| aktualisiert am 3. Mai 2007 NEUES zum Thema
Geburtstag & im Kindergärtchen-Tagebuch April,
April... ...der weiß nicht, was er will - & Osterzeit 
(Aquarellbild
"Wichtelkinder bemalen Ostereier", gemalt von Madeleine im April 2007,) *** 
Irmchen
mit Schirmchen
eben hat es noch geregnet und schon scheint
wieder die Sonne - so ist der April. Irmchen lässt ihr Schirmchen lieber
noch offen, denn wer weiß, wer weiß... *** Ostern Erst
wenn der volle Mond erwacht, und so rund wie die Sonne lacht, kann es hier
auf Erden, wieder Ostern werden *** Um
den 21. März herum steht die Sonne genau senkrecht über dem Äquator.
Für unsere Nordhalbkugel beginnt endlich Frühjahr. Am tag der Frühlings-Tag-
und Nachtgleiche sind (wie der Name schon sagt) Tag und Nacht gleich lang - nämlich
jeweils 12 Stunden. Die Sonne geht nur an den Tagen der Tag- und Nachtgleiche
genau im Osten auf und im Westen unter
(also auch wieder am 21. September, wenn der Herbst bei uns beginnt). Nun warten
wir auf den ersten Frühlingsvollmond, der auf die Tag-und-Nachtgleiche folgt.
Der erste Sonntag nach diesem Vollmond wiederum ist Ostersonntag.
Am Sonntag zuvor ist Palmsonntag. Als ich noch klein war, da sagte meine Oma immer
zu mir, wer am länsgten schläft, der ist der Palmesel - das war meistens
ich ;0) Wie bei allen Jahresfesten ist es vor allem für
die Kinder wichtig, auch die Zeit vor dem jeweiligen Fest ausgiebig und kindgemäß
zu gestalten - der Weg ist das Ziel, das Fest selbst ist "nur" der Höhepunkt.
Kinder lieben Gewohnheiten, die immer wiederkehren. Sie nehmen jedoch dem
Alter entsprechend jedes Jahr wieder alles ganz neu in sich auf und freuen sich
meist sehr auf die Dinge, die sie schon kennen. Ich spüre auch bei unseren
Großen, wie sehr sie all diese kindlichen Rituale brauchen, mögen und
geradezu herbeisehnen. Damit Kinder eintauchen können, sich wirklich
verbinden dürfen mit den Jahresfesten und sie die Symbole wahrnehmen können,
benötigen sie Vorbereitungszeit. Ohne diese wäre das Osterfest wie viele
andere Feste auch (sei es Weihnachten, Johanni usw.) weitaus weniger bedeutsam.
Wir bereiten deshalb zusammen mit den Kindern auch das Osterfest vor, begleitend
zu dem, was im Kindergarten angeboten wird.
Natürlich sehen die Kinder
nicht, wie ich einen Abend vor dem Ostersonntag die Eier färbe und sie am
späten Abend oder in der Frühe im Garten verstecke - die Großen
wissen natürlich (auch wenn sie mich nie dabei erwischt haben)...aber unsere
beiden Kleinen glauben noch ganz fest an den Osterhasen und den Nikolaus und all
diese Seligkeitsdinge. Unsere beiden Großen hüten sich, den
zwei Kleinen das Geheimnis zu verraten. Sie helfen mir gerne dabei, ihren kindlichen
und kostbaren Glauben zu behüten.
Es gibt viele Möglichkeiten,
das Osterfest auf schöne Weise vorzubereiten. Schon beim Frühjahrsputz
können die Kinder ein wenig helfen. Bei uns wird. z.B. das Puppenhaus
ausgeräumt, sauber gemacht und frisch eingeölt, bzw. mit Bienenwachs
eingerieben. Wir machen im Garten sauber, bemalen zusammen Ostereier für
den Osterstrauch, lesen Hasengeschichten, singen Frühlings- und Osterlieder,
machen Spaziergänge, um auch den Frühling zu finden, wir säen Ostergras,
bzw. Kresse ein, filzen Häschen als Eirwärmer und für den jahreszeitentsich,
häkeln Hühner usw. Religiöse Symbol in der Osterzeit
sind vor allem der Hase, aber auch das Ei und das Lamm.
Was
an Weihnachten das Tannengrün, ist an Ostern der Buchs. Buchs ziert über
Ostern unseren Tisch und manchmal binden wir auch einen Türkranz. Schön
ist es auch, ein bemaltes Osterei auf einem Holzspieß mit etwas Moos oder
Buchs zu schmücken (siehe Anleitung unten). Das saftige Frühlingsgrün
(auch Symbol für das beginnende Leben) versuchen wir gerade um die Osterzeit
ganz intensiv zu erleben und genießen. Auf unserem Tisch und/oder auf dem
Jahreszeitentisch steht meist ein Töpfchen mit Zwiebelgewächsen (Traubenhyazinthen,
Narzissen o.ä.). Das Lamm ist Symbol für die Wehrlosigkeit und die
Unschuld. Es ist schön füpr Kinder zu sehen, wie kleine Lämmchen
in Schafherden umherspringen - vielleicht findet man auch bei sich in der Umgebung
eine Schafherde? Wir hatten Glück, denn an Maris`Geburtstag, am 2. April,
wünschte er sich einen Tag in der Wilhelma. Die meiste Zeit halten wir uns
im Schaubauernhof auf, bei Ziegen und Schafen. Man darf zu ihnen ins Gehege, sie
füttern und streicheln. Dieses Jahr gab es, wie immer, kleine Ziegenkinder
und Lämmchen. Sie wagten sich jedoch kaum aus ihrem umzäunten Gehege
zu den Kindern. Aber es war so ein schöner Anblick, den kleinen weißen
Lämmchen zuzusehen. Sie wackelten mit ihren Schwänzchen und meckerten
so zart, dass uns allen das Herz aufging. Die Kinder waren so verzückt, dass
sie sich kaum halten konnten. Mir ging es nciht anderes.... Ein Lämmchen
konnten wir nicht liebkosen, aber dafür kam ein klitzekleines Zicklein zu
uns, war die süß....wir haben sie auf dem Arm genommen, gestreichelt
und sie dann wieder seiner Mama überreicht. Bevor wir gegangen sind durften
wir noch zusehen, wie die kleinen Lämmchen bei ihrer Mutter getrunken haben.
Das Schwänzchen hat dabei ganz lustig gewackelt. Nun müssen wir bei
unserem nächsten Spaziergang unbedingt zur Schafherde in der Nähe um
zu sehen, ob es dort in diesem Jahr auch wieder Lämmchen gibt - bestimmt.
Vielleicht dürfen wir eines halten und streicheln.... Eier
stehen für Fruchtbarkeit und neues Leben. Sie sind mit dem Osterhasen das
wichtigste Ostersymbol für unsere Kinder. Man kann unterschiedliche Geschichten
zum Brauch der Ostereier finden, z.B. dass früher in der 40tägigen Fastenzeit
keine Eier gegessen werden durften. Natürlich legten die Hühner dennoch
welche, man wollte diese allerdings nicht schlecht werden lassen und kochte sie
deshalb ab. Es ist zudem überliefert, dass Pflanzenteile zum Färben
der Eier mit in das Kochwasser getan wurden. So konnte man später die gekochten
von den rohen Eiern unterschieden. 
