aktualisiert am 8. August 2007

August


(Aquarellbild/August fehlt noch)

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Puppenkind/August fehlt leider auch noch

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Der Monat August ist bei uns in Baden Württemberg Ferienzeit. Man muss den Sommer mit seiner Wärme noch einmal in vollen Zügen genießen, bevor er sich ganz langsam aber deutlich verabschiedet und dem Herbst die Hand reicht, den man an so manchen Tagen schon riechen kann, wie mein Mann neulich meinte.

Das Element Wasser ergreifen wir auch in diesen Wochen wieder sehr gerne. An den Tagen, wo wir nicht im Urlaub sind, nehmen wir uns gerne die Zeit für uns als Familie, machen Ausflüge oder versuchen Ideen und Wünsche in die Tat umzusetzen, für die es während der Schul- und Kindergartenzeit wenig Möglichkeiten gibt.
Die Ferienzeit ist sehr kostbar für die Familie. Jeder kann seine Wünsche äußern, was er gerne machen möchte und wir versuchen so viel wie möglich zu verwirklichen, ohne jedoch zu sehr gehetzt zu werden von all unseren Vorhaben.
Immer sollen auch Tage dabei sein, an denen man seine Seele baumeln lassen kann - lange ausschalfen gehört ebenso dazu wie ein gemütliches und ausdauerndes Frühstück oder dass man mit einem schönen Buch in der Hand im Garten sitzen kann. Die kleinen finden immer etwas, was sie spontan ergreift oder man trifft sich mit den Nachbarskindern auf der Straße zum Spielen, was oft bis in die Dunkelheit hinein andauern kann....

In der näheren (oder manchmal auch weiteren) Umgebung gibt es Schönes zu erleben - der Tierpark Wilhelma in Stuttgart, der Märchengarten in Ludwigsburg, das Freilichtmuseum in Wackershofen, Trippstrill, der Bodensee....

Auch verschiedene Projekte wollen wir verwirklichen - im Sommer filzen wir gerne draußen im Garten und laden dann auch mal gerne unsere Nachbarn dazu ein. Und was wir im Ferienmonat August sonst noch gerne machen, davon berichte ich nach und nach ein wenig im Folgenden. Vielleicht ist die ein oder andere Anregung dabei, die Dir gefällt.....

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Rindenschiffchen schnitzen

ich denke, ein Rindenschiffchen gefällt allen Kindern sehr, auch Mamas und Papas haben ihre Freude an einem solch schönen Spielzeug.

Ich habe mir eigentlich schon im Juli vorgenommen, welche mit meinen Kindern zu schnitzen. Maris hat ja im April zuseinem Geburtstag ein Schnitzmesser bekommen, das natürlich auch gebraucht werden muss. Im Juli kam es dann doch nicht dazu, aber das Thema Wasser ist auch im August sehr gefragt.

So bot sich ein Tag an, an dem unsere drei Großen alle mit Freunden unterwegs waren und ich viel Zeit für Maris hatte. Er bat selbst darum, nun endlich das Schiffchen zu schnitzen.

Eine prima Idee - wir zogen gleich hinaus in den Garten. Maris holte seine kleine Werkzeugkiste aus dem Keller, die ihm ganz allein gehört und war ganz gespannt, was nun geschieht.
Voller Tatendrang erlebte ich meinen kleinen Sohn, wie er nach dem richtigen Werkzeug suchte. Ein Handbohrer kam zum Vorschein und den konnten wir auch prima brauchen, um später die Löcher für den Mast zu bohren.

Zuerst aber mussten wir die trockene Rinde in Form schnitzen, die wir schon vor Wochen mit nach Hause gebracht haben. 2 große und ganz dicke Rindenstücke lagen bereit. Es war recht mühsam, sie zu bearbeiten, sie war ganz fest udn überhaupt nicht brüchig.
Maris nahm ein kleines Stück, setzte sichauf die Rutsche im Schneidersitz und schnitzte einfach drauflos. Schön - er war ganz in seinem Element und um ihn herum lagen bald lauter kleine Rindenstücke, die zuvor nur so durch die Luft flogen. Schau mal auf dem Bild, wie ernst Maris bei der Sache war...

