| aktualisiert am 8. August 2007 August (Aquarellbild/August
fehlt noch)
*** Puppenkind/August
fehlt leider auch noch *** 
Der
Monat August ist bei uns in Baden Württemberg Ferienzeit. Man muss den Sommer
mit seiner Wärme noch einmal in vollen Zügen genießen, bevor er
sich ganz langsam aber deutlich verabschiedet und dem Herbst die Hand reicht,
den man an so manchen Tagen schon riechen kann, wie mein Mann neulich meinte.
Das
Element Wasser ergreifen wir auch in diesen Wochen wieder sehr gerne. An den Tagen,
wo wir nicht im Urlaub sind, nehmen wir uns gerne die Zeit für uns als Familie,
machen Ausflüge oder versuchen Ideen und Wünsche in die Tat umzusetzen,
für die es während der Schul- und Kindergartenzeit wenig Möglichkeiten
gibt. Die Ferienzeit ist sehr kostbar für die Familie. Jeder kann seine
Wünsche äußern, was er gerne machen möchte und wir versuchen
so viel wie möglich zu verwirklichen, ohne jedoch zu sehr gehetzt zu werden
von all unseren Vorhaben. Immer sollen auch Tage dabei sein, an denen man seine
Seele baumeln lassen kann - lange ausschalfen gehört ebenso dazu wie ein
gemütliches und ausdauerndes Frühstück oder dass man mit einem
schönen Buch in der Hand im Garten sitzen kann. Die kleinen finden immer
etwas, was sie spontan ergreift oder man trifft sich mit den Nachbarskindern auf
der Straße zum Spielen, was oft bis in die Dunkelheit hinein andauern kann.... In
der näheren (oder manchmal auch weiteren) Umgebung gibt es Schönes zu
erleben - der Tierpark Wilhelma in Stuttgart, der Märchengarten in Ludwigsburg,
das Freilichtmuseum in Wackershofen, Trippstrill, der Bodensee.... Auch
verschiedene Projekte wollen wir verwirklichen - im Sommer filzen wir gerne draußen
im Garten und laden dann auch mal gerne unsere Nachbarn dazu ein. Und was wir
im Ferienmonat August sonst noch gerne machen, davon berichte ich nach und nach
ein wenig im Folgenden. Vielleicht ist die ein oder andere Anregung dabei, die
Dir gefällt.....
*** Rindenschiffchen
schnitzen ich
denke, ein Rindenschiffchen gefällt allen Kindern sehr, auch Mamas und Papas
haben ihre Freude an einem solch schönen Spielzeug. 
Ich
habe mir eigentlich schon im Juli vorgenommen, welche mit meinen Kindern zu schnitzen.
Maris hat ja im April zuseinem Geburtstag ein Schnitzmesser bekommen, das natürlich
auch gebraucht werden muss. Im Juli kam es dann doch nicht dazu, aber das Thema
Wasser ist auch im August sehr gefragt. So bot sich ein Tag
an, an dem unsere drei Großen alle mit Freunden unterwegs waren und ich
viel Zeit für Maris hatte. Er bat selbst darum, nun endlich das Schiffchen
zu schnitzen. Eine prima Idee - wir zogen gleich hinaus in
den Garten. Maris holte seine kleine Werkzeugkiste aus dem Keller, die ihm ganz
allein gehört und war
ganz gespannt, was nun geschieht. Voller Tatendrang erlebte ich meinen kleinen
Sohn, wie er nach dem richtigen Werkzeug suchte. Ein Handbohrer kam zum Vorschein
und den konnten wir auch prima brauchen, um später die Löcher für
den Mast zu bohren. Zuerst aber mussten wir die trockene Rinde
in Form schnitzen, die wir schon vor Wochen mit nach Hause gebracht haben. 2 große
und ganz dicke Rindenstücke lagen bereit. Es war recht mühsam, sie zu
bearbeiten, sie war ganz fest udn überhaupt nicht brüchig. Maris
nahm ein kleines Stück, setzte sichauf die Rutsche im Schneidersitz und schnitzte
einfach drauflos. Schön - er war ganz in seinem Element und um ihn herum
lagen bald lauter kleine Rindenstücke, die zuvor nur so durch die Luft flogen.