Der
Hase symbolisiert ebenfalls Fruchtbarkeit und Aufopferung. Wir fruchtbar ein Hase
ist, das wissen wir sicher alle.... Hasen opfern sich in der Natur für
ihre Artgenossen auf, wenn diese gejagt werden. Wenn ein gejagter Hase erschöpft
ist und nicht mehr weiter kann, nimmt ein anderer Hase seinen Platz ein und opfert
sich sozusagen für den anderen auf.
Es ist gar nicht nötig,
unseren kleinen Kindern die Hintergründe der christlichen Feste näher
zu erklären. Für Kinder sind zunächst die Symbole wichtig, die
sie in sich aufnehmen., das genügt ihnen vor allem in den ersten Jahren völlig.
Nach und nach, wenn sie älter werden und sicherlich auch schon zur Schule
gehen, dann erst werden sie allmählich auch mit dem Sinn der Feste vertraut
gemacht (durch Geschichten, in der Schule, Kirche...durch altersentsprechende
Antworten auf ihre Fragen).
Ich erzähle meinen Kindern seit jeher,
dass der Osterhase uns die bunten Eier bringt. Auch wenn man häufig schon
kurz nach Weihnachten in den Geschäften die ersten bunten Eier sieht, so
wissen unsere Kinder ganz sicher, dass das keine echten Ostereier sind. Die Farben
sind ohnehin ganz anders - ich färbe unsere Eier immer mit Pflanzenfarben,
sie ergeben eine wunderschöne, ganz natürliche Farbe, auch auf braunen
Eiern - im Bioladen gibt es nur äußerst selten weiße Eier. Unsere
Ostereier kannst Du auf den Bildern hier in ihren Verstecken und im Weidenkorb
entdecken.
Immer
wieder taucht dann die Frage bei Kindern auf, ob der Osterhase die Eier auch legt
und färbt. Ich sage dazu dann immer, dass er sie gewiss nicht legt (er bekommt
sie von Hühnern geschenkt), aber wer sie nun bemalt...auch die Erwachsenen
wissen nicht immer alles, oder? Ich lasse meinen Kindern die Freiheit, sich
ihr eigenes Bild zu malen. Wir lesen Geschichten, schauen Bilderbücher
an und in all diesen Erzählungen gibt es unterschiedliche Möglichkeiten....in
der Häschenschule z.B. malen die Hasenkinder die Eier an, Madeleine
stellte sich vor, dass kleine Wichtelkinder dem Osterhasen dabei helfen. Du siehst
ihre Vorstellung auf dem Aquarell oben. Ich habe mich gefragt, warum der Baum
keine grünen Blätter hat. Madeleine meinte, das sind die Blüten
im Frühling, die hat der Baum, noch bevor er die grünen Blätter
hat. Mir ist eingefallen, dass wir zuvor in der Wilhelma ganz viele Magnolien
gesehen haben. Sie erschienen uns wirklich alle in wunderschönem rosé,
ohne ein bisschen grün. So genau schauen Kinder hin.
Kennst Du noch
unseren Osterbrauch, von dem ich jedes Jahr berichte und den, wie ich erfahren
habe, schon viele Familien mit in ihre eigenen Osterbräuche aufgenommen haben?
Komm, ich erzähle Dir davon: Am Ostersamstagabend legen wir für den
Osterhasen eine schöne Möhre vor die Haustüre. Wir möchten
ihm doch gerne zeigen, dass wir uns freuen, wenn er uns besuchen kommt und Eier
versteckt. Als Dankeschön und damit er wieder Kraft bekommt, um weiterzuspringen,
darf das Häslein die Möhre aufessen.
Ein
wenig schelmisch sind wir dabei jedoch auch, denn wir freuen uns, wenn schon auf
der Treppe die ersten Ostereier liegen (die wir dann nicht einmal suchen müssen
;0) Damit schon vor der Türe Eier liegen, streuen wir ein ganz klein wenig
Pfeffer vor die Haustüre (frisch gemahlen ;0) Ja, ich weiß, das ist
gemein, aber so sind wir eben....Meine kleine Tochter achtet jedoch sehr darauf,
dass es nicht gar zu viel Pferrer ist. Nur gerade so viel, dass er "Hapuschi"
machen muss....
Der
Osterhase muss, wenn er die Möhre sieht und haben möchte, am Pfeffer
vorbeispringen. Oh, oh, oh - wie muss er da fürchterlichst nießen (manchmal
hören wir das nachts sogar, wirklich). Ja, und wenn er so feste nießen
muss, dann verliert dabei er die ersten Eier direkt auf der Treppe - 1, 2, 3....es
liegen immer welche vor der Türe. Weil sie aus seinem Körbchen fallen,
sind sie meist ein wenig zerbrochen oder haben Risse, aber das macht uns nichts
aus (ja, so verwerte ich die Eier, die beim Kochen platzen, aber psssst;0). Als
Wiedergutmachung hat das Häschen ja die Möhre....
Am Ostersonntag,
wenn wir aufgestanden sind, dann möchten unsere Kinder keinen Augenblick
verlieren, kein Frühstück, kein Waschen, nix, nein - sie wollen gleich
nach unten laufen und die Türe öffnen, schauen, ob der Osterhase da
war. Wir erkennen das meist sofort, denn wenn er da war, liegt die Möhre
angeknabbert vor der Türe - jedes Jahr, darauf ist Verlass!!!! Unsere
Kinder sind natürlich schlau und erkennen, dass auch wirklich der Osterhase
an der Möhre geknabbert hat und nicht etwa....die Mama oder der Papa, neinneinnein.
Wir Menschen beißen nämlich Stück um Stück von der Möhre
ab - ein Hase knabbert rundherum....aha.... Ja, und wenn wir sehen, dass der
Osterhase da war, dann gehen wir alle hinaus in den Garten. Jeder hat ein Körbchen
in der Hand, in dem ein wenig Heu liegt für die gefundenen Ostereier, so
liegen sie schön weich. Alle helfen mit und suchen.. Man findet in so vielen
Ecken und Winkeln bunte Eier - zwischen Blumen und Sträuchern, im Sandkasten,
in Blumenkübeln.....aber immer auch in unserem Hasenstall bei Michel und
Lotta. Die beiden wohnen im Garten und irgendwie findet der Osterhase einen  Weg
in den Stall hinein und versteckt dort jedes Mal 2 Eier. Wie gut, dass wir zuvor
den Stall gründlich sauber gemacht haben (Frühjahrsputz), denn nun fühlt
sich der Osterhase bei Michel und Lotta gewiss sehr wohl und kann sich ein bisschen
ausruhen in der guten Hasenstube mit dem frischen Heu, an dem sich auch der Osterhase
laben darf. Alle gesammelten Eier legen wir dann in einen größeren
Weidenkorb, in dem auch etwas Heu liegt und stellen ihn auf den Esstisch (siehe
Bild rechts). Nun kann das Osterfrühstück beginnen. Zu Kakao und Tee
gibt ein gebackenes Osterlämmchen und/oder Hefehäschen,die wir mit den
Kindern zusammen am Tag zuvor gebacken haben. Wer möchte darf natürlich
auch ein Osterei essen. den Möhrenkuchen gibt es aber erst am Nachmittag.