Ich setzte mich mit meinem großen Rindenstück neben ihm auf die Wiese und so schnitzten wir eine ganze lange Weile still vor uns hin. Eine schöne Stimmung war das. Nachdem wir beide meinten fertig zu sein, suchten wir im garten nach geeigneten Zweigen und Ästen für den Mast. Maris bohrte dann mit seinem Bohrer die Löcher in die Rindenstücke. Mit Holzleim klebten wir die beiden Mäste in den "Schiffsrumpf" und fanden unsere Schiffchen schon sehr gelungen.

Aber das Segel würde sie vollkommen machen. Maris`Schiffchen bekam eines aus einem großen Haselnussblatt, das zweite Rindenschiffchen bekam ein genähtes Segel aus einem roten Stoff mit Streifen.

Wir überlegten uns, wo wir die Schiffchen wohl schwimmen lassen würden. Dabei fiel uns ein, dass sie uns möglicherweise wegschwimmen könnten...das wäre schade. So suchten wir noch nach kurzen Ästen und fester Schnur. Maris bohrte in jedes Rindenstück nochmal ein kleines Loch, in dem wir die Schnur befestigen konnten. Die lange Schnur wurde dann um einem Ast gewickelt und so konnten wir später die Schiffchen einfach wieder zu uns herziehen, wie bei einem Drachen.

Maris konnte es akum erwarten loszuziehen und die Schiffchen schwimmen zu sehen. Ich wusste schon, wo ein schönes Plätzchen zu finden war - an der Enz in Bietigheim, unten in der Altstadt. Da gab es einen schönen Platz mit einer breiten Treppe, man konnte direkt zum Wasser hin. Oft waren dort auch Enten und Schwäne zu sehen.
So zogen wir los, wir zwei beide....die Sonne schien herrlich, es war richtig schön dort am Fluss. Das kleine Schiffchen hatte etwas Mühe mit dem Segeln, es kippte leider immer wieder um. Es war sicherlich zu schmal geraten ür den langen Mast samt Segel. Maris fand es aber nicht weiter schlimm, wir hatten ja noch unser großes Schiffchen. Das Kleine würden wir zu Hause einfach überarbeiten....

Ganz aufgeregt setzte Maris das Rindenschiffchen ins Wasser und staunte, als es einfach davonschwamm. Ein leichter Wind wehte und nahm es mit hinaus. Ganz fest hielt Maris das Stöckchen mit der Schnur in der Hand, er hatte Sorge, sein Schiffchen würde davonsegeln. Mit der Zeit wurde er ruhiger und hatte ganz viel Freude daran, dem Schiffchen nachzusehen, wie es dahinsegelte und es immer wieder zu sich herzuziehen, indem er die Schnur langsam um sein Ästchen wickelte.

Bald schon lockte unser Schiffchen viele Enten und auch ein Schwanenpärchen an, das Maris sehr beeindruckte. Maris bekam ein bisschen Angst (einer der Schwäne fauchte), war jedoch sehr neugierig, was die beiden großen Schwäne nun vor hatten, die immer näher kamen. Man konnte erkennen, dass sie selbst ein bischen bange waren.
Einer der beiden Schwäne traute sich jedoch langsam immer näher und näher. Er betrachtete sich das Rindenschiffchen ganz genau und schubste es am Ende zu Maris`Freude sachte an, bevor er mit seiner Schwanenfrau ein Stückchen weiter zog, aber immer wieder kam, wohl in der Hoffnung, wir hätten auch etwas Essbares dabei - das nächste Mal bestimmt :o)

Zwischendurch kamen nacheinander auch große 2 Hunde, denen es sichtlich zu warm war. Beide badeten genüsslich neben unserem Schiffchen, das sie überhaupt nicht interessierte. Eine kleine Dusche bekamen wir, als sich die zwei nach ihrem kühlen Bad in der Enz ausschüttelten.

Wir waren lange dort unten am Fluss. Maris hatte viel Freude mit dem Schiffchen (ich auch) und auch mit Steinchen, die er immer wieder ins Wasser fallen ließ. Es gefiel ihm, wie sie Kreise zogen.

