfach" gekauft. Ich kann es von meinem Empfinden her
dann nicht gutheißen, wenn gerade solche Geschenke angeblich vom Christkind
kommen sollen - nein, das widerstrebt mir sehr. Auch solche Geschenke, die
wir selbst herstellen, gemeinsam mit den Kindern für unsere Verwandten und
Freunde, für die Geschwister usw. können gar nicht vom Christkind sein
- wir haben sie doch mit unsere eigenen Händen gemacht... Ich habe meinen
Kindern also nie erzählt, dass die Weihnachtsgeschenke vom Christkind kommen.
Ich habe für mich auch keine Erklärung, warum es das überhaupt
tun sollte. Bei uns hat das Christkind an Weihnachten Geburtstag und weil es
eine so große Freude ist, feiern wir dieses Fest alle zusammen, fats auf
der ganzen Welt. Wir zünden dem Jesukind viele, viele schöne Bienenwachskerzen
an, auf dem Tisch, am Fenster, draußen und natürlich am Weihnachtsbaum
und ja - wir beschenken uns sogar gegenseitig, aber nach Möglichkeit nicht
allzu sehr und wir überlegen uns gut, was wir schenken. Dennoch sind all
diese Geschenke meist eher "weltlich" - nicht so "natürlich"
und stimmig zum Anlass, wie es beim Osterhasen und beim Nikolaus der Fall ist.
Derartige Geschenke kann in meinen Augen das Chritkind nicht bringen. Unsere Kinder
wissen also immer schon, dass wir uns gegenseitig die Geschenke auswählen,
sie vorzugsweise selbst nähen, basteln, filzen...aber auch mal welche anderswo
einkaufen. Wir schenken uns etwas, weil wir den Geburtstag vom Christkind
feiern..ja, und irgendwie auch, weil man das eben so macht. Ich hätte
gar nichts dagegen, wenn es zu Weihnachten keine Geschenke gäbe oder nur
ein Familiengeschenk für alle zusammen oder nur Selbstgemachtes.... Allem
kann man sich aber einfach nicht entziehen (muss man auch nicht). Wichtig dabei
ist mir aber, dass wir ein gutes gefühl bei alledem behalten, es nciht übertreiben,
uns immer wieder von Neuem besinnen, zurückhalten und auch andere Rituale
haben, die die "Schenkerei" hoffentlich sogar etwas in den Hintergrund
stellen können, bzw. nciht so wichtig erscheinen, einfach als Teil eines
Ganzen sein lassen.
Schön finde ich, wenn man auch andere beschenkt,
die es "nötiger" haben als wir - dies dann symbolisch als Geschenk
an das Christkind. Das kann z.B. die Aktion Weihnachten
im Schuhkarton sein oder eine Spende an eine andere Organisation
(wobei das Geldspenden besonders für kleinere Kinder nicht soooo verständlich
ist), an weniger gut bemittelte Kinder in der Nachbarschaft, in dem man ihm z.B.
Plätzchen oder auch ein anderes kleines Geschenk vor die Türe stellt,
der lieben Nachbarin, die uns im Sommer immer Obst und Gemüse aus ihrem Garten
schenkt...Ideen gibt es da viele und es ist eine schöne und stimmige Geste. Ich
muss im Jahresreigen mal etwas mehr dazu schreiben!
selbst
gemachte Weihnachtsgeschenkideen: Winterlicht das
hier ist eine winterlich "eingekleidete" Glaslampe, die ursprünglich
einmal ganz schlicht aussah, wie man es gewiss noch erkennen kann. 
Damit
aus der einfachen Leuchte ein hübsches Lichtlein wird haben wir uns zuerst
einmal ein Körbchen mit zu einem schönen Sonnenspaziergang durch die
schon ziemlich kalte Herbstluft genommen und dabei Moos, Hagebutten und unterschiedliche
Zweige gesammelt. Zu Hause zurückgekehrt wurde der ganze Tisch mit Zeitungspapier
ausgelegt, damit man es später beim Aufräumen etwas einfacher hat.
Zu
unseren gesammelten Naturschätzen braucht man noch feinen Basteldraht (braun
oder auch gold), Dekoband (kariert, gepünktelt, geblümt...) und kleine
Schmuckstücke wie hier z.B. Fliegenpilzchen. Schön sind aber auch
kleine Zapfen, Eicheln, Zimtstangen, getrocknete Orangenscheiben, Sternanis, Erdnüsse
und dergleichen... 