Andere
Geschenke außer den bunten Eiern bringt bei uns der Osterhase nicht. Oder
kann ein Osterhase Fahrräder, Sandelsachen und Schokolade bringen??? Hm....bei
uns hat er das noch nie gemacht, wo soll er diese Sachen denn hernehmen und wie
soll er das alles tragen??? Seine Ostereier trägt er in seinem Korb auf dem
Rücken, aber er muss ja noch springen können..... Wenn unsere Kinder
an Ostern anderes als Ostereier bekommen, dann schenken wir das. Allerdings halten
wir uns hier sehr zurück, es war doch erst Weihnachten und ich mag es nicht,
wenn das Osterfest schon wieder zu einem Geschenkefest ausartet. Ich könnte
da richtig wütend werden..... In den Korb auf dem Tisch mit den Ostereiern
legen wir nach dem Frühstück Schokoladeneier usw. Auch die bringt bei
uns nicht der Osterhase....
Es
lässt sich auch kaum vermeiden, dass Omas und Nachbarn usw. andere Geschenke
bringen, aber wir sagen jedes Mal, dass diese liebgemeinten kleinen Geschenke
eben auch von der Oma, von der Tante, von den Nachbarn sind - aber nicht vom Osterhasen.
Er kann doch auch nicht mehrmals am Tag kommen. Wir sind alle froh, wenn er es
in der Nacht oder am frühen Morgen geschafft hat, den Weg in unseren Garten
gefunden zu haben. Den Ostersonntag gestalten wir meist ruhig
und familiär. Das Wichtigste an diesem Tag ist am Morgen das Suchen der Ostereier
und im Anschluss daran unser gemütliches Frühstück. Der Tisch ist
fein gemacht, es stehen frische Blumen und Zweige auf dem Tisch, auch der Weidenkorb
mit Heu und Eiern.... Nachmittags machen wir gerne einen Sonntagsspaziergang.
Es ist so schön im Frühling all die Blümchen auf den grünen,
saftigen Wiesen zu entdecken. Endlich können die Kinder wieder Gänseblümchenkränze
binden. Nach unserem Spaziergang freuen wir uns auf die Kuchentafel zu Hause. Ostergras
säen
einige
Wochen vor Ostern können Kinder Ostergras in Tonschälchen säen.
Bei uns wird das im Waldorfkindergarten und in in der Waldorfschule angeboten
(wir säen daher zu Hause Kresse in Eierschalen, siehe Bild rechts und ausführlicher
im Monat März).
Die
Kinder bringen dann vor den Osterferien ihre Schälchen aus Schule und Kindergarten
mit nach Hause. Man verwendet dazu entweder Grassamen oder auch Sommerweizen.
Die Tonschalen mit den zarten Pflänzchen stellen wir dann am Abend des
Ostersamstags hinaus in den Garten, damit der Osterhase in dieses Nest ein Osterei
hineinlegen kann (siehe links und auch auf dem Bild oben). Für die Kinder
ist es eine schöne Erfahrung zu erleben, wie aus einem so kleinen Samenkorn
in wenigen Wochen (man sollte ca. 2 Wochen rechnen) ein dichter grüner Teppich
entsteht. Natürlich ist es wichtig, das Gießen nicht zu vergessen.
Das Gras pflanzen wir nach Ostern direkt in den Garten oder füttern unsere
Häschen damit. Wenn wir Weizen säen, dann pflanzen wir auch das in
den Garten hinaus. Es ist uns schon manchmal gelungen, einige Monate später
wirklich Weizen ernten zu können - das ist natürlich wundervoll. Wir
haben die Körner dann zum Brötchenbacken genommen, denn zum Backen mahlen
wir das Getreide zu Hause selbst. Vor über 10 Jahren haben wir uns eine schöne
Getreidemühle angeschafft. Ich finde es für Kinder sehr eindrücklich
zu erleben, wie Mehl gemahlen wird, mal ganz davon abgesehen, dass frisch gemahlenes
Vollkornmehr einfach sehr gesund ist. Manchmal mischen wir auch helles Mehl mit
unserem frisch gemahlenen Vollkornmehl (z.B. bei Brötchen oder Kuchen). Ein
leckeres und sehr gesundes Rezept für einen Frischkornbrei aus selbst geschrotetem
Dinkel möchte ich im Mai oder Juni vorstellen, wenn es wieder einheimische
Erdbeeren gibt.....
Rezept Gründonnerstagssuppe es
ist wohl schon seit Jahrhunderten Brauch, am Gründonnerstag eine Gründonnerstagssuppe
zu kochen. Ich bekam den Tipp von einer Freundin, mit der ich zusammen auf dem
Wilhelmshof (Waldorfkindergarten) arbeite, die in ihrem Kochbuch ein solches Rezept
fand. Ich fand das eine tolle Idee, denn man kann mit Kindern zusammen im
Garten, oder beim Spazierganzg viele feine. Frühlingskräuerter sammeln
und mit diesen dann das Süppchen kochen. Ursprünglich war es Brauch,
9 verschiedene Kräuter für die Suppe zu sammeln. Die Gründonnerstagssuppe
soll den Körper entschlacken und ihm im Frühling zu neuer Kraft verhelfen. Ich
denke, es empfiehlt sich zu schauen, welche Kräuter man bei sich vor Ort
findet - evtl. kann man auch welche dazu kaufen. Ich habe nun keinen großen
Wert darauf gelegt, dass es nun wirklich 9 Kräuter sind. Wir fanden in unserem
Garten zarten Löwenzahn, Melisse, Brennessel/Taubnessel, Bärlauch, Schnittlauch,
Kresse und Petersilie. Maris hat die Kräuter ganz alleine und sehr zufrieden
mit seinem Wiegemesser geschnitten, das er vor einigen Tagen zum Geburtstag geschenkt
bekommen hat. Wer findet, der kann auch Sauerampfer verwenden (hm, lecker),
Dill, Kerbel, Pimpinelle.....je nach Kräuterfund schmeckt die Suppe jedes
Mal ein wenig anders. In einen großen Topf habe ich viel Butter gegeben
und damit das Süppchen auch sättigt, 4 große Kartoffeln (kleingeschnitten)
und 3 Möhren (ebenso kleingeschnitten). Zusammen mit vielen geschnittenen
Frühlingszwiebeln habe ich Möhren und Kartöffelchen in der Butter
angedünstet, am Ende mit etwas Mehl bestäubt (so wird die Suppe schön
sämig) und mit Gemüsebrühe aufgegossen. Nun darf alles so lange
köcheln, bis das Gemüse weich ist. Zuletzt gebe ich frisch gemahlenen
Pfeffer dazu, einige frische Kräuter oben drauf und dazu ein wenig Sauerrahm. Guten
Apetit :0) Möhrchenkuchen mit Gänseblümchen
dieser
leckere Kuchen schmeckt auch noch nach Ostern, aber die geriebenen Möhren
passen einfach gut zum Osterfest. Er ist schön saftig und bleibt einige Tage
frisch. Normalerweise mag ich keine künstlichen Farbstoffe, aber beim Möhrenkuchen
mache ich doch eine Ausnahme. Für den Guss verwenden wir einige Tropfen grüne
Lebensmittelfarbe. Das sieht zu frisch gepflückten Gäsenblümchen
einfach süß aus :0) Rezept:
Vorlesebuch
mit Hasengeschichten: wir haben schon vor einigen Jahren, als die Großen
noch klein waren, ein Hasengeschichtenbuch gekauft, das ich gerne mag - es heißt
"kleine Hasen werden groß" und ist von Tilde Michels
(Edition Bücherbär). Tilde Michels erzählt einfühlsam,
wie die kleinen Wildkaninchen und Feldhasen groß werden und wie unterschiedlich
sie aussehen, sind und auch leben. Die Hasengeschichten sind wirklich ganz
liebevoll geschrieben, auch die Bilder sind schön gestaltet. Wir lesen das
Buch gerne in der Osterzeit - davor, mitten drin, danach....es passt auch gut
in die Frühlingszeit hinein. Die Schrift ist nicht gerade klein und so
kann sogar unsere kleine Erstklässlerin hin und wieder selbst darin lesen,
was sie vor allem gerne am Morgen macht, wenn wir noch nicht so recht aufstehen
möchten (wie jetzt in den Ferien) oder am Abend, wenn wir schon müde
sind, sie aber noch nicht ;0) Ostereier für den Osterstrauch

schau
mal, solche hübschen Ostereier malen wir beinahe jedes Jahr miteinander -
sie sind wirklich kinderleicht (wichtig :0) und trotzdem wunderschön anzusehen.