Irgendwann war es doch an der Zeit, wieder nach Hause zu gehen. Maris zog das Schiffchen langsam zu sich her, nahm es unter seinen Arm und so fuhren wir nach Hause. Ganz glückselig war der kleine Mann und erzählte stolz beim Abendessen von seinem Erlebnis als Kapitän....
Bald machen wir das wieder. mal sehen, wer noch mitkommt und ob wir bis dahin eine ganze Flotte von Rindenschiffchen haben werden....

(Fotos auch in der Familien-Galerie)


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die Zahnfee kommt...

also - die Zahnfee kommt natürlich nicht nur im August, aber kürzlich fragte mich eine langjährige Puppenwiegen-Besucherin, ob es den Brauch der Zahnfee bei uns auch gäbe....
Ja, die Zahnfee kommt auch zu uns, das Zahnfee-Ritual gehört seit ca. 7 Jahren in unseren Jahresreigen (seit bei Maxim seine ersten Milchzähne verloren hat) und ich will Euch nun gerne ein wenig davon erzählen:

Sobald die Kinder allmählich zu "Schulkindern" werden, also um das 6./7. Lebensjahr herum, beginnen die Zähne zu wackeln (...und auch die Seele - Buchtipp: "Wackeln die Zähne - wackelt die Seele". Ein Handbuch für Eltern und Erziehende von Monika Kiel-Hinrichsen und Renate Kviske aus dem Verlag Urachhaus).
Auf dem Bild links siehst Du meine große Tochter Madeleine, kurz bevor sie in die 1. Klasse kam mit ihrer damaligen rießengroßen Zahnlücke ;o)
Bei meiner kleinen Tochter Noëlle dauerte es sehr viel länger, bis ihre ersten beiden Zähnchen wackelten - sie war längst in der ersten Klasse, als die beiden unteren mittleren Schneidezähne zaghaft begannen sich zu bewegen. Nun kommt Noëlle in die 2. Klasse, sie hat ihre ersten beiden "Schulkinderzähne" (wie wir immer sagen), ansonsten wackeln keine Zähnchen - zum Leidwesen von Noëlle, denn sie möchte sooo gerne, dass endlich die Zahnfee wieder zu ihr kommt.

Geschichten von der Zahnfee kenne ich schon lange, auch bevor ich eigene Kinder hatte. Wie Du weißt bin ich Kindergärtnerin und hörte von vielen Kindern ganz unterschiedliche Geschichtchen. Natürlich ging es immer auch darum, dass man sein verlorenes Zähnchen der Zahnfee gibt und diese dem Kind stattdessen etwas kleines und feines schenkt. Wie und was das ist, das ist von Familie zu Familie ganz unterschiedlich.

Meine Kinder hörten dann in ihrem Kindergarten ebenso Geschichten von der Zahnfee und wollten wissen, ob diese wohl auch zu uns käme...
Maxim war der Erste, der es erfahren hat - ja, die Zahnfee kam und kommt auch zu den Brunnmeiers ins Haus.
Ich war gut vorbereitet und konnte mir rechtzeitig so meine Gedanken machen. Die Idee mit der Zahnfee finde ich nach wie vor süß und ich heiße sie deshalb auch herzlich willkommen bei uns ;o). Es geht sogar so weit, dass ich ihr unter die Arme greife ;o)

Was die Geschenke angeht, da habe ich so meine eigenen Vorstellungen. Große "Geschenke" gibt es bei uns nämlich nicht, aber es sollten feine Geschenke sein (manchmal auch Dinge, von denen die Zahnfee (und nur die Zahnfee) ganz genau weiß, das man sich so etwas wünscht :0) Zwar auch alltägliche Geschenke, aber eben mit einer gewissen Besonderheit (z.B. der goldene Buntstift).
Es dürfen aber auch keine Geschenke sein, die den Kindern gleich verraten, dass diese nur von mir sein könnten....ich darf also nichts selbst machen (zumindest nichts eindeutiges), denn meine Kinder kämen sonst möglicherweise ins zweifeln - das wäre schade.
So besorge ich meist schon einen kleinen Vorrat (man weiß ja nie, wann so ein Zähnchen ausfällt....) "besondere" Kleinigkeiten - goldene und silberne Klangkugeln (Klangmurmeln) waren schon dabei, kleine Goldtröpfchen, Edelsteinchen, kleine bunte Holzperlen zum Auffädeln, ein Marienkäferknopf für das Nähkörbchen, ein goldener Buntstift, eine Glitzerzahnbürste mit kleiner Zahnpasta, eine Zahnputz-Sanduhr, ein Rästel, ein schönes Gedicht, ein kleines Büchlein, ein Blumenhaargummi, Blumensamen, Rosinchen, Mandelkerne.....
Das erste Geschenk war bei all unseren Kindern etwas ganz, ganz Besonderes - ein kleines Holzdöschen für die Milchzähne, weil das nämlich bei uns so ist:
das erste Mal, wenn ein Zähnchen ausfällt, dann hat man so ein Döschen noch gar nicht. Wir wickeln das Zähnchen dann in ein Taschentuch ein und legen es unter das Kopfkissen.