Schau mal auf dem Bild, wie ernst Maris bei der Sache war... Ich
setzte mich mit meinem großen Rindenstück neben ihm auf die Wiese und
so schnitzten wir eine ganze lange Weile still vor uns hin. Eine schöne Stimmung
war das. Nachdem
wir beide meinten fertig zu sein, suchten wir im garten nach geeigneten Zweigen
und Ästen für den Mast. Maris bohrte dann mit seinem Bohrer die Löcher
in die Rindenstücke. Mit Holzleim klebten wir die beiden Mäste in den
"Schiffsrumpf" und fanden unsere Schiffchen schon sehr gelungen.
 Aber
das Segel würde sie vollkommen machen. Maris`Schiffchen bekam eines aus einem
großen Haselnussblatt, das zweite Rindenschiffchen bekam ein genähtes
Segel aus einem roten Stoff mit Streifen.
Wir überlegten
uns, wo wir die Schiffchen wohl schwimmen lassen würden. Dabei fiel uns ein,
dass sie uns möglicherweise wegschwimmen könnten...das wäre schade.
So suchten wir noch nach kurzen Ästen und fester Schnur. Maris bohrte in
jedes Rindenstück nochmal ein kleines Loch, in dem wir die Schnur befestigen
konnten. Die lange Schnur wurde dann um einem Ast gewickelt und so konnten wir
später die Schiffchen einfach wieder zu uns herziehen, wie bei einem Drachen. Maris
konnte es akum erwarten loszuziehen und die Schiffchen schwimmen zu sehen. Ich
wusste schon, wo ein schönes Plätzchen zu finden war - an der Enz in
Bietigheim, unten in der Altstadt. Da gab es einen schönen Platz mit einer
breiten Treppe, man konnte direkt zum Wasser hin. Oft waren dort auch Enten und
Schwäne zu sehen. So zogen wir los, wir zwei beide....die Sonne schien
herrlich, es war richtig schön dort am Fluss. Das kleine Schiffchen hatte
etwas
Mühe mit dem Segeln, es kippte leider immer wieder um. Es war sicherlich
zu schmal geraten ür den langen Mast samt Segel. Maris fand es aber nicht
weiter schlimm, wir hatten ja noch unser großes Schiffchen. Das Kleine würden
wir zu Hause einfach überarbeiten....
Ganz aufgeregt
setzte Maris das Rindenschiffchen ins Wasser und staunte, als es einfach davonschwamm.
Ein leichter Wind wehte und nahm es mit hinaus. Ganz fest hielt Maris das Stöckchen
mit der Schnur in der Hand, er hatte Sorge, sein Schiffchen würde davonsegeln.
Mit der Zeit wurde er ruhiger und hatte ganz viel Freude daran, dem Schiffchen
nachzusehen, wie es dahinsegelte und es immer wieder zu sich herzuziehen, indem
er die Schnur langsam um sein Ästchen wickelte.
 Bald
schon lockte unser Schiffchen viele Enten und auch ein Schwanenpärchen an,
das Maris sehr beeindruckte. Maris bekam ein
bisschen Angst (einer der Schwäne fauchte), war jedoch sehr neugierig, was
die beiden großen Schwäne nun vor hatten, die immer näher kamen.
Man konnte erkennen, dass sie selbst ein bischen bange waren. Einer der beiden
Schwäne traute sich jedoch langsam immer näher und näher. Er betrachtete
sich das Rindenschiffchen ganz genau und schubste es am Ende zu Maris`Freude sachte
an, bevor er mit seiner Schwanenfrau ein Stückchen weiter zog, aber immer
wieder kam, wohl in der Hoffnung, wir hätten auch etwas Essbares dabei -
das nächste Mal bestimmt :o)
Zwischendurch kamen nacheinander auch
große 2 Hunde, denen es sichtlich zu warm war. Beide badeten genüsslich
neben unserem Schiffchen, das sie überhaupt nicht interessierte. Eine kleine
Dusche bekamen wir, als sich die zwei nach ihrem kühlen Bad in der Enz ausschüttelten.
Wir
waren lange dort unten am Fluss. Maris hatte viel Freude mit dem Schiffchen (ich
auch) und auch mit Steinchen, die er immer wieder ins Wasser fallen ließ.
Es gefiel ihm, wie sie Kreise zogen.