Ich mag es, wenn die Kinder ohne größere Probleme und unkompliziert
ihre kleinen Erfolgserlebnisse haben und jeder am Ende ein wirklich schönes
Ergebis in den Händen hält. Es ist auch mal schön, wenn man
nicht jedes Mal extra los muss, um wieder etwas zu kaufen, was man für so
kleine Basteleien braucht. Es gibt Dinge, bei denen man einfach alles im Haus
hat und gleich loslegen kann:
Ausgeblasene Eier (je heller, desto schöner)
werden einfach mit Stockmar Wachsmalstiften angemalt (Stifte oder Blöckchen)
- immer von oben nach unten (machen die ganz Kleinen noch nicht, dafür sind
es auf ihre Art ganz besondere Eier).
Dieses Ei hier links ist
mit gelb, orange und rot bemalt. Schön sieht es auch aus, wenn ein anderes
Ei z.B. ganz bunt bemalt wird, mit rot, grün, gelb, blau (siehe Bild rechts)....ein
anderes in grün und gelb, ein drittes mit rot und blau - jedes Ei bekommt
dadurch eine ganz eigene "Stimmung". Jedes Ei bekommt zu seiner Farbstimmung
ein passendes Bändchen mit kleiner Schleife.
Wie
schön der Osterstrauß dann am Ende aussieht, wenn alle bunten Ostereier
beieinander hängen zwischen dem zarten Grün des Frühlings....
*** Geburtstag
und neues Kindergärtchen Weil
Maris im April Geburtstag hat, möchte ich das zum Anlass nehmen und hier
im Jahresreigen auch gerne ein wenig zu diesem Thema schreiben - wie wir den Geburtstag
gestalten, was wir bei Geschenken beachten, unsere Rituale usw.
Maris
ist ein Frühlingskind (das ist er wirklich, er trägt die Frühlingssonne
im Herzen). Er wurde am 2. April bei uns zu Hause geboren. Kennst Du das Bilderbuch
"Runas Geburt"? Wir haben es damals von unserer Hebamme empfohlen bekommen
und mit den drei Großen zusammen immer wieder angeschaut, um sie auf die
Geburt von Maris vorzubereiten. Es scheint mir, als ob dieses Buch unsere Geschichte
erzählt. Es passt einfach (fast) alles. Selbst die Wiege, die im Buch abgebildet
ist, könnte unsere sein. Auch bei Runas Geburt blühten Narzissen im
Garten (www.runas-geburt.de).
Nun ja, Maris weiß,
dass jedes Jahr zu seinem Geburtstag die gelben Narzissen im Garten blühen.
Natürlich stehen auf dem Geburtstagstisch
immer auch welche in eienr Blumenvase oder als Pflanzen in einem Töpfchen
- das gehört einfach dazu. In diesem Jahr haben wir ihn gefragt, was
er sich zu seinem Geburtstag denn wünscht - er wurde 4 Jahre alt und konnte
nun denke ich das erste Mal seinen Geburtstag so richtig und ganz bewusst miterleben,
auch die Vorbereitungszeit. Wir waren sehr überrascht, als wir seine Antwort
auf unsere Frage hörten: einen Garten wünschte sich unser Söhnchen.
Mein Herz ist natürlich aufgegangen, als Maris seinen Wunsch äußerte.
"Ich mag kein Spielzeug", sagte er hinterdrein (wirklich!!!!).
Manchmal hat man
einfach das Gefühl, auf dem richtigen Weg zu sein. Mein Mann meinte dann
auch, wenn wir einen Fernseher hätten und Maris öfters Werbung sehen
würde, dann würde er sich gewiss kein Gärtchen wünschen. Da
hat er sicher Recht.