In der Nacht kommt natürlich und tatsächlich und ganz wirklich die Zahnfee herbei. Man merkt das schon allein daran, dass ein wenig goldener Feenstaub (Goldglimmer, gibt es z.B. im Bastelladen) auf dem Kopfkissen zu sehen ist. Manchmal duftet es sogar ein wenig nach....nach...nach Rosen? Oder Vanille? Oder Lavendel? Hm...man kann es nicht richtig erklären. Es riecht jedenfalls ganz besonders fein auf dem Kopfkissen (eine besondere äth. Ölduftmischung).
Das Taschentuch liegt nach wie vor da, aber das Zähnchen nicht mehr. Dafür aber eben diese Milchzahndose, in die man die kommenden Jahre dann die Zähnchen legen kann und so wohl behütet unters Kopfkissen legen kann. In manchen Spielzeugläden gibt es zum Teil wirklich hübsche hölzerne Zahndöschen - wir hatten Glück und haben welche gefunden. Eines davon siehst Du z.B. mit auf dem Bild unten, zusammen mit meinen Holzdöschen (dazu später mehr).
Das 2. und alle folgenden Zähnchen wird also nicht mehr in ein Taschentuch eingewickelt, sondern in diesem Döschen. Die Zahnfee nimmt jedes Mal den Zahn heraus und legt stattdessen unter das Kissen eine Kleinigkeit.
Nachts, wenn ich mir ganz sicher bin, dass das Kind schläft, dann versuche ich sachte die Dose zu finden (ist nicht immer so einfach) und bin der Zahnfee ein bisschen behilflich....

Morgens wachen meine Kinder meist früher als gewöhnlich auf, das ist ja klar....sogleich (im Halbschlaf) wird eine Hand unter das Kissen geschoben, die Dose geöffnet (zur Not geschwind geschüttelt) und geschaut, ob es etwas zu finden gibt. Die Freude ist immer groß, ganz egal, was auch die Zahnfee gebracht hat. Der Feenstaub bringt die Kinderaugen zum Leuchten (ist fast noch wichtiger als das Geschenk).
Natürlich bin ich jedes Mal völlig erstaunt über dieses schöne Geschenk, dass die Zahnfee wieder gebracht hat und frage mich, wo sie das wohl herbekommen hat und wie sie auf diese schöne Idee gekommen ist - ich staune immer wieder, wie gut sie doch meine Kinder kennt ;o)

Unsere beiden Großen kennen mittlerweile natürlich das Geheimnis.....aber sie würden dieses niemals preis geben. Im Gegenteil, sie freuen sich jedes Mal mit und bekommen natürlich nach wie vor auch etwas von der Zahnfee mitgebracht, denn beide sind noch im Zahnwechsel.
Die ersten 2-3 Jahre glauben die Kinder meist an die Zahnfee, wenn Eltern und große Geschwister (wie auch beim Nikolaus, Osterhasen usw.) "wahrhaftig" dabei sind und diese Tradition pflegen - ein Stück Kindheit....
Bei Maxim und Madeleine war es so, dass ich sogleich spürte, wenn sie hinter das Geheimnis kamen. Nie haben sie es ausgesprochen, ihr Blick hat es verraten. Aber immer haben wir die Zahnfee-Tradition beibehalten, ohne viele Worte drumherum. Es gehört einfach dazu.....