Irgendwann war es
doch an der Zeit, wieder nach Hause zu gehen. Maris zog das Schiffchen langsam
zu sich her, nahm es unter seinen Arm und so fuhren wir nach Hause. Ganz glückselig
war der kleine Mann und erzählte stolz beim Abendessen von seinem Erlebnis
als Kapitän.... Bald machen wir das wieder. mal sehen, wer noch mitkommt
und ob wir bis dahin eine ganze Flotte von Rindenschiffchen haben werden....
(Fotos
auch in der Familien-Galerie)
 
*** die
Zahnfee kommt...
also - die Zahnfee kommt natürlich nicht nur
im August, aber kürzlich fragte mich eine langjährige Puppenwiegen-Besucherin,
ob es den Brauch der Zahnfee bei uns auch gäbe.... Ja, die Zahnfee kommt
auch zu uns, das Zahnfee-Ritual gehört seit ca. 7 Jahren in unseren Jahresreigen
(seit bei Maxim seine ersten Milchzähne verloren hat) und ich will Euch nun
gerne ein wenig davon erzählen: Sobald die Kinder allmählich
zu "Schulkindern" werden, also um das 6./7. Lebensjahr herum, beginnen
die Zähne zu wackeln (...und auch die Seele - Buchtipp: "Wackeln
die Zähne - wackelt die Seele". Ein Handbuch für Eltern und Erziehende
von Monika Kiel-Hinrichsen und Renate Kviske aus dem Verlag Urachhaus).
Auf
dem Bild links siehst Du meine große Tochter Madeleine, kurz bevor sie in
die 1. Klasse kam mit ihrer damaligen rießengroßen Zahnlücke
;o) Bei meiner kleinen Tochter Noëlle dauerte es sehr viel länger,
bis ihre ersten beiden Zähnchen wackelten - sie war längst in der ersten
Klasse, als die beiden unteren mittleren Schneidezähne zaghaft begannen sich
zu bewegen. Nun kommt Noëlle in die 2. Klasse, sie hat ihre ersten beiden
"Schulkinderzähne" (wie wir immer sagen), ansonsten wackeln keine
Zähnchen - zum Leidwesen von Noëlle, denn sie möchte sooo gerne,
dass endlich die Zahnfee wieder zu ihr kommt.
Geschichten von der Zahnfee
kenne ich schon lange, auch bevor ich eigene Kinder hatte. Wie Du weißt
bin ich Kindergärtnerin und hörte von vielen Kindern ganz unterschiedliche
Geschichtchen. Natürlich ging es immer auch darum, dass man sein verlorenes
Zähnchen der Zahnfee gibt und diese dem Kind stattdessen etwas kleines und
feines schenkt. Wie und was das ist, das ist von Familie zu Familie ganz unterschiedlich. Meine
Kinder hörten dann in ihrem Kindergarten ebenso Geschichten von der Zahnfee
und wollten wissen, ob diese wohl auch zu uns käme... Maxim war der Erste,
der es erfahren hat - ja, die Zahnfee kam und kommt auch zu den Brunnmeiers ins
Haus. Ich war gut vorbereitet und konnte mir rechtzeitig so meine Gedanken
machen. Die Idee mit der Zahnfee finde ich nach wie vor süß und ich
heiße sie deshalb auch herzlich willkommen bei uns ;o). Es geht sogar so
weit, dass ich ihr unter die Arme greife ;o)
Was die Geschenke angeht,
da habe ich so meine eigenen Vorstellungen. Große "Geschenke"
gibt es bei uns nämlich nicht, aber es sollten feine Geschenke sein (manchmal
auch Dinge, von denen die Zahnfee (und nur die Zahnfee) ganz genau weiß,
das man sich so etwas wünscht :0) Zwar auch alltägliche Geschenke, aber
eben mit einer gewissen Besonderheit (z.B. der goldene Buntstift). Es dürfen
aber auch keine Geschenke sein, die den Kindern gleich verraten, dass diese nur
von mir sein könnten....ich darf also nichts selbst machen (zumindest nichts
eindeutiges), denn meine Kinder kämen sonst möglicherweise ins zweifeln
- das wäre schade. So besorge ich meist schon einen kleinen Vorrat (man
weiß ja nie, wann so ein Zähnchen ausfällt....) "besondere"
Kleinigkeiten - goldene und silberne Klangkugeln (Klangmurmeln) waren schon dabei,
kleine Goldtröpfchen, Edelsteinchen, kleine bunte Holzperlen zum Auffädeln,
ein Marienkäferknopf für das Nähkörbchen, ein goldener Buntstift,
eine Glitzerzahnbürste mit kleiner Zahnpasta, eine Zahnputz-Sanduhr, ein
Rästel, ein schönes Gedicht, ein kleines Büchlein, ein Blumenhaargummi,
Blumensamen, Rosinchen, Mandelkerne.....