Unser Garten sieht eigentlich noch
aus wie "Kraut und Rüben". Wir sind noch immer dabei, das Haus
umzubauen, zu renovieren und uns hier ein gemütliches Nest zu richten. Der
Garten rund ums Haus sieht dementsprechend "mager" aus. Zwar haben wir
direkt vor dem Haus ein kleines Stückchen schon im vorigen Jahr so gestaltet,
dass ein schöner, kleiner Spielplatz mit Schaukel und Sandkasten für
die Kinder da ist. Auch Rosen haben wir gepflanzt und dazu viele Schneeglöckchen,
Anemonen, Narzissen, Tulpen, Hyazinthen, Clematis, Lilien, Iris, Akelei usw. So
blüht es um das Gras das ganze Jahr über wunderschön,
auch wenn es sonst überall noch recht wild aussieht. In
der Sonne haben wir dann ein Plätzchen für Maris` Kindergärtchen
gesucht und gefunden. Diesen Geburtstagswunsch wollten wir Maris doch allzu gerne
erfüllen. Zu groß sollte es nicht sein. Ich möchte gerne, dass
es für den Kleinen wirklich überschaubar ist, ein kleines aber feines
Gärtchen. Mein Mann und ich haben das kleine Stückle dann umgegraben,
von Unkraut befreit und hübsch gestaltet. Maris hat auch mitgeholfen, denn
wir wollten ihn gerne an möglichst vielen Arbeiten teilhaben lassen, die
dazu nötig sind, ein Gärtchen
anzulegen, auch wenn er das Gärtchen als Geschenk bekommen sollte. Nach dem
Umgraben haben wir das Beet mit Steinen eingegrenzt, eine kleine Steintreppe gebaut
(siehe Bild oben links) und am hinteren Ende einen Zaun aus Weide gewoben (siehe
Bilder), die mein Mann und die Kinder einen Tag zuvor gesammelt haben. Am Ende
des Gärtchens sieht man nämlich den grünen Maschendrahtzaun unserer
Nachbarn, das wollten wir ein wenig kaschieren und verschönern. Die Endgestaltung
haben wir allerdings gemacht, als Maris in seinem Bettchen lag, denn es sollte
schon noch eine Überraschung bleiben, wie das fertige Gärtchen aussehen
würde. Am Geburtstagsmorgen haben wir Maris dann in den Garten geführt
und ihm unser Geschenk gezeigt. Er hat sich so sehr gefreut. Neben der Treppe
steht ein kleiner Fliegenpilz, das Ostergras wartet schon auf den Osterhasen,
Madeleine hat ein kleines lila Primelchen als Farbtupfer gepflanzt und eine von
mir getöpferte Amsel steht als Behausung für Ohrenzwicker bereit. Im
hohlen Bauch der Amsel möchten wir Holzwolle einfüllen, sodass darin
Ohrenzwicker ein warmes Plätzchen finden. Sie werden den Garten dann hoffentlich
einigermaßen Läusefrei halten. Damit man nicht auf der Erde gehen
muss, liegen in der Mitte selbstgesammelte schöne Kalksteine, auf denen wir
durch das Gärtchen balancieren können.

Auf
Maris` Geburtstagstisch standen noch einige Beigaben, die er nach und nach auspacken
durfte: ein Eimerchen mit einem kleinen Spaten, Erdbeerpflänzchen, ein Windrad
(damit die Vögelchen nicht alle samen wieder aufpicken), Tomatensamen, Kräuter,
Blumen......
Die Erdbeerpflanzen haben wir am selben Tag gemeinsam in die
Erde gepflanzt gegossen und mit Stroh umlegt (siehe Bilder). Maris weiß
nun, dass die Schnecken das Stroh nicht so gerne mögen und wir somit hoffentlich
süße Erdbeerchen in 2 Monaten naschen können. In den Ferien
säen wir nun zusammen Tomaten in Tontöpfe. Die Pflänzchen setzen
wir dann im Mai nach draußen in das Gärtchen und freuen uns jetzt schon
auf leckere Kirschtomaten im Sommer.
Neben dem Garten wollen
wir eine Kräuterschnecke anlegen, denn Maris isst sehr gerne frische Kräuter
auf Butterbrot. Dafür hat er zu seinem Geburtstag auch ein Kräuter-Wiegemesser
geschenkt bekommen. Lieb wie er war hat er seiner kleinen Schwester einen Teil
des Gartens abgegeben, sodass auch Noëlle mit im Garten arbeiten darf. Die
Großen helfen bestimmt je nach Laune auch mit, zumindest Madeleine. Vielleicht
mag sie sich auch um die Kräuterschnecke nebenan kümmern?! Ich denke,
aus dem Kindergärtchen könnte ein schönes Projekt werden. Hoffentlich
wird es
uns für lange Zeit viele schöne Erlebnisse schenken. Schau nur, wie
sehr sich Maris freut. Das Bild recht zeigt es doch auf so schöne Weise.
Sonnenblumen,
Kohlrabi, Möhrchen, Johannisbeeren.... Ich werde im Jahresreigen
Mai, Juni, Juli....bestimmt noch öfters vom kleinen Kindergärtchen erzählen. Von
meiner Schwester bekam Maris einen wunderschönen Korb voll mit Pflänzchen,
die wir die kommenden Tage einpflanzen werden (siehe Bild), sobald das Wetter
wieder schöner wird. Nun ist es ordentlich kalt und immer wieder regnet es.
Wir warten noch ein wenig auf den Sonnenschein, denn dann ist es einfach herrlich
im Garten zu schaffen. Von Oma und Opa hat Maris ein Schnitzmesser
bekommen (mehr dazu im Jahresreigen Mai). Das können wir gut gebrauchen,
denn wir wollen in den Ferien nicht nur im Garten arbeiten, sondern auch ein wenig
schnitzen. Zumindest habe ich mir das vorgenommen. Was Geschenke für die
Kinder angeht, so haben wir unsere Verwandtschaft schon frühzeitig dazu erzogen,
sich mit uns zu besprechen, was wir als sinnvoll für die Kinder erachten.
Mit Ausnahme von meiner Schwester ist das leider nötig. Bei ihr kann ich
darauf vertrauen, dass sie in unserem Sinne handelt. Es ist mir einfach wichtig,
meine Kinder nicht mit Sachen zu überladen, die nicht zu uns passen. Vor
allem in den ersten prägenden Jahren möchte ich wirklich mitentscheiden,
was auf dem Geburtstagstisch liegen soll. Ich denke, Du kennst meine Einstellung,
wenn Du in den übrigen Rubriken ein wenig gelesen hast. Mit der Zeit, wenn
die Kinder älter werden, verringert sich natürlich der Einfluss von
uns Eltern. Ich habe jedoch die schöne Erfahrung gemacht, dass sich unsere
Hartnäckigkeit gelohnt hat. Was sich unsere älteren Kinder nun von sich
aus wünschen, ist auch für uns Eltern meist völlig annehmbar. Wir
machen unserer Verwandtschaft Vorschläge, was sie schenken können. Sie
haben dann noch immer die Möglichkeit, sich etwas aus diesen Ideen auszusuchen.
Es
kommt mir bei Geschenken auch nie darauf an, dass sie vom Wert her einer gewissen
Summe entsprechen. Das ist denke ich völlig unwichtig. Wichtig ist, dass
das Geschenk so ist, dass sich das Kind wirklich von Herzen freuen kann und wir
als Eltern einverstanden sind. Es geht beides, ich habe wirklich gute Erfahrungen
gemacht, wenn die anderen unsere Wünsche respektieren. Ich würde mich
dennoch nicht weigern, meinem Kind auch einen Wunsch zu erfüllen, den ich
persönlich nicht als wirklich gut empfinde. Mir ist es allerdings lieber,
dass ich dann selbst einen solchen Wunsch erfülle, als ihn Oma und Opa usw.
zu überlassen.