Es kam auch schon mal vor, dass ich es spät abends vergessen habe - es ist ja nicht immer so einfach, in der Nacht daran zu denken, wenn man selbst schon müde ist. Manchmal habe ich es dann morgens noch unters Kissen geschmuggelt. Wenn ich es aber doch einmal vergessen habe, dann ist Madeleine sogleich mit einer prima Antwort zur Stelle - einmal hat sie meiner kleinen Tochter ganz geschwind erzählt (als ich noch fragend und etwas verzweifelt am Bett stand), dass die Zahnfee auch mal krank sein kann oder in den Ferien ist und dann etwas später kommt. Deshalb müsse man das Zähnchen immer so lange unterm Kopfkissen lassen, bis sie es geholt hat. Ja, so wird es wohl sein.....wie gut, dass mein großes Töchterlein das weiß.
Es kam auch schon vor (ich muss zugeben, das ist gemein), dass ich bei den großen etwas zu lang vergessen habe, dass die Zahnfee noch kommen sollte. Puh, ist das gemein (man darf nicht allzu nachlässig werden!!!)...aber wie gut, dass die Kinder sowas nicht vergessen. Ich bekomme dann z.B. ewinen solchen Wink mit dem Zaunpfahl: "Mama, die Zahnfee hat aber lange Ferien dieses Mal...."

Es kommt auch vor, dass der Zahn einfach weg ist, weil man ihn verloren hat oder gar verschluckt. In solchen Fällen ist immer eine helle Aufregung bei den kleineren Kindern zu spüren, denn was ist nun??? Was ist, wenn die Zahnfee kommt und kein Zahn ist in der Dose?????
Ach, das ist gar kein Problem, denn die Zahnfee weiß trotzdem, dass man einen Zahn verloren hat (Zahnfeen wissen sowas einfach, deshalb sind sie ja Zahnfeen) und womöglich weiß sie sogar, wo er steckt. Deshalb legt sie auch dann ein kleines Geschenk unters Kopfkissen, wenn sie nix mitnehmen kann. Hach, wie gut......sonst gäbe es sicherlich hin und wieder Tränen.

Mittlerweile gibt es ja sogar Bücher mit Zahnfee-Geschichten. Diese lehne ich jedoch völlig ab. Ich möchte, dass meine Kinder ihre eigenen Bilder in sich tragen können und nicht diese übernehmen, die in diesen Büchern zu sehen ist. Auch die Geschichten, die dort zu lesen sind, sind nicht unbedingt so, dass sie mit unseren "Erfahrungen" übereinstimmen. Bei uns "lebt" die Zahnfee von unserer Phantasie.
Rechts siehst Du ein Kinderbild, auf dem Noëlle vor einiger Zeit einmal gemalt hat, wie sie sich die Zahnfee vorstellt.

Natürlich erzählen sich Kinder untereinander auch unterschiedliche Geschichten von der Zahnfee, manche glauben gar nicht einmal daran.....das es unterschiedliche Geschichten gibt, das ist nur zu gut verständlich, denn meines Wissens gibt es viele Zahnfeen und jede hat so ihre Eigenheiten. Das habe ich auch meinen Kindern erzählt.
Manchmal kommen die Kinder dann und sagen, dass andere meinen, es gäbe gar keine Zahnfeen....tja, Zahnfeen kommen nun einmal nur dann, wenn man an sie glaubt. Da ist es schon schade, wenn man das nicht tut. Dann kommen sie nämlich wirklich nicht....so einfach ist das.

Nun magst Du vielleicht wissen, wo all die Zähnchen hinkommen, die "die Zahnfee" mit sich nimmt. Tja, das wissen nicht einmal meine beiden Großen, aber ich will es Dir verraten: ich habe nämlich auch für jedes Kind noch ein Milchzahndöschen - jedem ein anderes. Eines ist aus Goldregenholz, die andere aus Erle, eine aus Haselnuss und eine aus Birnenholz. Diese besonderen Döschen (ich habe solche auch für die getrockneten Nabelschnurreste...) verstecke ich an einem sicheren Ort und bewahre alle gesammelten Zähnchen hier auf.
Wenn meine Kinder dann einmal groß sind, dann möchte ich ihnen gerne eine Erinnerungsschachtel mitgeben - in dieser Schachtel sollen lauter Kindheitserinnerungen behütet sein - Milchzähne, Strümpfe, die kleinen Wollhemdchen, eine Windel, das Lieblingskleid, die Lieblingsmütze, Fotos, Kinderzeichnungen.....und was sich im Leben eines Kindes so an Besonderheiten ansammelt. Natürlich möchte ich auch für mich und jedes meiner Kinder so eine Erinnerungsschachtel.