Das
erste Geschenk war bei all unseren Kindern etwas ganz, ganz Besonderes - ein kleines
Holzdöschen für die Milchzähne, weil das nämlich bei uns so
ist: das erste Mal, wenn ein Zähnchen ausfällt, dann hat man so ein
Döschen noch gar nicht. Wir wickeln das Zähnchen dann in ein Taschentuch
ein und legen es unter das Kopfkissen. In der Nacht kommt natürlich
und tatsächlich und ganz wirklich die Zahnfee herbei. Man merkt das schon
allein daran, dass ein wenig goldener Feenstaub (Goldglimmer, gibt es z.B. im
Bastelladen) auf dem Kopfkissen zu sehen ist. Manchmal duftet es sogar ein wenig
nach....nach...nach Rosen? Oder Vanille? Oder Lavendel? Hm...man kann es nicht
richtig erklären. Es riecht jedenfalls ganz besonders fein auf dem Kopfkissen
(eine besondere äth. Ölduftmischung). Das Taschentuch liegt nach
wie vor da, aber das Zähnchen nicht mehr. Dafür aber eben diese Milchzahndose,
in die man die kommenden Jahre dann die Zähnchen legen kann und so wohl behütet
unters Kopfkissen legen kann. In manchen Spielzeugläden gibt es zum Teil
wirklich hübsche hölzerne Zahndöschen - wir hatten Glück und
haben welche gefunden. Eines davon siehst Du z.B. mit auf dem Bild unten, zusammen
mit meinen Holzdöschen (dazu später mehr). Das 2. und alle folgenden
Zähnchen wird also nicht mehr in ein Taschentuch eingewickelt, sondern in
diesem Döschen. Die Zahnfee nimmt jedes Mal den Zahn heraus und legt stattdessen
unter das Kissen eine Kleinigkeit. Nachts, wenn ich mir ganz sicher bin, dass
das Kind schläft, dann versuche ich sachte die Dose zu finden (ist nicht
immer so einfach) und bin der Zahnfee ein bisschen behilflich.... Morgens
wachen meine Kinder meist früher als gewöhnlich auf, das ist ja klar....sogleich
(im Halbschlaf) wird eine Hand unter das Kissen geschoben, die Dose geöffnet
(zur Not geschwind geschüttelt) und geschaut, ob es etwas zu finden gibt.
Die Freude ist immer groß, ganz egal, was auch die Zahnfee gebracht hat.
Der Feenstaub bringt die Kinderaugen zum Leuchten (ist fast noch wichtiger als
das Geschenk). Natürlich bin ich jedes Mal völlig erstaunt über
dieses schöne Geschenk, dass die Zahnfee wieder gebracht hat und frage mich,
wo sie das wohl herbekommen hat und wie sie auf diese schöne Idee gekommen
ist - ich staune immer wieder, wie gut sie doch meine Kinder kennt ;o)
Unsere
beiden Großen kennen mittlerweile natürlich das Geheimnis.....aber
sie würden dieses niemals preis geben. Im Gegenteil, sie freuen sich jedes
Mal mit und bekommen natürlich nach wie vor auch etwas von der Zahnfee mitgebracht,
denn beide sind noch im Zahnwechsel. Die ersten 2-3 Jahre glauben die Kinder
meist an die Zahnfee, wenn Eltern und große Geschwister (wie auch beim Nikolaus,
Osterhasen usw.) "wahrhaftig" dabei sind und diese Tradition pflegen
- ein Stück Kindheit.... Bei Maxim und Madeleine war es so, dass ich sogleich
spürte, wenn sie hinter das Geheimnis kamen. Nie haben sie es ausgesprochen,
ihr Blick hat es verraten. Aber immer haben wir die Zahnfee-Tradition beibehalten,
ohne viele Worte drumherum. Es gehört einfach dazu.....
Es kam auch
schon mal vor, dass ich es spät abends vergessen habe - es ist ja nicht immer
so einfach, in der Nacht daran zu denken, wenn man selbst schon müde ist.