Zuerst
habe ich den unteren Teil der Lampe mit Moos umwickelt. Das geht am besten zu
zweit - einer hält mit den Händen das Moos um die Lampe fest, der andere
wickelt etwas Draht drumherum, damit es gut hält. Ist das Moos befestigt,
so schiebt man vorsichtig die Zweige hinter das Moos. Am schönsten sehen
feine, dünne Zweige aus, z.B. von Birke oder zarter Weide. Auf dem Spaziergang
findet sich aber eine reichhaltige Auswahl. Sind genug Zweige angebracht (ganz
nach Geschmack), so wickelt man ebenfalls etwas Draht drumherum, damit die Zweige
gut am Glas anliegen. Ich finde, sie dürfen oben ruhig etwas überstehen,
aber keinesfalls nach innen gebogen sein!!! Es könnte sonst nämlich
zu heiß werden (auch wenn ich nicht denke, dass etwas passieren kann:
bitte auf eigene Gefahr ausprobieren und am besten nur unter Aufsicht leuchten
lassen. Die Lampe sollte aus Glas sei.). Ich habe vorsichtshalber (und auch
weil es ein schönes dämmriges Licht ergibt) nur eine 15 Watt-Glühbirne
in die Lampe geschraubt, sodass die Hitze nicht zu groß ist!
Zusätzlich
zum Draht, der die Zweige befestigt, habe ich auch noch ein schmales Dekoband
um alles gewickelt und daran kleine Fliegenpilzchen geknotet (die beiden Pilzchen,
die unten auf der Holzscheibe stehen sind übrigens unsere Salz- und Pfefferstreuer
;o). Der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt, wie gesagt passen statt der angeknoteten
Pilzchen auch andere Dinge dazu - bei uns wird wohl jede Lampe etwas anders gestaltet,
ich zeige bei Gelegenheit gerne weitere Bilder. Im Frühling kann man die
Lampe wieder abdekorieren und der Jahreszeit entsprechend neu gestalten.
Auch
für uns möchten wir einige dieser Lichter gestalten, denn wir finden
viele kleinere Lichtquellen im Haus verteilt schöner, als einzelne große
an der Zimmerdecke, die bei uns eher selten angemacht werden. So werden wir gewiss
Plätzchen finden auf dem Nachttisch, im Regal, auf dem Esstisch oder Fenstersims,
im Bad/WC.... Viel Freude Euch nun beim Ausprobieren, vielleicht
bekomme ich ja auch mal Bilder Eurer Lichterwerke zugeschickt???
Sobald
ich Zeit habe wird diese Anregung auch in meinen Jahresreigen hinüberwandern
und so das ganze Jahr über zu finden sein....
*** Unser
Adventskranz 2008 Habe
ich Euch nicht mal erzählt, dass unser Adventskranz jedes Jahr wieder anders
aussieht? Ich halte mich dabei nicht immer unbedingt an die klassische Kranzform,
wohl aber gerne an die traditionellen Farben grün und rot. Auch Bienenwachskerzen
dürfen bei uns niemals fehlen!
Im Advent 2008 habe ich einen schönen
Holzteller als Untergrund genommen und diesen mit frischem, weichem Moos belegt. In
die Mitte habe ich 4 schöne, rote, glänzend polierte Äpfelchen
gebettet, angelehnt an die Apfellichter, die es bei uns im Waldorfkindergarten
beim Adventsgärtlein (siehe Jahresreigen hier im Dezember) immer für
die Kinder gibt. Die Äpfel werden bis ca. zu einem Drittel mit einem Kerngehäuseentferner
ausgestochen und mit etwas Moos gefüllt. Darin halten nun gut die herrlich
duftenden Bienenwachskerzen. Um
die Äpfel herum habe ich ein zartes Kränzchen aus feinen Zweigen gelegt,
außen herum einige kleine Zieräpfelchen und Mandeln. Eigentlich
hatte ich noch mehr Deko bereitgelegt (Hagebutten, Walnüsse, getrocknete
Orangenscheiben, Zimtstangen, Golddraht...), es war mir damit dann aber viel zu
überladen. Die Schlichtheit mit den wenigen Zutaten fand ich am allerschönsten. Unser
Adventskranz 2009 
*** Rezepte
im Dezember: Ihr Kinder kommt und ratet,
Was im Ofen bratet! Hört, wie es knallt und zischt. Bald wird er
aufgetischt, der Zipfel, der Zapfel, der Kipfel, der Kapfel, der gelbrote Apfel.