Insgesamt
mag ich es lieber, wenn es nicht zu viele Geschenke sind und in manchen Jahren
für ein besonderes Gemeinschaftsgeschenk gesammelt wird. Als Maxim klein
war, da haben wir uns für ihn z.B. von der nahen Verwandtschaft zusammen
ein Dreirad gewünscht oder als Madeleine 8 Jahre alt wurde, ein Einrad. Gerne
versuche ich die Geschwister anzuregen, Geschenke so oft es möglich ist,
selbst zu machen. Ich möchte ihnen zeigen, dass dies die innigsten Geschenke
sind, die man einem lieben Menschen machen kann. Die Kleinen malen z.B. gerne
Bilder zu den Geburtstagen, die Großen haben eigene Ideen, die ich gerne
unterstütze. Maxim hat in diesem Jahr eine Burg für Maris gebaut (siehe
Bild). Ich finde es als sehr bewundernswert von einem 13jährigen, dass er
sich so viel Mühe und Liebe für seinen kleinen Bruder gibt. Madeleine
hatte einen eigenen Wunsch für ihren kleinen Bruder - sie wollte ihm unbedingt
eine Badehose kaufen, die hat sie ihm dann auch selbst ausgesucht. Außerdem
hat Maris noch einen Gutschein bekommen - innen ist ein 50-Cent-Stück eingeklebt,
darunter steht: "Gutschein für 1x Spielauto fahren ". Das
hat Madeleine schon einmal verschekt - sie weiß, dass Maris so gerne mit
diesen Autos fährt, die man hier und da findet - ich laufe meist mit ihm
an solchen Automaten vorbei und sage "ein anderes Mal...". Madeleine
macht dann lieber Nägel mit Köpfen :0) Noëlle hat Maris einen
kleinen Hand-Schneebesen ausgesucht, damit er für das Müsli die Sahne
schlagen kann.
*** Kindergärtchen-Tagebuch
am 4. April 2007:
 Hui,
draußen ist es wieder kälter geworden. Wir mussten heute doch wieder
unsere warmen Walkjacken anziehen, samt einem dicken Pulli drunter. Heute Morgen
hat es dazu auch noch geregnet, aber am Nachmittag schaute endlich die Sonne heraus.
Maris wollte gleich nach draußen, um die Tomatensamen in die Erde zu legen.
Ich wollte das gerne im Garten machen.
Wir
haben Tontöpfe geholt, diese mit guter Komposterde gefüllt und in jedes
Töpfchen 4 Samenkörner gelegt. Nachdem Maris und Noëlle diese dann
mit Erde bedeckt haben, wurde ganz sachte gegossen, damit die winzigen Tomatensamen
uns nicht davonschwimmen. Als Maris die klitzekleinen flachen Körnchen gesehen
hat meinte er, "das sind doch keine Tomaten"....na, der kleine
Mann wird sich wundern.

Nun
stellen wir die gefüllten Töpfe drinnen an ein helles Fenster, damit
sie hier keimen können und sind gespannt, wie lange wir warten müssen,
bis wir das erste zarte Grün auf der braunen Erde entdecken. Nach den Eisheiligen
im Mai setzen wir die Pflänzchen dann in das Kindergärtchen, wo sie
dann hoffentlich im Sommer kleine, rote Früchte tragen werden. Natürlich
dürfen wir bis dahin nie vergessen, die Erde zu gießen, denn sonst
trocknet sie ganz bald aus. Ich bin gespannt, ob die Kinder selbst daran denken.

Schau
mal auf dem Bild links, das ist unsere Katze Jule. Sie kommt, seit es das Gärtchen
gibt, jeden Tag und setzt sich mitten hinein. Es scheint ihr zu gefallen. Von
meiner Schwester hat Maris ein Körbchen voll mit Kräutern, Blumen und
Kohlrabipflänzchen zum Geburtstag geschenkt bekommen. Die jungen Kohlrabipflänzchen
haben wir gleich nach den Erdbeeren in die Erde gesetzt und mit guter Komposterde
zugedeckt, damit sie genug Nahrung zum Wachsen haben
Kindergärtchen-Tagebuch
am 11. April 2007:
Die
Tomatensamen im Topf, die wir vor einer Woche in die Erde gelegt haben, zeigen
schon ihr erstes Grün - die Minipflänzchen sind nun ca. 1 cm groß
und strecken der Sonne 2 zarte Blättchen entgegen.
Heute haben
wir im hinteren Teil des Gärtchens Erbsen in die Erde gelegt (ganz hinten
werden dann einmal die großen Tomatenpflanzen stehen) - Du siehst Maris
auf dem linken Bild beim Gießen, damit die Körnlein ihren Schatz auch
bald freigeben.
Ich
erinnere mich noch gut an Omas Garten, in dem ich als Kind jeden Tag spielte und
meiner Oma von Herzen gerne half. Der Garten mit seinen vielen Blumen war das
reinste Paradies für mich und am liebsten aß ich sämtliche Früchte
wie Erdbeeren, Himbeeren, Brombeeren, Johanisbeeren usw. gleich nach dem Pflücken.
Auch die Erbsen hatten es mir im Sommer sehr angetan - ich mochte es gerne,
die Schale zu öffnen - wie bei einem Reißverschluss. Man zog an einem
grünen Fädchen und zum Vorschein kamen runde, glänzende und meist
zuckersüße Erbschen, die ich mir sogleich in den Mund steckte. Wenn
ich das heute, so viele Jahre später, noch ganz genau weiß, als sei
es erst gestern gewesen, dann muss dieses Erlebnis doch sehr wertvoll für
mich gewesen sein. All solche Erinnerungen, die ich auch heute noch in mir trage
sind es, die ich auch meinen Kindern schenken möchte. Dass wir also Erbschen
im Kindergärtchen haben mussten, war ganz klar. Natürlich werden wir
sie nicht zum Kochen verwenden, sondern gleich nach dem Ernten genießen
:0)
Als
wir neulich Tomatensamen in Töpfchen in die Erde legten, da wunderte sich
Maris, dass hier einmal Tomaten wachsen würden - ein so kleines Korn, das
so gar nicht einer Tomate ähnelte. Nun bei den Erbschen wunderte sich
Maris auf andere Weise - er betrachtete die kleine, trockene Erbse und fragte
sich, warum wir eine Erbse in die Erde legen.....Maris hat in seinem zarten Alter
noch nicht ganz verstanden, dass die Frucht selbst auch Samen ist und daraus wiederum
eine Pflanze mit vielen Früchten wächst. Bei der Tomate legt man ja
auch nicht die ganze Tomate in die Erde, sondern ein Körnchen, das in der
Tomate verborgen ist und das wir beim Essen eher wenig wahrnehmen. Bei der
Gartenarbeit können Kinder eine ganze Menge lernen. Selbst wer keinen Garten
hat, vielleicht aber einen Balkon oder zumindest eine sonnige Fensterbank, der
kann auch hier einige Wunder zum Vorschein bringen: Sonnenblumen, Tomaten, Kräuter
usw. lassen sich prima auch in Töpfen großziehen - besser im Kleinen
als überhaupt nicht.