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Sobald ich zeitlich dazu komme, schreibe ich hier im Jahresreigen weiter

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Maris`Kindergärtchen-Tagebuch im August

Kindergärtchen-Tagebuch am 2. August 2007:

Die Sonne schien in den letzten Tagen wirklich hell und warm. Das tat Maris`Tomaten wirklich gut, denn heute entdeckten wir viele, viele sonnenrote Tomaten. Maris freute sich sehr als ich ihm sagte, dass wir abends zum vesper wohl einen schönen Teller voll Tomaten essen könnten. Am nachmittag zog Maris mit sienem Körbchen durch das kleine Gartenparadies und erntete ganz bedächtig seine Früchte.
Weil es nun doch recht viele Tomaten waren, die im Körbchen lagen dachten wir, dass wir daraus Tomatensalat machen könnten....

Gesagt - getan. Zum Vesper gab es herrlichen Tomatensalat. Ganz oft, so auch heute, hört man von Maris dann "aus meinem Gärtchen". Das sagt er so süß, dass ich jedes Mal beinahe dahinschmelze. Maris hat wirklich eine ganz große Freude an seinen kleinen und großen Gartenerlebnissen und weiß es sehr zu schätzen, wenn es etwas zu ernten gibt (siehst Du das auf dem Foto???). Ganz stolz und zufrieden ist er dann....


Tomatensalat machen wir immer auf ganz einfache, aber sehr leckere Weise

- hier ist unser Rezept:

Tomatensalat "Maris":

viele, viele reife udn sonnenrote Tomaten werden in Achtel geschnitten und in eine Schüssel gegeben (wir haben zur Feier des Tages den rießengroßen, tiefen Rosenteller genommen).
Am liebsten mögen wir Tomatensalat, wenn wir Zwiebelringe von Frühlingszwiebeln schneiden (oh - nächstes Jahr bauen wir die auch an) und diese über die Tomaten streuen.
Dazu Meersalz nach Bedarf/Geschmack (wir mögen beim Tomatensalat gerne etwas mehr ;o),
auch frisch gemahlener Pfeffer aus der Mühle darf nicht fehlen und dazu reichlich Öl - entweder kalt gepresstes Sonnenblumenöl oder Olivenöl

- hmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmm

Übrigens hat Maris heute zum Vesper nur Tomatensalat gegessen. Er nahm sich sein Tellerchen und verkündete gleich, dass er nichts anderes essen würde. So war es dann auch. Wir anderen hatten Glück, dass wir auch noch etwas abbekommen haben :0)

Noch etwas Neues gibt es aus Maris`Gärtchen zu berichten: Kartoffelkäferchen sind recht selten zu Gast und wenn, dann siedeln wir sie um.
Und endlich - Maris` Kartoffelpflanzen beginnen zu blühen (ohne Blüte keine Kartoffelernte!!!), schau mal wie schön das aussieht.

Ich muss gestehen - ich habe zuvor noch nie Kartoffeln angebaut und absolut keine Erfahrung mit dem Kartoffelanbau. Maris und ich sind da ganz spontan und naiv vorgegangen.
Ich habe in meinem schlauen Gartenbuch gelesen, dass das Welken des Kartoffelkrautes ankündigt, wenn die Früchte unter der Erde beginnen zu reifen.
Dummerweise weiß ich nicht einmal, welche Kartoffelsorte wir da in die Erde gelegt haben - ich habe nämlich einfach 6 Früchte aus unserer Kartoffelkiste herausgenommen, in der keimende und schon etwas schrumpelige Kartoffeln lagen (womöglich sogar ganz unterschiedliche???). Hm....
So werden wir nun einfach mal warten, bis das Kartoffelkraut welkt.
Späte Sorten (ich denke mal, das sollte hinkommen) kann man wohl ab August bis September ernten. Also, so lange ist das nimmer.

 

bald geht es weiter in Maris`Kindergärtchen-Tagebuch