Kinder, lauft schneller, holt einen Teller, holt eine Gabel! Sperrt
auf den Schnabel für den Zipfel, den Zapfel, den Kipfel, den Kapfel, den
goldbraunen Apfel! Sie pusten und prusten, sie gucken und schlucken, sie
schnalzen und schmecken, sie lecken und schlecken den Zipfel, den Zapfel,
den Kipfel, den Kapfel, den knusprigen Apfel. Bratapfel: ich
suche für jeden von und einen schönen großen Backapfel aus (Boskop
o.ä.) und entferne mit dem Apfellocher das Kerngehäuse. Am liebsten
essen unsere Kinder Bratäpfel mit Marzipan, deswegen kaufe ich im Bioladen
meist richtiges Honigmarzipan, das nur aus Honig, Mandeln und Rosenwasser besteht.
Es hat einen ganz besonders feinen Geschmack. Dieses Marzipan fülle ich nun
in den Apfel und stelle jeden in eine feuerfeste Form. Auf jeden Apfel gebe ich
ein ordentliches Stückchen Butter. Das Ganze kommt nun in den Backofen bei
ca. 180-200°C. Je nach Apfelsorte nebötigen die Bratäpfel unterschiedlich
lange, ich mag sie gerne, wenn sie innen recht weich sind und hole sie dann aus
dem Ofen, sobald der Apfel aufplatzt. Dazu gibt es bei uns entweder geschlagene
Sahne mit Honig und echter Vanille oder auch eine Vanillesoße.
Alternative Füllung: ich nehme grob gemahlene Mandeln/Nüsse, dazu Rosinen,
Haferflocken (Kleinblatt) und Marzipan, vermische alles mit einer Gabel gut miteinander
und verdünne die Masse so lange mit flüssiger Sahne, bis ein dicker
Brei entsteht, den ich dann in die Äpfel fülle - obendrauf wieder Butter
Kinderpunsch: Ich
koche meist recht viel Punsch, denn wir trinken ihn alle sehr gerne und haben
somit etwas länger daran. Punsch gibt es bei uns an allen Adventssonntagen
und auch an Weihnachten selbst. Auch unter der Woche in der Adventszeit trinken
wir ihn gerne mal zum Frühstück (evtl. Reste) oder beim Plätzchenessen
und basteln. Meine Angaben sind ca. Angaben, es lässt sich alles auch
variieren (was man eben so da hat). In einem ganz großen Topf koche ich
zunächst einen starken Früchtetee (ca. 500 ml), in den ich zusätzlich
einige kl. Zimtstangen, Sternanis, Orangenschalen (selbst getrocknete), 1/2 Vanilleschote,
Nelken, kl. Apfelstückchen usw. gebe (alternativ kann man einfach fertiges
Punschgewürz verwenden). Nach dem Aufkochen ca. 10 Minuten ziehen lassen. Dann
gebe ca. 500 ml Apfelsaft und ca. 1 l Orangensaft hinzu (ergibt eine schöne
orangene Farbe) und lasse auch das noch einmal ca. 10-15 Minuten bei geringer
Hiltze ziehen. Am Ende süße ich bei Bedarf ein wenig mit Honig nach,
nachdem die Gewürze herausgefiltert wurden. Ich fülle den Punsch dann
in einen ganz großen Krug, in den ich noch einige Scheiben Orangenschalen
gebe. Variation: am Leckersten schmeckt unser Punsch, wenn wir zu alledem am
Ende noch ca. 100 ml Holundersaft und vor allem noch ca. 100 ml Schlehensaft beigeben
(beides gibt es in kl. Flaschen als Muttersaft im Bioladen, die Farbe wird dann
etwas dunkler). Der Punsch bekommt dann einen ganz besonderen Geschmack, hmmmmmmmmmmmmm! Eigentlich
schmeckt der Punsch bei uns jedes mal ein wenig anders, mal kommt mehr Orangensaft
hinein, mal mehr Schlehensaft, mal schmeckt er mehr nach Zimt mal mehr nach Vanille....  Copyright
- 2001-2009 Rosenresli ®/Michèle Brunnmeier
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