Manchmal
habe ich es dann morgens noch unters Kissen geschmuggelt. Wenn ich es aber doch
einmal vergessen habe, dann ist Madeleine sogleich mit einer prima Antwort zur
Stelle - einmal hat sie meiner kleinen Tochter ganz geschwind erzählt (als
ich noch fragend und etwas verzweifelt am Bett stand), dass die Zahnfee auch mal
krank sein kann oder in den Ferien ist und dann etwas später kommt. Deshalb
müsse man das Zähnchen immer so lange unterm Kopfkissen lassen, bis
sie es geholt hat. Ja, so wird es wohl sein.....wie gut, dass mein großes
Töchterlein das weiß. Es kam auch schon vor (ich muss zugeben, das
ist gemein), dass ich bei den großen etwas zu lang vergessen habe, dass
die Zahnfee noch kommen sollte. Puh, ist das gemein (man darf nicht allzu nachlässig
werden!!!)...aber wie gut, dass die Kinder sowas nicht vergessen. Ich bekomme
dann z.B. ewinen solchen Wink mit dem Zaunpfahl: "Mama, die Zahnfee hat
aber lange Ferien dieses Mal...."
Es kommt auch vor, dass der
Zahn einfach weg ist, weil man ihn verloren hat oder gar verschluckt. In solchen
Fällen ist immer eine helle Aufregung bei den kleineren Kindern zu spüren,
denn was ist nun??? Was ist, wenn die Zahnfee kommt und kein Zahn ist in der Dose?????
Ach, das ist gar kein Problem, denn die Zahnfee weiß trotzdem, dass
man einen Zahn verloren hat (Zahnfeen wissen sowas einfach, deshalb sind sie ja
Zahnfeen) und womöglich weiß sie sogar, wo er steckt. Deshalb legt
sie auch dann ein kleines Geschenk unters Kopfkissen, wenn sie nix mitnehmen kann.
Hach, wie gut......sonst gäbe es sicherlich hin und wieder Tränen. Mittlerweile
gibt es ja sogar Bücher mit Zahnfee-Geschichten. Diese lehne ich jedoch völlig
ab. Ich möchte, dass meine Kinder ihre eigenen Bilder in sich tragen können
und nicht diese übernehmen, die in diesen Büchern zu sehen ist. Auch
die Geschichten, die dort zu lesen sind, sind nicht unbedingt so, dass sie mit
unseren "Erfahrungen" übereinstimmen. Bei uns "lebt"
die Zahnfee von unserer Phantasie. Rechts
siehst Du ein Kinderbild, auf dem Noëlle vor einiger Zeit einmal gemalt hat,
wie sie sich die Zahnfee vorstellt. Natürlich erzählen sich Kinder
untereinander auch unterschiedliche Geschichten von der Zahnfee, manche glauben
gar nicht einmal daran.....das es unterschiedliche Geschichten gibt, das ist nur
zu gut verständlich, denn meines Wissens gibt es viele Zahnfeen und jede
hat so ihre Eigenheiten. Das habe ich auch meinen Kindern erzählt. Manchmal
kommen die Kinder dann und sagen, dass andere meinen, es gäbe gar keine Zahnfeen....tja,
Zahnfeen kommen nun einmal nur dann, wenn man an sie glaubt. Da ist es schon schade,
wenn man das nicht tut. Dann kommen sie nämlich wirklich nicht....so einfach
ist das. Nun magst Du vielleicht wissen, wo all die Zähnchen hinkommen,
die "die Zahnfee" mit sich nimmt. Tja, das wissen nicht einmal meine
beiden Großen, aber ich will es Dir verraten: ich habe nämlich auch
für jedes Kind noch ein Milchzahndöschen - jedem ein anderes. Eines
ist aus Goldregenholz, die andere aus Erle, eine aus Haselnuss und eine aus Birnenholz.