Es
kam übrigens noch "Schneckenwächter" in Maris Gärtchen
- ein kleiner Zwergenmann, der Maris sehr gefällt, vor allem wegen seiner
lustigen Mütze, schau sie Dir mal an :0) Maris bekam den kleinen Gesellen
(siehe Bild links) nachträglich zu seinem Geburtstag von unseren früheren
und allerliebsten Nachbarn (dankeschön Helen, ich denke, Du hattest die prima
Idee, aber auch an alle anderen "Krummis" einen lieben Gruß an
dieser Stelle :0)
Das Kindergärtchen mausert sich allmählich
zu einem kleinen parkähnlichen Anlage :0), ich finde jeden Tag wieder etwas
Neues, was die Kinder im Gärtchen ablegen - Glitzersteinchen, Schneckenhäuser,
Moos, Efeuranken..... Noëlle hat auf ihre Hälfte eine kleine Rosenschale
aus der Töpferei gelegt, damit sie hier am Abend ein Teelicht anzünden
kann. Ob in Zukunft wohl noch Platz für ein paar Pflänzchen sein wird????? Kindergärtchen-Tagebuch
am 21. April 2007:
ich
habe mich die vergangenen Tage so sehr gefreut, dass den Puppenwiegen-Gästen
die Erzählungen hier von Maris`Beet eine Freude bereiten und doch mehr als
ich dachte dazu ermuntert, ihren Kinder auch etwas in dieser Weise zu ermöglichen.
Schon ist hier und da, wie ich erfahren habe, ein weiteres Kindergärtchen
entstanden, auch auf so manchen Balkonen, Terassen und Fensterbänken soll
es für die Kleinen bald grünen und blühen...es ist schön,
dass meine Berichte so schöne Früchte tragen - dankesehr.
Schon
wieder sind 10 Tage vergangen, an manchen Pflänzchen erkennt man, wie viel
in so kurzer Zeit doch geschieht. Unsere
Tomatenpflanzen sind nun schon ca. 9 cm hoch (siehe Bild links oben). Maris hat
bemerkt, dass die Hände sofort "komisch riechen", sobald
man die Blätter auch nur berührt. Wir müssen sie die kommenden
Tage unbedingt pikieren, denn derzeit sind noch mehrere zusammen in einem Blumentopf
- allmählich wird es Zeit, dass sie mehr Platz bekommen. Die
Erdbeerchen konnte Maris nun deutlich erkennen - auch, dass sie sich aus einer
Blüte entwickeln. Erdbeeren sind wirklich sehr anschaulich. Sie sind noch
klein und grün, aber man sieht, was unserem Gaumen bald eine süße
Freude machen wird.
Einige
wenige Erbsenpflänzchen schauen auch schon aus dem Boden (siehe Bild links)
- vor 10 Tagen haben wir kleine, harte, trockene Erbschen in die Erde gelegt,
nun strecken sich richtig starke Blätter nach dem Sonnenlicht aus.
Auch
sonst grünt und blüht es im Garten um Maris Beet herum. Mein Mann
hat im Frühling zu seinem Geburtstag von den Kindern einen Johanissbeerstrauch,
ein Stachelbeerbüschchen und ein kleines Apfelbäumchen bekommen - man
sieht bei der Johannisbeere und auch bei der Stachelbeere nun winzig kleine Früchte.
Nur das Apfelbäumchen hat noch keine Blüten bekommen. Mal sehen, vielleicht
ist es einfach noch zu jung....
Was alle besonders
freut ist unsere Clematis, die wir noch aus dem alten Garten mitgenommen haben.
Sie blüht richtig verschwenderisch, schenkt uns ein Meer an rosa Blüten,
wie schön..... Noch etwas Schönes gibt es nun in
unserem Garten, ganz nah an Maris kleinem Beet - seit heute piept es bei uns :0)
... ...zu Weihnachten habe ich meinem Mann ein Vogelhäuschen geschenkt.
Über den Winter kommt Vogelfutter hinein (seitlich kann man Türchen
öffnen und so können hungrige
Vögelein sich darin satt essen).
 Nach
dem Winter werden die seitlichen Flügeltüren geschlossen, so ist nur
noch einkleines Einflugloch vorne in der Mitte frei. Wer weiß, vielleicht
hat es einem Meischen im Winter hier so gut gefallen, dass es nun gerne eingezogen
ist. Seit einiger Zeit konnten wir beobachtet, dass immer mal wieder Meisen hineinfliegen,
mit trockenen Grashalmen u.ä. - ich konnte mir trotzdem nicht vorstellen,
dass hier ein Vogelpärchen brüten mag, denn das Häuschen hängt
sehr weit unten (ca. 3 m vom Boden). Zudem geht unsere Katze hier ständig
vorbei......
Aber heute stand ich unter dem Häuschen
und hörte es ganz, ganz leise zwitschern - ich traute meinen Ohren kaum,
aber es sind wohl tatsächlich kleine Meisenkinder geschlüpft. Die Eltern
kommen alle paar Minuten mit einem Regenwurm vorbei, huschen geschwind ins Häuschen
und fliegen sofort wieder davon.

Die
Großen haben es selbst entdeckt, die beiden Kleinen habe ich gebeten, mit
geschlossenen Augen und ganz, ganz leise mit mir zu kommen. Ich habe sie unter
das Vogelhäuschen gestellt und gesagt, sie sollen bitte ganz gut ihre Ohren
spitzen und sagen, was sie hören - irgendwann hat meine kleine Tochter gesagt
"zwitschern". Jetzt durften sie ihre Augen öffnen und nach
oben zum Vogelhaus sehen - sie haben gleich gewusst, was da so zart nach der Mama
ruft. Wir haben ganz lange beobachtet, was sich nun tut - beide Vogeleltern
kommen abwechselnd (alle paar Minuten!!!) mit einem Würmchen oder ähnlichen
herbei und stillen den Hunger der kleinen Vogelkinder. Madeleine hat sich
ein Schälchen geholt und im Kompost nach Würmern gesucht. Dieses wimmelnde
Schüsselchen hat sie dann auf dem Rosenbogen platziert, damit die beiden
Meiseneltern nicht so weit fliegen müssen, um Futter für ihre Kleinen
zu suchen. Auf den Rosenbogen setzten sich Vogelmama und -papa nämlich immer,
bevor sie ins Häuschen fliegen - hier schauen sie noch einmal gut, ob alles
in Ordnung ist. Schön, dass wir auch so etwas beobachten dürfen. Kindergärtchen-Tagebuch
am 23. April 2007:
heute
haben wir endlich die Tomatenpflänzchen voneinander getrennt - jedes von
ihnen hat nun ein eigenes Tontöpfchen und somit etwas mehr Platz, um wachsen
und gedeihen zu können. Ein Weilchen bekommen sie noch einen sonnigen Platz
am Fenster...
Wir haben es gut gemeint und ein mehr Pflänzchen, als
in Maris` Gärtchen passen - eine kleine Tomatenpflanze nimmt Maxim mit in
die Schule für den Unterricht (Gartenbau). Er hat im Schulgarten auch ein
eigenes Beet und pflanzt das Tomätchen dort ein.
Ein 2. Pflänzchen
darf auf dem Wilhelmshof weiterwachsen, wo ich zusammen mit den Großen aus
dem Kindergarten einen Tag in schönster Natur verbringe. Dort gibt es ein
wunderschönes Schulkindergärtchen, in dem gewiss noch Platz für
eine Tomatenpflanze ist (siehe über mich) - alle anderen werden in einigen
Wochen in Maris Kindergärtchen gepflanzt.