Diese besonderen Döschen (ich habe solche auch für die getrockneten
Nabelschnurreste...) verstecke ich an einem sicheren Ort und bewahre alle gesammelten
Zähnchen hier auf. Wenn meine Kinder dann einmal groß sind, dann
möchte ich ihnen gerne eine Erinnerungsschachtel mitgeben - in dieser Schachtel
sollen lauter Kindheitserinnerungen behütet sein - Milchzähne, Strümpfe,
die kleinen Wollhemdchen, eine Windel, das Lieblingskleid, die Lieblingsmütze,
Fotos, Kinderzeichnungen.....und was sich im Leben eines Kindes so an Besonderheiten
ansammelt. Natürlich möchte ich auch für mich und jedes meiner
Kinder so eine Erinnerungsschachtel. *** Sobald
ich zeitlich dazu komme, schreibe ich hier im Jahresreigen weiter *** Maris`Kindergärtchen-Tagebuch
im August Kindergärtchen-Tagebuch am 2. August
2007: Die
Sonne schien in den letzten Tagen wirklich hell und warm. Das tat Maris`Tomaten
wirklich gut, denn heute entdeckten wir
viele, viele sonnenrote Tomaten. Maris freute sich sehr als ich ihm sagte, dass
wir abends zum vesper wohl einen schönen Teller voll Tomaten essen könnten.
Am nachmittag zog Maris mit sienem Körbchen durch das kleine Gartenparadies
und erntete ganz bedächtig seine Früchte. Weil es nun doch recht
viele Tomaten waren, die im Körbchen lagen dachten wir, dass wir daraus Tomatensalat
machen könnten....
Gesagt - getan. Zum Vesper gab es herrlichen Tomatensalat.
Ganz oft, so auch heute, hört man von Maris dann "aus meinem Gärtchen".
Das sagt er so süß, dass ich jedes Mal beinahe dahinschmelze. Maris
hat wirklich eine ganz große Freude an seinen kleinen und großen Gartenerlebnissen
und weiß es sehr zu schätzen, wenn es etwas zu ernten gibt (siehst
Du das auf dem Foto???). Ganz stolz und zufrieden ist er dann....
Tomatensalat
machen wir immer auf ganz einfache, aber sehr leckere Weise 
-
hier ist unser Rezept: Tomatensalat "Maris":
viele, viele reife udn sonnenrote Tomaten werden in Achtel
geschnitten und in eine Schüssel gegeben (wir haben zur Feier des Tages den
rießengroßen, tiefen Rosenteller genommen). Am liebsten mögen
wir Tomatensalat, wenn wir Zwiebelringe von Frühlingszwiebeln schneiden (oh
- nächstes Jahr bauen wir die auch an) und diese über die Tomaten streuen. Dazu
Meersalz nach Bedarf/Geschmack (wir mögen beim Tomatensalat gerne etwas mehr
;o), auch frisch gemahlener Pfeffer aus der Mühle darf nicht fehlen und
dazu reichlich Öl - entweder kalt gepresstes Sonnenblumenöl oder Olivenöl
- hmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmm Übrigens
hat Maris heute zum Vesper nur Tomatensalat gegessen. Er nahm sich sein Tellerchen
und verkündete gleich, dass er nichts anderes essen würde. So war es
dann auch. Wir anderen hatten Glück, dass wir auch noch etwas abbekommen
haben :0) 
Noch
etwas Neues gibt es aus Maris`Gärtchen zu berichten: Kartoffelkäferchen
sind recht selten zu Gast und wenn, dann siedeln wir sie um. Und endlich -
Maris` Kartoffelpflanzen beginnen zu blühen (ohne Blüte keine Kartoffelernte!!!),
schau mal wie schön das aussieht.
Ich muss gestehen - ich habe zuvor
noch nie Kartoffeln angebaut und absolut keine Erfahrung mit dem Kartoffelanbau.
Maris und ich sind da ganz spontan und naiv vorgegangen. Ich habe in meinem
schlauen Gartenbuch gelesen, dass das Welken des Kartoffelkrautes ankündigt,
wenn die Früchte unter der Erde beginnen zu reifen. Dummerweise weiß
ich nicht einmal, welche Kartoffelsorte wir da in die Erde gelegt haben - ich
habe nämlich einfach 6 Früchte aus unserer Kartoffelkiste herausgenommen,
in der keimende und schon etwas schrumpelige Kartoffeln lagen (womöglich
sogar ganz unterschiedliche???). Hm.... So werden wir nun einfach mal warten,
bis das Kartoffelkraut welkt. Späte Sorten (ich denke mal, das sollte
hinkommen) kann man wohl ab August bis September ernten. Also, so lange ist das
nimmer. bald geht es weiter in Maris`Kindergärtchen-Tagebuch |