Hm - irgendwie
haben wir vor knapp 2 Wochen zwar ganz schön viele Erbschen in die Erde gelegt,
aber bisher sind nur 2 kleine Pflänzchen zu sehen (siehe 21. April) - ob
wohl die anderen von den Schnecken gefressen wurden? Vorsichtshalber haben wir
heute zusätzlich noch einmal welche in die Erde gelegt. Nun hoffen wir, dass
wir Glück haben und sie keimen. Im Jahresreigen Mai
(Juni, Juli, August...) geht es weiter mit dem Kindergärtchen-Tagebuch. Ich
möchte es gerne weiter beibehalten. Es soll nun immer am Ende jeden Monats
etwas über das kleine Gärtchen zu lesen geben. *** Geburtstag
bei uns Der Geburtstag ist für ein Kind ein ganz besonderer
Tag. Wir als Eltern möchten ihm natürlich diesen einen Tag im Jahr auf
ganz besondere Weise gestalten, sodass er wirklich unvergesslich bleibt. Wichtig
sind mir dabei Rituale, auf die sich die Kinder verlassen können jedes Jahr
wieder erfreuen. Für mich bedeutet der Geburtstag meiner
Kinder immer viel mehr, als mein eigener...an diesen Tagen habe ich immer das
Gefühl, selbst Geburtstag zu haben. Man erinnert sich als Mama doch mit ganz
innigem Gedanken an diese schönen Erlebnisse zurück und ist ganz berührt
und beseelt....
Ich möchte Dir nun gerne ein wenig mehr davon erzählen,
wie wir bei uns zu Hause Geburtstag feiern. Diese Ideen sind im Laufe der Zeit
entstanden und gehören nun ganz fest zu unseren Familien-Ritualen dazu -
bei unseren Kindern, aber auch bei uns Großen (Mama und Papa).
Für
mich und meinen Mann beginnen die Geburtstagsvorbereitungen mindestens einen Tag
vor dem eigentlichen Geburtstag - meist geschehen diese Vorbereitungen heimlich,
während das baldige Geburtstagskind in seinem Bettchen liegt (natürlich
so gespannt, dass es kaum einschlafen kann ;0) Die anderen helfen mit. Am
Abend vor dem Geburtstag wird z.B. der Kuchen gebacken und verziert, Luftballons
aufgeblasen, der Tisch gedeckt und geschmückt, der Geburtstagsstuhl vorbereitet
usw....
Geburtstagskuchen:  Meistens
gibt es bei uns einen ganz typischen Geburtstagskuchen, den wir seit Jahren schon
auf diese Weise backen:
wir mahlen auf unserer Getreidemühle
ganz frisch Dinkel zu feinem Mehl (ca. 350-400 g) und zaubern mit diesem, Eiern
(ca. 3 Eier), etwas Milch, (ca. 200 g Butter), (ca. 180 g) Zucker, (eine gute
Handvoll) Schokostreuseln und Kirschen aus dem Glas (abgetropft,
1 Glas) einen feinen Rührkuchen, den wir in einer getöpferten, runden
Form backen. Leider habe ich kein genaueres Rezept, ich mache den Kuchen immer
ganz frei (die Menge ist so, dass sie in unsere getöpferte, flache Kuchenform
passt).
Nachdem der Kuchen abgekühlt ist, kommt ein Schokoladenguss
oben drauf. Wir nehmen dazu keine Kuvertüre, sondern ca. 250 g richtige,
feine Schokolade (Milka, Lindt o.ä.).
Sobald die Schokolade ein ganz
klein wenig fester wird (sie darf nicht zu fest sein), verzieren wir den Kuchen
- meist machen das mittlerweile die Kinder alleine. Am liebsten verwenden sie
dazu bunte Schokolinsen oder Gummibärchen. Aus den bunten Süßigkeuten
legen die Kinder z.B. ein Muster, Blumen und auch eine Zahl (dem Alter des Kindes
entsprechend, das Geburtstag hat). Zum Schluss stecken wir gerne auch kleine Bienenwachskerzen
in den Kuchen
Geschenke verpacken
 Am
Tag vor dem Geburtstag verpacken wir auch die Geburtstagsgeschenke.
Als
ich meine Ausbildung im Waldorfkindergartenseminar gemacht habe, hatten wird das
Glück, eine Pflanzenfärberin mit in unseren Reihen zu haben. So konnten
wir zusammen ein Wochenende lang Seidentücher in wunderschönen Naturfarben
färben (auch unseren Wiegenschleier habe ich selbst gefärbt). Das ein
oder andere Seidentuch habe ich auch noch dazu gekauft, bzw. während meiner
Arbeit im Waldorfkindergarten mit den Kindern auf dem offenen Feuer gefärbt.
So kam ein schönes Körbchen voll an bunten Seidentüchern in ganz
unterschiedlichen Größen zusammen.
Wir
verwenden diese nicht nur für die Gestaltung des Jahreszeitentisches, für
die die Tischdeko usw., sondern auch, um unsere Geschenke zu verpacken. Solche
Geschenke
sind nicht nur hübsch anzusehen, wir vermeiden damit auch Abfall.
Passend
zur Farbe des Seidentuches suchen wir ein schönes Band aus (z.B. eine Filzschnur),
Bast oder Wolle, dazu Blumen, Efeu usw. und verzieren das Seidenpäckchen
hübsch damit.
Alle fertig
verpackten Geschenke legen wir auf den Gabentisch, zusammen mit der Geburtstagspost,
frischen Blumen, Efeuranken oder was es in der jeweiligen Jahreszeit sonst so
alles gibt (Herbstlaub, Tannenzapfen....). Das sieht so schön aus....
Zur
Vorbereitung gehört auch, dass wir unzählige Luftballons aufblasen -
sie werden draußen am Rosenbogen festgebunden, drinnen im Bad am Spiegel,
an einer Schnur im Kinderzimmer/Wohnzimmer, am Stuhl beim Esstisch und am Geburtstagsstuhl...
Geburtstagsstuhl dieser
ist ganz wichtig bei unseren Kindern. Es ist ein kleines Kinderstühlchen
aus Holz, das wir (an der Lehne) mit bunten Bändern (Krepp-Papierstreifen)
und klitzekleinen Luftballons schmücken (ein neuer Geburtstgsstuhl ist derzeit
am Entstehen - es folgen Bilder....) Der Geburtstagsstuhl steht mitten im Wohnzimmer
und wird gleich nach dem Aufstehen gebraucht. Tisch decken Kerzenkranz Blütenblätter,
Laub, Efeu, Buntspechte...... Geburtstagsvorabend-Geschichte: .... Am
Geburtstagsmorgen - unser Ablauf: Schleier Glöckchen Geburtstagsfee "Geburtstagskind,
komm schnell herbei und freu`dich an dem Lichterschein" Geburtstagsstuhl Frühstück    
   

bald
geht es hier weiter....
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